Mehr Bio in Bielefeld

Netzwerk Biostädte

Die Stadt Bielefeld ist auf Empfehlung des Bielefelder Klimabeirats 2022 mit einem Ratsbeschluss dem Netzwerk Biostädte beigetreten und bekennt sich ausdrücklich zu den fünf Zielen des Netzwerks.

Im Netzwerk Biostädte arbeiten bundesweit Städte zusammen, um den Ökolandbau, die Weiterverarbeitung und den Konsum von (regionalen) Bio-Lebensmitteln zu fördern.

In der aktuellen bundesweiten Datenerhebung zum Ökolandbau wurde für Bielefeld in 2020 ein Anteil von 14,8 % ökologisch bewirtschaftete Fläche ermittelt. Damit ist der Ökolandbau Anteil in Bielefeld deutlich höher als in NRW (5,7 %) und im Bund (9,6 %). Ein Großteil der ökologisch erwirtschafteten Produkte werden regional vermarktet, u.a. über Hofläden, Lieferdienste und regionale Handelsbeziehungen. Viele dieser Anbieter*innen sind im digitalen Marktplatz OrtsKundIch zu finden.

Das bundesweite Ziel bis 2030 30 % der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch zu bewirtschaften (Stand 2021 sind es 10,8 %) bedeutet für Bielefeld, dass in den nächsten Jahren die kontinuierliche Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise und die Stärkung der Vermarktungsstrukturen notwendig sind, um das Ziel zu erreichen.

Eine ökologische Landwirtschaft wirkt sich nicht nur positiv auf die Umwelt wie Boden, Wasser und Luft aus, sondern trägt auch aktiv zum Klimaschutz, zur menschlichen Gesundheit und zum Tierwohls bei. Weitere Informationen dazu finden Sie beim Umweltbundesamt.

Wussten Sie’s?
Oft werden die Begriffe biologisch und ökologisch synonym verwendet. Beide bezeichnen Produkte, die nach den Richtlinien der ökologischen Landwirtschaft angebaut und verarbeitet werden.

Weitere Infos zum EU-Bio-Siegel:
www.verbraucherzentrale.de

Bio in der Kita- & Schulverpflegung – Workshop

Wann: 25. Oktober 2022, um 14- 18 Uhr

Wo: Katholische Erwachsenen- und Familienbildung (KEFB), Turnerstraße 4, 33602 Bielefeld

Wer: Stadt Bielefeld in Kooperation mit dem Ernährungsrat Bielefeld

Bio-Lebensmittel werden in immer mehr Einrichtungen angeboten, sind wichtiger Teil einer ausgewogenen und nachhaltigen Kita- und Schulverpflegung.

Wie können – noch mehr – Bioprodukte das Essen der Kinder bereichern, bei knappem Budget, steigenden Preisen? Welche Lebensmittel eignen sich, wo können sie eingekauft und in die Speisenplanung integriert werden?

Der Workshop bietet vielfältige Informationen und Wissen aus der Praxis. Die erfahrende Köchin Iris Knubel gibt Einblicke in den Verpflegungsalltag einer Kita und gemeinsam wird ein Bio-Snack bereitet.

Die Stadt Bielefeld lädt Sie zu dem kostenfreien „Bio kann jeder Workshop“ im Rahmen ihrer Biostadt-Aktivitäten ein.

Weitere Informationen
Programm
Anmeldeformular

  1. Den Ökolandbau, die Weiterverarbeitung und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln mit kurzen Transportwegen und regionaler Wertschöpfung fördern.
  2. Vorrang für Bio-Lebensmittel bei öffentlichen Einrichtungen, Veranstaltungen und Märkten. Insbesondere bei der Essenversorgung von Kindern und Jugendlichen auf gesunde Bio-Lebensmittel setzen.
  3. Über vielfältige Aktionen, Veranstaltungen und Maßnahmen private Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch Betriebskantinen und Cateringunternehmen für Bio begeistern.
  4. Im Rahmen der Wirtschaftsförderung die Bio-Branche vernetzen und Arbeitsplätze in einer Zukunftsbranche fördern.
  5. Darauf hinwirken, dass sich die staatliche Förderpolitik wesentlich stärker auf die Bio-Branche und entsprechende Kooperationsprojekte fokussiert, und agrarpolitische und wirtschaftspolitische Maßnahmen enger mit den kommunalen Aktivitäten verzahnt werden.

Den teilnehmenden Städten geht es um den Erfahrungsaustausch, gegenseitige Unterstützung sowie gemeinsame Projekte und Aktionen. So vielfältig wie die Biostädte, so unterschiedlich sind auch die jeweiligen Schwerpunkte. Das verbindende Ziel aller Städte ist es, mehr Bio in die Kommunen zu bringen.

Weitere deutsche Biostädte:
www.biostaedte.de

Gemeinsam mit dem Ernährungsrat Bielefeld werden derzeit konkrete Schwerpunkte für Bielefeld erarbeitet.