Schule in Coronazeiten

Seit dem 18. August läuft das neue Schuljahr. Was gilt jetzt?

Das Schulministerium NRW legt für den Schulbetrieb folgendes fest:

  • Alle Schüler*innen nehmen am Präsenzunterricht teil. Der Unterricht wird in allen Fächern nach Stundentafel in vollem Umfang erteilt.
     
  • Die gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden, dem Gesundheitsministerium und der Unfallkasse NRW erarbeiteten Vorgaben für die Hygiene und den Infektionsschutz gelten fort. Sie haben sich bewährt und bieten einen zusätzlichen Schutz für alle am Schulleben Beteiligten.
     
  • Die Testungen zweimal pro Woche werden fortgesetzt. Personen mit nachgewiesen vollständigem Impfschutz oder Genesene müssen nicht getestet werden. In den Grundschulen und Förderschulen sowie weiteren Schulen mit Primarstufe kommen wie bisher die PCR-basierten Lolli-Tests zum Einsatz, in den weiterführenden Schulen die Antigen-Selbsttests.
     
  • Auch im neuen Schuljahr gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (OP-Maske) im Innenbereich der Schulen, nicht dagegen im Freien. Die Notwendigkeit dieser Maskenpflicht wird aber nach den Sommerferien vom ersten Tag an im Lichte des Infektionsgeschehens und danach weiterhin regelmäßig überprüft.
     
  • Veranstaltungen zur Einschulung oder Aufnahme in die weiterführende Schule sind möglich. Es gelten die gegenwärtig für Abschlussveranstaltungen und Zeugnisübergaben geltenden Regelungen entsprechend.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW.

Übersicht Quarantäneregeln

Zusätzliche Hinweise

Quarantänebruch
Wer die Quarantäne bricht, begeht eine Ordnungswidrigkeit, sollte dadurch jemand angesteckt werden, sogar eine Straftat. Beides kann mit einer Geld- oder im zweiten Fall mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren belegt werden.

Quarantäneverkürzung 
Aufgrund der beobachteten Zunahme der besorgniserregenden SARS-CoV-2-Varianten entfällt derzeit die Möglichkeit einer Verkürzung der Quarantäne durch einen negativen SARS-CoV-2-Test, unabhängig vom Vorliegen eines Nachweises von einer Variante bei der positiv getesteten Person. 

Tipps für die Quarantänezeit:
1.    Bedenken Sie bei allem ein Risiko der Eigeninfektion. Handeln Sie umsichtig. 

2.    Sie dürfen als Eltern auch gemeinsam mit Ihrem Kind essen. Vermeiden Sie eine Vermengung des Bestecks und Geschirrs. 

3.    Wenn das Kind körperliche Nähe braucht, geben Sie dem Kind diese. Wenn Sie selbst zur Risikogruppe einer Covid-19-Erkrankung gehören, verwenden Sie in solchen Momenten ggf. einen Mund-Nase-Schutz. 

4.    Erhöhen Sie die allgemeine und die Handhygiene in der Familie, um das Ansteckungsrisiko auf diesem Wege zu reduzieren. Achten Sie besonders darauf, dass Ihr Kind beim Husten und Niesen Abstand zu anderen hält und sich wegdreht, die Armbeuge vor Mund und Nase hält oder ein Taschentuch benutzt, das sofort entsorgt wird.

5.    Wenn möglich, halten Sie sich bei Symptomfreiheit mit dem Kind häufig im Garten oder auf dem Balkon auf und lüften Sie regelmäßig und gut die Räume, in denen Sie sich gemeinsam aufhalten. 

6.    Wenn der Bedarf nach Nähe besteht, kann man mit dem Kind kuscheln, sollte aber für die Dauer der Quarantäne auf das Küssen verzichten. 

7.    Prüfen Sie, ob in dieser Zeit evtl. nur ein Elternteil bei dem abgesonderten Kind verbleibt und der andere Elternteil die Betreuung etwaiger Geschwister übernehmen kann. 

8.    Nutzen Sie ggf. bestehende Möglichkeiten der Videotelefonie zu Freunden und Großeltern und anderen Bezugspersonen, damit das Gefühl der Isolation etwas zurücktritt. 

9.    Führen Sie für Ihr Kind ein Gesundheitstagebuch und messen Sie regelmäßig Fieber. Beobachten Sie Ihr Kind und nehmen Sie bei Symptomen telefonisch Kontakt zum behandelnden Kinderarzt auf. 

10.    Thematisieren Sie offen mit Ihrem Kind die Erforderlichkeit der besonderen Maßnahmen, versuchen Sie spielerisch die Schutzmaßnahmen im Alltag einzubinden. Es gibt z.B. Waschstempel, die bei der Handhygiene verwendet werden können, um eine ausreichende Waschzeit zu erreichen. Vermitteln Sie dem Kind aber keine Schuldgefühle oder Angst. 
 

Bei Rückkehr aus Risikogebieten außerhalb Deutschlands:

  • Durch die neu gefasste Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes gilt eine Nachweispflicht bezüglich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus (Impf-, Test-, Genesenen-Nachweis).
     
  • Bei der Einreise nach Deutschland sind zudem je nach Ausreisegebiet spezielle Anmelde- und Quarantänepflichten zu beachten. Diese können Sie beim Bundesministerium für Gesundheit nachlesen.
Die Kontrolle, ob die Einreisebestimmungen durch die Schüler*innen eingehalten wurden, obliegt nicht den Schulen und Schulaufsichtsbehörden. (Dies verhält sich anders, wenn die Reiserückkehr aus dem Ausland im Rahmen einer Schulfahrt erfolgt; in diesen Fällen hat die Schule in geeigneter Weise auf die Einhaltung der Bestimmungen der Einreiseverordnung hinzuwirken.) Die Testpflicht nach der Einreise aus dem Ausland besteht neben der Schultestung und entfällt durch diese nicht.

Mit Blick auf die möglichen Auswirkungen des Reisens und die Delta-Variante, sollten alle Beteiligten vorsichtig sein. Bielefelder Schulen sowie die Stadt als Schulträger bitten deshalb alle Eltern, ihre Kinder vor der Rückkehr in die Schule per Corona-Selbsttest zu testen oder kostenlose Tests in einem der über das gesamte Stadtgebiet verteilten Corona-Testzentren durchführen zu lassen. 

Die Tests sind eine für Eltern sowie Schüler*innen freiwillige Maßnahme, die aber zur zusätzlichen Sicherheit aller Beteiligten beitragen soll. Denn die Vorgabe des Schulministeriums NRW ist: „Achtsam sein und alles dafür tun, dass Präsenzunterricht stattfindet.“ Präsenzunterricht für alle Kinder und Jugendliche ist auch in Bielefeld Ziel. Deshalb ist es wichtig, Infektionen frühzeitig zu erkennen, um Quarantänen für Klassen oder Schulschließungen zu verhindern.