Sanierung des Lutterkanals

Die umfassenden Arbeiten zur Sanierung der Weser-Lutter schreiten weiterhin zügig voran. Der erste Bauabschnitt, mit Bau des Regenrückhaltebeckens im Park der Menschenrechte und der Kanalsanierung zwischen Siekerwall und Teutoburger Straße, konnte fristgerecht fertiggestellt werden. So wurden in der Ravensberger Straße in offener Bauweise 245 Kastenprofile eingebaut, zwei Verkehrsadern mittels Bergbautechnik untertunnelt und zigtausende Kubikmetern an Erdmasse bewegt. Anschließend wurde die Ravensberger Straße mit einem provisorischen Belag wieder befahrbar gemacht.

Im Jahr 2019 soll nun die endgültige Wiederherstellung bzw. Neugestaltung des Straßenraums zwischen der Teutoburger Straße und dem Niederwall mit der geplanten Offenlegung der Lutter erfolgen. Das hierfür notwendige Planfeststellungsverfahren läuft derzeit.

Auch die Planungen und Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt zwischen Teutoburger Straße und Stauteich I schreiten zügig voran. Dieser Bauabschnitt sieht eine Sanierung des Weser-Lutter-Kanals in geschlossener Bauweise vor. Dies geschieht vor dem Hintergrund, die Platanenallee weitestgehend zu erhalten. Um diesem Ziel gerecht zu werden, ist der Bau eines Regenrückhaltebeckens (RRB) an der Teutoburger Straße unumgänglich. Das RRB wird ein Fassungsvolumen von 6.000 Kubikmetern haben und in der Grünfläche zwischen der Teutoburger Straße und der Ravensberger Straße errichtet. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Herbst 2019 geplant.

Um diesen Zeitplan gewährleisten zu können, müssen – vor allem mit Rücksicht auf den Artenschutz – bereits im Februar 2019 mehrere Bäume für die Baugrube weichen. Dazu gehören, beginnend an der Teutoburger Straße, sechs Platanen aus der Allee sowie sieben Linden, eine Stileiche, sechs Hainbuchen und eine Sandbirke. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden dann natürlich Ersatzpflanzungen vorgenommen.

Verstärkung für den Kanal


Um dem alten Kanal die nötige Stabilität zu verleihen, werden im 2. Bauabschnitt sogenannte GFK-Elemente(GlasFaserverstärkterKunststoff) eingezogen.

Die ursprüngliche Planung sah vor, dass entlang des Kanals in Abständen von ca. 150 Metern sogenannte Einzugsgruben entstehen sollten, über die dann der Einschub der Elemente vorgesehen war. Nach einer weitergehenden intensiven Planung inklusive 3-D-Vermessung des Lutterkanals ist es den Planern gelungen, eine Lösung zu erarbeiten, durch die auf die vormals geplanten Eingriffe in die Platanenallee komplett verzichtet werden kann. Mit dem positiven Effekt, dass weitere sechs Platanen in der Allee gerettet werden können.

Die GFK-Elemente sollen nunmehr über nur eine zentrale, große Baugrube eingezogen werden. Diese wird auf der Mittelinsel an der Huberstraße, Ecke Mühlenstraße eingerichtet. (Erklär-Film) Das bedeutet aber auch, dass in diesem Bereich sieben Platanen und drei Linden entfernt werden müssen. Und auch hier gilt: Selbstverständlich werden hier nach Ende der Bauarbeiten Ersatzpflanzungen vorgenommen. Ein Vorteil dieses Standortes besteht auch darin, dass an der Stelle Ersatzpflanzungen mit großen Bäumen vorgenommen werden können.


Mehrere kleine Baugruben

Mit Voranschreiten der Bauarbeiten müssen in der Ravensberger Straße mehrere kleinere Baugruben hergestellt werden. Diese dienen einerseits zur Belüftung, andererseits sind sie aus arbeitssicherheitstechnischen Gründen notwendig. Diese Baugruben sind aber so angelegt, dass sie den Baumbestand nicht gefährden. Das heißt, die Eingriffe werden so schonend wie möglich angelegt. Bereits vor dem Startschuss wurden zusammen mit einem Baumgutachter die Positionen der ca. 2x3 Meter großen und rund fünf Meter tiefen Baugruben ermittelt, so dass den Platanen keine Gefahr droht.

Der Abschluss der Baumaßnahmen ist im Jahr 2021 geplant. Die endgültige Wiederherstellung des Bereichs an der Huberstraße, Ecke Mühlenstraße steht dann in Abhängigkeit von den weiteren geplanten Maßnahmen wie zum Beispiel Offenlegung der Lutter, Straßenbauarbeiten, Radwegplanung und Verbesserung der Straßenoberfläche für den Überflutungsschutz.


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Video zur Sanierung