Pflegewohngeld

In Pflegeeinrichtungen entstehen Kosten für die pflegerische Versorgung inklusive Ausbildungsumlage, die Unterkunft, die Verpflegung und die Investitionskosten. Die Pflegeversicherung trägt einen Teil der Kosten der pflegerischen Versorgung. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie die Investitionskosten müssen von Bewohner*innen selbst getragen werden.

Zur Finanzierung der Investitionskosten können Bewohner*innen von vollstationären Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen das sogenannte Pflegewohngeld erhalten.

Wer ist antragsberechtigt?

  • Bewohner*innen von vollstationären Einrichtungen, die mindestens Leistungen des Pflegegrades 2 von der Pflegekasse erhalten und deren Einkommen und Vermögen (bei alleinstehenden Heimbewohner*innen nicht mehr als 10.000 €, bei Ehe- und Lebenspartner*innen nicht mehr als 15.000 €) zur Finanzierung der Aufwendungen für die Investitionskosten nachweislich nicht ausreicht, sind antragsberechtigt.
  • In der Regel wird der Antrag mit einer Zustimmungserklärung von Bewohner*innen durch die Einrichtung gestellt.

Welche Unterlagen (auch der Ehe- oder Lebenspartner*innen) sind bei der Beantragung erforderlich?

  • Nachweis über die aktuellen Einkommensverhältnisse (Rentenmitteilung, Kontoauszüge)
  • Nachweis über die Vermögensverhältnisse (Sparbücher, Wertpapiere)
  • Nachweis über die Leistung/Einstufung der Pflegekasse
  • Nachweis über monatlichen Belastungen
Zuständige Sachbearbeiter*innen können Sie telefonisch beim BürgerServiceCenter (BSC) unter Telefon +49 521 51-0 erfragen.

Für welchen Zeitraum wird Pflegewohngeld gezahlt?

Für einen Zeitraum von zwölf Monaten ab Antragstellung, eventuell auch drei Monate rückwirkend.
 

Werden Unterhaltsansprüche geltend gemacht?

Unterhaltsansprüche gegenüber Angehörigen (in der Regel gegenüber den Kindern) werden nicht geltend gemacht. 

Bielefelder Bürger*innen, die in einer Pflegeeinrichtung außerhalb von Nordrhein-Westfalen leben, haben eventuell Ansprüche nach den dort geltenden Landesgesetzen. Auskünfte hierzu kann die Verwaltung der entsprechenden Einrichtung geben.