Quarantäneregeln

Stand: 5. Mai 2022

Welche Quarantäneregeln jetzt gelten und was Sie beachten müssen, finden Sie hier im Überblick.

Wenn Sie wegen eines positiven Schnelltests oder eines positiven Selbsttests einen Covid 19-Test (PCR-Test) machen lassen, sind Sie rechtlich verpflichtet, sich bis zum Vorliegen des Ergebnisses in häusliche Quarantäne zu begeben. Eine schriftliche oder telefonische Anordnung durch das Gesundheitsamt erfolgt hierzu nicht.

Im Falle eines positiven Testergebnisses verbleiben Sie in Quarantäne und informieren umgehend die Personen, mit denen Sie in den zwei Tagen vor der Testung und in der Zeit seit der Durchführung des Tests persönlichen Kontakt hatten. Dies gilt insbesondere, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden konnte oder wenn Sie sich längere Zeit gemeinsam in einem nicht oder schlecht belüfteten Raum aufgehalten haben. 

Das positive Testergebnis wird vom Arzt oder vom Testzentrum automatisch an das Gesundheitsamt weitergeleitet. 

Die Quarantänezeit bei einer positiven Testung beträgt zehn Tage nach Durchführung des Tests. In dieser Zeit dürfen Sie Ihre Wohnung nicht verlassen. Die Stadt Bielefeld führt hierzu stichprobenhaft Kontrollen durch. Der Verstoß gegen die Quarantäneregel kann mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Ab dem fünften Tag der Quarantäne ist eine Freitestung mittels eines Antigenschnelltests möglich. Es muss sich um einen offiziellen Test einer Arztpraxis oder einer Teststelle handeln, ein Selbsttest ist nicht ausreichend.

Beispiel: 
A macht einen positiven Test am 01.01.2022 und ist bis zum 11.01.2022 in Quarantäne. Ab dem 06.01.2022 kann A sich freitesten lassen. 

Für die Testung kann die Wohnung verlassen werden. Das negative Testergebnis muss an quarantaeneentlassung@bielefeld.de geschickt werden und 4 Wochen aufbewahrt werden.

Ausnahmen gibt es für Menschen, die in der kritischen Infrastruktur tätig sind. 

Eine Kostenübernahme einer PCR-Testung erfolgt nach Absprache mit dem Gesundheitsamt.

Entsprechend der Empfehlungen des RKI entfällt die behördliche Absonderungspflicht (Quarantäne) für Haushaltsangehörige und enge Kontaktpersonen von SARS-CoV-2-Fällen ab sofort ganz.

Auch wer als Kontaktperson mit einer infizierten Person im gleichen Haushalt lebt, muss nicht mehr automatisch in Quarantäne. 

Es wird diesen Personen aber empfohlen, Kontakte zu reduzieren. Dies bedeutet: Für fünf Tage sollten enge Kontakte zu anderen Personen, insbesondere in Innenräumen und größeren Gruppen, vermieden werden. Sofern es ihnen möglich ist, sollten sie im Homeoffice arbeiten.

Darüber hinaus wird bis zum fünften Tag nach dem Kontakt mit der infizierten Person empfohlen:

  • Reduzieren Sie Ihre Kontakte.
  • Achten Sie genau darauf, ob bei Ihnen Symptome auftreten. Messen Sie Ihre Körpertemperatur und führen Sie Selbsttests durch.
  • Tragen Sie mindestens eine medizinische Maske bei Kontakt zu anderen Personen.
Treten Symptome auf, muss ein Test durchgeführt werden. 

Infizierte Beschäftigte: 

  • Die allgemeinen Regelungen finden auch hier Anwendung.
  • Es gilt zudem ein Tätigkeitsverbot ab dem Erhalt des positiven Testergebnisses.
  • Für die Wiederaufnahme der Tätigkeit muss der oder die Beschäftigte mindestens 48 Stunden symptomfrei sein.
  • Dem Arbeitgeber ist der Nachweis einer negativen Testung (Corona-Schnelltest, PCR-Test oder der PCR-Test mit Ct-Wert über 30) vorzulegen. 
  • Eine Anordnung der Behörde ist weder für den Beginn noch für die Beendigung des Tätigkeitsverbots erforderlich.

Beschäftigte in Einrichtungen für vulnerable Personen, die enge Kontaktpersonen oder Haushaltsmitglieder einer infizierten Person sind, haben eine tägliche Testpflicht vor Dienstantritt für die Dauer von fünf Tagen.

Informationen zu Entschädigungsleistungen erhalten Sie vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe:

Landschaftsverband Westfalen-Lippe 
Freiherr-vom-Stein-Platz 1 48147 Münster
Service-Telefon: 0800 9336397 
ser.ifsg@lwl.org

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr an die städtische Corona-Hotline unter Telefon 51-2000.

Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt

Bielefelder*innen werden seit Donnerstag, 27. Januar, per SMS informiert, wenn für sie im Gesundheitsamt ein positives Corona-Testergebnis vorliegt. 

Die SMS macht auch darauf aufmerksam, dass sich der oder die Betroffene sofort in Quarantäne begeben muss. Außerdem führt ein Link zu einem Formular, in dem Symptome abgefragt werden. Die SMS wird täglich versendet, damit die Nutzer*innen ein Symptomtagebuch anlegen können.

So sieht die SMS aus:

Eine solche SMS erhalten Bielefelder*innen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.


„Per SMS können wir die Betroffenen so zügig wie möglich informieren. Und durch die tägliche Abfrage des Symptomverlaufs können wir besser einschätzen, ob die Person am Ende ihrer Quarantäne noch infektiös ist oder nicht. So bekommen wir auch einen Überblick über die Krankheitsverläufe“, so Ingo Nürnberger, Krisenstabsleiter der Stadt Bielefeld.

Die SMS kommt vom Absender Climedo im Auftrag der Stadt Bielefeld. 

Fokus auf vulnerable Gruppen

Wegen der hohen Fallzahlen kann nicht mehr jede infizierte Person vom Gesundheitsamt angerufen werden. Daher werden vor allem vulnerable Gruppen kontaktiert und nachverfolgt. Das betrifft vorrangig Kinder und Senioren. Außerdem werden Ausbruchsgeschehen in Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen vom Gesundheitsamt prioritär behandelt.

Personen, die nicht vom Gesundheitsamt kontaktiert werden, bekommen zusätzlich zur SMS einen Brief, in dem Informationen zur Quarantäne stehen.