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Die Stadt Bielefeld ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Detmold. Auf einer Fläche von 257,91 km² leben rund 334.000 Einwohner*innen (Stichtag: 31.12.2019). Die Gesamtlänge des öffentlichen Straßennetzes einschließlich selbstständiger Geh- und Radwege beträgt circa 2.100 km, die Länge des Radwegenetzes davon etwa 300 km.

Der Rat der Stadt Bielefeld hat am 26. April 2018 das „Handlungsprogramm Klimaschutz 2020-2050" beschlossen und sich damit verpflichtet, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um die Bielefelder Klimaziele zu erreichen: Reduktion des C02- Ausstoßes um 80 bis 95 Prozent, Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien auf 80 Prozent.

Zur Erreichung dieser Ziele soll u.a. der Radverkehrsanteil durch eine Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur gestärkt werden.

Zwischen Herbst 2020 und Sommer 2021 wurden die Knotenpunkte der Otto-Brenner-Straße, Stralsunder Straße, Greifswalder Straße und Elpke umgebaut. Im Zuge des Umbaus der Stralsunder Straße und der Greifswalder Straße wurde die Querung des Fuß- und Radverkehrs durch die Anlage eines Fußgängerüberwegs und einer Radfurt bzw. einer Fuß- und Radwegefurt hergestellt. Durch die zuvor beschriebene Ausführung der Knotenpunkte werden Fußgänger*innen und Radfahrer*innen bevorrechtigt. 

Die Querung der Otto-Brenner-Straße und der Elpke konnte aufgrund der hohen Verkehrsbelastung bzw. durch den angrenzenden Bahnübergang der Stadtbahntrasse nicht bevorrechtigt werden. Eine Verbesserung der Querung wurde erreicht, da Mittelinseln mit einer ausreichenden Breite für den Fuß- und Radverkehr eingebaut wurden.

An den Straßenquerungen erfolgt eine Ausstattung mit taktilen Bodenelementen für eine barrierefreie Gestaltung.

Die Kostenanteile für die Maßnahmen des Radverkehrs bei diesen Vorhaben fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit 40 Prozent unter dem Titel: „KSI: Umgestaltung von Knotenpunkten an der Geh-/Radwegverbindung parallel der Stadtbahnlinie 4 in Bielefeld-Stieghorst“ mit dem Förderkennzeichen 67K12609.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. 

Der Stadtring war vor dem Umbau eine vierspurige Straße mit einer täglichen Verkehrsbelastung (DTV) von ca. 6.000 – 12.200 KFZ/24h und einer zulässigen Geschwindigkeit von 50 km/h. Damit lag die Verkehrsbelastung in einem Bereich zwischen 8.000 und 18.000 KFZ/24h. Dies entspricht der Leistungsfähigkeit von zweispurigen Straßen.

Die Bedeutung des Stadtrings hat mit der Fertigstellung der A33 stark abgenommen. Da die parallel verlaufende Hauptstraße jedoch zeitnah umgestaltet wird, um dort barrierefreie Stadtbahnhaltestellen zu integrieren, sollte die Leistungsfähigkeit des Stadtrings nur so weit eingeschränkt werden, dass die Entlastung der Hauptstraße nicht gefährdet wird.

Laut Berechnungen im Verkehrsmodell steigt die Verkehrsbelastung auf dem Stadtring durch eine Sperrung der Hauptstraße jedoch nur unwesentlich. Außerdem wird mit der Sperrung eine adäquate Ausweichstrecke auch für Radfahrende benötigt. Auf Grund der beengten Situation durch die unterschiedlichen Nutzungsansprüche in der Hauptstraße, enthält das Radverkehrskonzept die Empfehlung, die Hauptroute Kategorie I von der Hauptstraße auf den Stadtring zu verlegen.

Die Maßnahme wurde somit politisch beschlossen und unter Hochdruck zur Umsetzung gebracht. Vor allem der überregionale Radverkehr soll über den Stadtring geleitet werden. Um eine kurzfristige Umsetzung vor dem Umbau der Hauptstraße zu erreichen, wurde die Einrichtung eines Radfahrstreifens auf dem Stadtring als Maßnahme im KommInvest-Programm angemeldet.

Es ließ sich außerdem gut an die bestehenden Planungen am Stadtring/Gotenstraße anschließen. Es wurden beidseitig Radfahrstreifen mit einer Breite von 2,00 bis 3,00 m angelegt, durchschnittlich beträgt die Breite 2,35 m, und ein Sicherheitstrennstreifen von 0,75 m markiert. Außerdem ist eine Querungsstelle für den Fußverkehr hinzugekommen (zwischen Kimbern- und Normannenstraße).

Der barrierefreie Ausbau von vier Kreuzungen (Stadtring/Germanenstr., Stadtring/Cheruskerstr/Wikingerstr., Stadtring/Berliner Str. sowie Stadtring/Windelsbleicher Str.) wurde integriert.

An sechs Stellen wurden Gehwegüberfahrten (Kimbernstr., Normannenstr., Vogelruth, Krefelder Str., Dresdener Str., Rostocker Str.) gebaut. Der Gehweg wurde auf gesamter Länge durch den Rückbau der Radverkehrsanlage auf Hochbord verbreitert. Die Maßnahme umfasste 1,95 km auf der Hauptstrecke zzgl. ca. 0,35 km Seitenarme und wurden von Juni 2020 bis Dezember 2020 umgesetzt. Nacharbeiten wurden bis Frühjahr 2021 ausgeführt.

Alle Informationen finden Sie hier.

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