Zukunftsfähig Wohnen

Eco Haus Grün WIese

Gemeinsam mit der Stadtgesellschaft machen wir den Gebäudebestand in Bielefeld fit für die Zukunft!

Das gilt für die eigenen Liegenschaften der Stadt Bielefeld ebenso wie für vorhandene (Wohn-)Gebäude. Im Bereich Planung und Neubau setzen wir auf einen nachhaltigen Rahmen.

Auf dieser Seite stellt die Stadt Bielefeld Ihnen hilfreiche Informationen zur Verfügung. 

Wenn Sie Ihr Haus energetisch sanieren, können Sie den Energieverlust Ihres Gebäudes deutlich reduzieren. Damit senken Sie zugleich Ihre Kosten für Strom und Wärme und bereiten Ihr Gebäude auf eine fossilfreie Wärmequelle vor. Damit machen Sie Ihr Haus fit für die Zukunft. 

Die Stadt Bielefeld bietet als Orientierung rund um die Gebäudesanierung und das Thema Heizen einen besonderen Service für die Bürger*innen an: Sie können eine kostenfreie Energieberatung nutzen. Die Beratung eignet sich besonders gut als Einstieg in das Thema energetische Sanierung: Verschaffen Sie sich einen Überblick über den Stand der Immobilie und sinnvolle Sanierungsmaßnahmen.

Die Beratung kann nicht genutzt werden: Als Beratung zum Einbau einer neuen fossilen Heizungsanlage, zur Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans, für die Beantragung von Fördermitteln bei der BAFA o.ä.

Das Angebot wird im Jahr 2026 fortgesetzt. Die Stadt Bielefeld arbeitet im Rahmen des Projektes mit externen Energieberater*innen zusammen. Im Laufe des Jahres 2026 übernimmt städtisches Personal die Umsetzung der Beratungen.
 

Ihren Beratungstermin buchen Sie eigenständig mit Hilfe der untenstehenden Informationen.  

Sie haben drei Möglichkeiten für eine Energieberatung:

  1. Beratung für Wohnungseigentümergemeinschaften
    Mitglieder von Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) können sowohl allein als auch als Gruppe Beratungstermine buchen. Zudem können Hausverwaltungen sich beraten lassen, oder den Energieberater für Vorträge buchen. Die Beratung findet immer vor Ort bei der WEG statt.

    Kontakt
    Umweltamt
    Maike Westerholt 
    Tel. +49 521 51-35188 
    E-Mail: energieberatung [ät] bielefeld.de 
     
  2. Beratung im Umweltamt
    Ein Termin für die Beratung im Umweltamt empfiehlt sich für allgemeine Fragen, bei denen ein Termin im Gebäude (siehe Möglichkeit 3) keinen Mehrwert verspricht. Die Beratung erfolgt durch städtisches Personal. 

    Adresse
    Umweltamt
    August-Bebel-Straße 75-77
    Raum 028 (Erdgeschoss) 
    Termine sind an jedem Dienstag möglich. 

    Kontakt
    Maike Westerholt
    Tel.: +49 521 51-35188
    E-Mail: Energieberatung [ät] bielefeld.de (energieberatung[at]bielefeld[dot]de)
     
  3. Energieberatung bei Ihnen zu Hause
    Gehen Sie gemeinsam mit einer Energieberaterin durch Ihr Gebäude und schauen sich Ihre baulichen Voraussetzungen sowie die Anlagentechnik der Heizung vor Ort an. 

    Kontakt:
    Umweltamt 
    Maike Westerholt
    Tel.: +49 521 51-35188
    E-Mail: Energieberatung [ät] bielefeld.de (Energieberatung[at]bielefeld[dot]de)

Bitte beachten Sie die Datenschutz-Information sowie den Beratungsnachweis, der im Rahmen einer Beratung bei Ihnen zu Hause ausgefüllt wird (siehe Downloads).

Sie finden dieses Angebot gut und wollen es bewerben, beispielsweise auf Ihrer Arbeitsstelle, in Ihrer Kita oder im Sportverein? Dann nutzen Sie gerne das Plakat zur Aktion (siehe Downloads) und hängen es an einer geeigneten Stelle auf.

Das Förderprogramm der Stadt Bielefeld für die energetischen Sanierung von Wohngebäuden ist aufgrund der Haushaltslage der Stadt Bielefeld momentan ausgesetzt. Neue Förderanträge können daher nicht gestellt werden. Bereits erteilte Bewilligungen behalten ihre Gültigkeit. Bewilligte Fördermittel können Sie im Serviceportal abrufen.

Die Stadt Bielefeld bietet mit dem Infoportal ALTBAUNEU Informationen rund um die Sanierung von Wohngebäuden an. Als Besitzer*in eines Ein- oder Zweifamilienhauses finden Sie auf ALTBAUNEU lokale Expert*innen, wissenswerte und praxisnahe Infos rund um die Sanierung sowie Förder- und Beratungsangebote. Personen aus dem Bereich Energieberatung, Architektur und Handwerk aus Bielefeld können sich auf der Expertenliste listen lassen. Zudem können sie – und andere Interessierte - kostenfrei die ALTBAUNEU Infobroschüren in größeren Mengen (ab 10 Stück) bestellen, um sie an ihre Kundschaft weiterzugeben. 

