Wohngeld

Wer kann Wohngeld erhalten?

Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete (für Mieter*innen) oder Belastung (für Wohneigentümer*innen) für Haushalte mit geringem Einkommen. Insbesondere Rentner*innen, Bezieher*innen von Arbeitslosengeld I und Erwerbstätige mit niedrigem Einkommen gehören zur Gruppe der Wohngeldberechtigten.

Anders als beispielweise beim Arbeitslosengeld II oder der Grundsicherung für Ältere und Nichterwerbstätige ist es beim Bezug von Wohngeld in der Regel unschädlich, wenn man über Vermögen verfügt (z.B. Sparguthaben). Nur dann, wenn Vermögen in erheblichem Umfang (z.B. bei einer Person über 60.000 €) vorhanden ist, besteht kein Wohngeldanspruch. Das Einkommen oder Vermögen naher Verwandter außerhalb des eigenen Haushaltes spielt für den Bezug von Wohngeld ebenfalls keine Rolle.

Wer ist vom Wohngeld ausgeschlossen?

Wer andere Sozialleistungen erhält, in denen die Wohnkosten bereits enthalten sind, ist nicht wohngeldberechtigt. Das sind zum Beispiel Bezieher*innen folgender Leistungen: Arbeitslosengeld II, Grundsicherung für Ältere und Erwerbsunfähige, Hilfe zum Lebensunterhalt. Alleinstehende, die dem Grunde nach Anspruch auf Ausbildungsförderung (BaföG, BAB) haben, sind ebenfalls vom Wohngeld ausgeschlossen. 

Wie wird das Wohngeld berechnet und welche Einkünfte sind anzurechnen?

Wohngeld wird nach einer Formel errechnet. Berechnungsmaßstäbe sind

  • die Haushaltsgröße
  • das Gesamteinkommen des Haushaltes 
  • die zu berücksichtigende Miete oder Belastung 

Anzurechnen sind alle steuerpflichtigen Einkünfte und auch eine Reihe steuerfreier Einkünfte. Einkünfte von Kindern mit Ausbildungsvergütung sind ebenso anzurechnen wie Einkünfte aus geringfügiger Beschäftigung oder Zinsen aus Sparguthaben. 

Nicht angerechnet wird dagegen in der Regel das Kindergeld bzw. der Kinderzuschlag. 

Antrag und Unterlagen

Um Wohngeld zu erhalten, muss ein Antrag gestellt werden. Wohngeld kann frühestens ab dem Ersten des Monats der Antragstellung gezahlt werden. Dem Antrag sind Nachweise über alle Einkünfte, die Miete bzw. Belastungen beizufügen. Näheres entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Merkblatt. 

Amt für soziale Leistungen – Sozialamt –
Team Wohnungshilfen


Zuständige Sachbearbeiter*innen können Sie telefonisch beim BürgerServiceCenter (BSC) unter +49 521 51-0 oder an der Information im Neuen Rathaus erfragen.

Stadtbezirke Mitte, Gadderbaum, Dornberg, Stieghorst (mit Hillegossen und Ubbedissen), Schildesche, Jöllenbeck:
Neues Rathaus
Niederwall 23
33597 Bielefeld
Öffnungszeiten: mo, di, fr 8-12 Uhr, do 8-12 Uhr und 14.30-18 Uhr
Mittwochs keine Öffnungszeit

Heepen (mit Baumheide, Brake, Milse, Altenhagen, Oldentrup):
Gebäude des Bezirksamtes Heepen
Salzufler Str. 13
33719 Bielefeld
Erdgeschoss, Zi. 1-4
Öffnungszeiten: mo, di, fr 8-12 Uhr, do 8-12 Uhr und 14.30-18 Uhr
Mittwochs keine Öffnungszeit

Brackwede, Senne und Sennestadt:
Gebäude des Bezirksamtes Brackwede
Germanenstr. 22
33647 Bielefeld
Erdgeschoss, Zi. 1-6
Öffnungszeiten: mo, di, fr 8-12 Uhr, do 8-12 Uhr und 14.30-18 Uhr
Mittwochs keine Öffnungszeit

Annahmestelle Sennestadt:
Sennestadthaus
Lindemann-Platz 3
33689 Bielefeld
3. OG, Zi. 305
Öffnungszeiten: di 9-12 Uhr
14-tägig, in allen geraden Kalenderwochen

Annahmestelle Jöllenbeck:
Gebäude des Bezirksamtes Jöllenbeck
Amtsstr. 13
33739 Bielefeld
Erdgeschoss, Zi. 3
Öffnungszeiten: di 9-12 Uhr

Kinderfreizeitbonus

Im Rahmen des sog. Corona-Aufholpakets sollen minderjährige Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien (SGB II, SGB XII, AsylbLG, BVG) bzw. Familien mit geringerem Einkommen (Kinderzuschlag, Wohngeld), die im August 2021 Leistungen beziehen, einen Kinderfreizeitbonus in Höhe von einmalig 100 Euro je Kind erhalten.

Der Kinderfreizeitbonus wird von der Familienkasse ausgezahlt. Sie soll den Bonus an Bezieherinnen und Bezieher von Kinderzuschlag automatisch auszahlen. Davon umfasst sind auch Fälle, in denen Kinderzuschlag und Wohngeld bezogen wird.

Familien, die nur Wohngeld und keinen Kinderzuschlag beziehen, müssen für die Auszahlung einen formlosen Antrag bei der Familienkasse stellen. Geht der Antrag bei einer Wohngeldbehörde ein, so ist er gemäß § 16 Absatz 2 SGB I unverzüglich an die Familienkasse weiterzuleiten.