Kommunale Gesundheitskonferenz

Die Einberufung einer Kommunalen Gesundheitskonferenz gehört seit 1998 zu den Pflichtaufgaben der Kommunen in NRW. In Bielefeld gab es ab 1995 das Pilotprojekt Runder Tisch Gesundheit, dessen Arbeit die Kommunale Gesundheitskonferenz seit Dezember 2000 fortführt.

Mitglieder des Gremiums sind Vertreter*innen der Ärzteschaft, Zahnärzteschaft, der Psychotherapeutenkammer und Apothekerkammer sowie der Krankenhäuser, Krankenkassen und Unfallversicherungen. Darüber hinaus gehören der Konferenz Vertreter*innen des städtischen Sozial- und Gesundheitsausschusses, der freien Wohlfahrtsverbände, kirchlicher Träger, der Selbsthilfegruppen, des Patientenschutzes der städtischen Gleichstellungsstelle sowie der Universität und der Gesundheitswirtschaft an. Die Geschäftsstelle ist im Gesundheits-, Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt angesiedelt.

„Die Kommunale Gesundheitskonferenz berät Fragen der gesundheitlichen Versorgung auf örtlicher Ebene mit dem Ziel der Koordinierung und gibt bei Bedarf Empfehlungen“ – so lautet der gesetzliche Auftrag. Ihr Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung und Gesundheitsvorsorge der Bielefelder Bevölkerung zu verbessern, wo es notwendig und auf kommunaler Ebene möglich ist.
Die Kommunale Gesundheitskonferenz tagt zwei Mal im Jahr und entwickelt Handlungsempfehlungen, die entweder von den Mitgliedern des Gremiums in Selbstverpflichtung umgesetzt werden oder als Empfehlung dem Sozial- und Gesundheitsausschuss der Stadt Bielefeld vorgelegt werden. Darüber hinaus werden bei Bedarf Anregungen und Empfehlungen an weitere Akteur*innen (oder Handelnde) des Gesundheitswesens gerichtet.
Eine wirksame Gesundheitsplanung braucht fundierte Entscheidungsgrundlagen. Analysen bezüglich des Gesundheitszustandes der Bevölkerung und der Versorgungslage werden von der städtischen Gesundheitsberichterstattung gewährleistet, die das Gremium begleitet.
Die Kommunale Gesundheitskonferenz verfolgt in ihrer Arbeit seit einigen Jahren insbesondere drei Ziele:

  • die Bürger*innenorientierung in der Gesundheitsversorgung zu stärken,
  • sich für die gesundheitliche Chancengleichheit einzusetzen und
  • die Prävention und Gesundheitsförderung weiter zu entwickeln.

Einzelne Themenfelder der Gesundheitsversorgung werden in Arbeitsgruppen für die Kommunale Gesundheitskonferenz vorbereitet, die sich aus Expert*innen des jeweiligen Handlungsfeldes zusammensetzt; diese begleiten auch die Umsetzung der Empfehlungen in der Praxis.
Aktuell beschäftigen sich Arbeitsgruppen der Kommunalen Gesundheitskonferenz bzw. im Auftrag des Gremiums arbeitende Netzwerke mit den Themen:

  • Frauen, Mädchen und Gesundheit
  • Männergesundheit
  • Notfallversorgung
  • Gesundheitsinformationen

(s. auch „Arbeitsgruppen und Themen“ mit Ansprechpartner*innen).