Wie heizt Bielefeld in Zukunft? Wo macht welche Form der Wärmeerzeugung Sinn? Diese Fragen beantwortet die kommunale Wärmeplanung: https://www.bielefeld.de/waermeplanung

Ist mein Haus für Photovoltaik geeignet? Wie kann ich bei einer Modernisierung vorgehen? Könnte ich eine Wärmepumpe nutzen? Antworten auf diese Fragen bieten einfach nutzbare Online-Checks:

Wie kann ich in meinem Haus umweltfreundlich und zukunftsfähig wohnen? Mit der Inforeihe „Umweltinfos rund ums Haus“ stellt die Stadt Bielefeld kurz und prägnant wichtige Infos zu dieser Frage zusammen. Die Reihe bietet Infos von „A“ wie Asbest, über „G“ wie Geothermie bis „Z“ wie Zwergfledermaus – schauen Sie gerne mal rein.

Auf dem Bielefelder Stadtgebiet gibt es mehrere Siedlungen, die gezielt auf Erneuerbare Energien und Klimaschutz hin geplant sind:

  • Klimaschutzsiedlung Schillinggelände in Sennestadt

Im Stadtteil Sennestadt errichtet die Sennestadt GmbH auf dem Schillinggelände ein Wohngebiet, das mit Hilfe eines kalten Nahwärmenetzes und der Energiequelle Geothermie mit nachhaltiger Wärme versorgt wird. Weitere Informationen finden Sie im zugehörigen Bebauungsplan sowie hier: sennestadt-gmbh.de

  • Solarsiedlung Kupferheide in Quelle

Die Solarsiedlung Kupferheide ist in den 2000er Jahren als eine von „50 Solarsiedlungen in NRW“ entstanden. Bauherren und die Stadt entwickelten gemeinsam ambitionierte energetische Baustandards. Alle Gebäude verfügen über Photovoltaikanlagen. Das Gebiet wird über ein Nahwärmenetz mit Wärme versorgt. Das Wärmenetz wird von der Eigentümergemeinschaft aller Häuser gemeinsam betrieben und nutzt Erdgas als Energieträger. Eine Umstellung der zentralen Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien ist aufgrund der baulichen Voraussetzungen nicht möglich. Das Wärmenetz kann also auf absehbare Zeit nicht für das ganze Gebiet weiterbetrieben werden. In der Siedlung erfolgt deswegen eine sukzessive Umstellung der einzelnen Gebäude auf dezentrale Heizungsanlagen, die dann jeweils mit erneuerbaren Energien arbeiten. Weitere Informationen finden Sie im zugehörigen Bebauungsplan.

  • Ökosiedlung Bielefeld-Waldquelle in Quelle

Die Ökosiedlung in Quelle ist in den 90er Jahren errichtet worden, geplant vom Architekten Hans-Friedrich Bültmann. Besonderer Wert wurde auf „Ökologie“ im Sinne von Wasser und Ressourcen-Sparen gelegt: Die Gebäude verfügen über Komposttoiletten, es wurden ökologische Baustoffe verwendet, Regenwasser wird lokal versickert und es gibt eine eigene Trinkwasserquelle. Die Wärmeversorgung erfolgt über ein Blockheizkraftwerk mit eigenem Nahwärmenetz, das derzeit mit Erdgas betrieben wird. Die Umstellung der zentralen Wärmeversorgung auf fossilfreie Energieträger wird vorbereitet. Das Wärmenetz soll also auch künftig die Siedlung mit Wärme versorgen, wobei die Wärme dann aus erneuerbaren Energien stammt. Weitere Informationen finden Sie im zugehörigen  Bebauungsplan.

  • Klima Quartier Pflegeheim Breipohlshof in Senne

Im Rahmen des Projektes „100 Klimaschutzsiedlungen in NRW“ wurde die Klimaschutzsiedlung Breipohls Hof in Senne vom Land NRW unterstützt. Es entstand durch die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel ein Seniorenzentrum mit Wohnpflegegruppen und barrierefreien Wohnungen. Die Klimaschutzsiedlung umfasst den Neubau eines Pflegezentrums mit 80 Pflegeplätzen und 17 Wohnungen auf 4000 m². Es zeichnet sich durch hervorragende Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien aus. Der Gebäudekomplex wurde in Passivbauweise errichtet.

Die Haustechnik erfolgt über ein zentrales Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung. Die Heizwärme wird mit Hilfe von Gasbrennwertgeräten und eines Mini –Blockheizkraftwerks bereitgestellt. Das BHKW bietet 70 Prozent der Wärmeleistung, eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von ca. 28 KW, trägt zusätzlich zur CO2-Einsparung bei.
Weitere Informationen finden Sie im zugehörigen Bebauungsplan.

  • Klima Quartier Pauluscarré in der Innenstadt

Die Klimaschutzsiedlung Pauluscarré ist in der Bielefelder Innenstadt auf einer Brachfläche von 1300m² entstanden. Neben Studierendenwohnungen, barrierefreien Wohnungen und Mietwohnungen wurden hier auch Eigenheime realisiert. So entstanden hier insgesamt 28 Wohneinheiten.

Die Reihenhäuser sind im 3-Liter-Standard ausgeführt worden und haben jeweils eine Abluftwärmepumpe. Diese Anlagen erzeugen sowohl die Heizwärme als auch Warmwasser. Zusätzlich wurden Photovoltaikanlagen installiert. Weitere Informationen finden Sie im zugehörigen Bebauungsplan.

  • Stadtplanung und Klimaschutz

Klimaschutz und Klimaanpassung spielen auch bei vielen weiteren Bebauungsprojekten der Stadt eine große Rolle. 
Mehr Infos bietet die Internetseite vom Bauamt und die jährlich erscheinende Broschüre „Themen und Projekte“.

Mit integrierten Quartierskonzepten identifiziert die Stadt Bielefeld die technischen und wirtschaftlichen Einsparpotentiale in Bestandsquartieren. Erstes Beispiel war hierfür die Sennestadt. Zudem wurde für Baumheide ein solches Konzept in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung und verschiedenen lokalen Akteur*innen erstellt.