Landschaftsräume

Bielefeld ist bevorzugt von seiner Lage in drei verschiedenen Landschaftsräumen. Zentral durch das Stadtgebiet zieht sich der Teutoburger Wald in Ost-West-Richtung. Nördlich davon grenzt das Ravensberger Hügelland mit seiner vielseitig strukturierten Landschaft an. Südlich des „Teutos“ erstreckt sich die Sennelandschaft bzw. das Ostmünsterland, mit Heideflächen und zahlreichen Trockenstandorten.

In Abhängigkeit von der Geologie, der Topographie und den Landnutzungen haben sich in den drei unterschiedlichen Landschaftsräumen spezifische, kleinräumige Landschaften herausgebildet, die nicht nur einen Einblick in die Besonderheiten der Naturräume geben, sondern auch für die Bürger*innen der Stadt wichtige Erholungsschwerpunkte im Freien darstellen.

Einen besonderen Charakter hat das sanft gewellte Ravensberger Hügelland im Norden der Stadt. Große Ackerschläge auf den Hochflächen, die durch ein Netz aus Bachtälern gegliedert sind bestimmen in weiten Teilen das Landschaftsbild und schaffen den besondere Reiz dieser alten bäuerlichen Kulturlandschaft. Typisch für das Ravensberger Hügelland sind die Siektäler, wie z.B. des Beckendorfer Mühlenbaches, Moorbachs oder der Jölle. In den Sieks befinden sich oft feuchte Tallagen mit Wiesen, Tümpeln, Bächen und Wäldern.

Der Teutoburger Wald besteht aus drei zueinander parallel liegenden Kämmen, die vor 70 Millionen Jahren aufgefaltet wurden. Durchschnittlich werden Höhen von 300-400 m erreicht. Der südliche Kamm besteht aus Kalkgestein, der zentrale Kamm aus dem sogenannten Osning Sandstein und der nördliche aus Muschelkalk. Der Höhenzug bildet die Wasserscheide zwischen Weser und Ems und zeichnet sich durch einen hohen Buchenwaldanteil aus. Die Tal- und unteren Hanglagen werden überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Daneben befinden sich hier auch kleinere Siedlungsbereich wie Kirchdornberg und Hoberge-Uerentrup. Auf den oberen Hanglagen und den Kammlagen dominiert der Wald.

Das Ostmünsterland schließt sich südlich des Teutoburger Waldes an und umfasst die meist sandigen Flächen am Oberlauf der Ems. Das Ostmünsterland ist durch kleinere Waldflächen und Heckenstrukturen sowie Baumgruppen und Einzelbäume gut gegliedert. Der im Osten liegende Bereich des Ostmünsterlandes wird als Senne bezeichnet. Die leicht nach Süden abfallende Sennelandschaft ist aufgrund ihres hohen Grundwasserabstandes überwiegend sehr trocken. Die zahlreichen Trockenstandorte werden nur durch einzelne wasserführende Bäche gegliedert. Im nördlichen Ausläufer der Wistinghäuser Senne konnten sich einige kleine Moorstandorte entwickeln, diese ziehen ihre Feuchtigkeit aber ausschließlich aus nicht abfließendem Oberflächenwasser. 

Neben den drei Besonderheiten: Erholungslandschaft Obersee/Johannisbachtal, Naturlandschaft Reiherbachaue und Erlebnis- und Landschaftspark Bielefelder Pass, gibt es in Bielefeld noch weitere HotSpots in der Landschaft, bei denen sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt.

Schelphof/Lutteraue
Heeperholz
Markengrund
Bultkamp
Bockschatzhof
Köckerwald