Niederschlagswasserbeseitigung (privat)

Einleitung von Niederschlagswasser in ein oberirdisches Gewässer oder in das Grundwasser (Versickerung)

Alle oberirdischen Gewässer sind nach Vorgaben des Gesetzes zur Ordnung des Wasserhaushaltes (Wasserhaushaltsgesetz – WHG) so zu bewirtschaften, dass sich ihr ökologischer und chemischer Zustand nicht verschlechtert bzw. ein guter ökologischer und chemischer Zustand erreicht wird.
Die Stadt Bielefeld ist gem. dem Landeswassergesetz (LWG) verpflichtet, das auf ihrem Gebiet anfallende Abwasser (häusliches Abwasser, gefasstes Niederschlagswasser) zu beseitigen. 

Aus diesem Grund wird das Niederschlagswasser in den öffentlichen Regenwasserkanal abgeleitet.
Soll von dieser Regelung abgewichen werden, muss die Stadt Bielefeld (Umweltbetrieb, Grundstücksentwässerung) damit einverstanden sein und von der Abwasserbeseitigungspflicht befreit werden.

Die Einleitung von Abwasser (gefasstes Niederschlagswasser) in ein oberirdisches Gewässer oder in das Grundwasser (Versickerung) stellt eine Gewässerbenutzung im Sinne des § 9 WHG (Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushaltes) dar, die nur mit einer Erlaubnis nach § 8 WHG zulässig ist.