Fußverkehr

Ob der Weg zum Auto, zum Bus oder das Wandern, jeder Weg beginnt zu Fuß!
Bielefeld rückt das Zufußgehen stärker in den Fokus. Die Stadtverwaltung arbeitet an einer Fußverkehrsstrategie, damit die zurückgelegten Wege zukünftig komfortabel und sicher bewältigt werden können. 

Der Prozess ist vielschichtig und tangiert alle Bevölkerungsgruppen. Zentrale Aufgabe ist die Sicherstellung einer durchgängigen Barrierefreiheit für alle mobilitätseingeschränkten Personen. Neben geh- und sehbehinderten Menschen geht es auch um die Belange von Senior*innen, Eltern und Reisenden mit (schwerem) Gepäck. 

Verkehrssicherheit hat dabei oberste Priorität. Besonders im Fokus: der sichere Weg zur Schule. Schulwegpläne sorgen hier für besondere Sicherheit.   

Die Stadt Bielefeld möchte sich verstärkt für die Fußverkehrsförderung einsetzen! Hierzu wird derzeit eine Fußverkehrsstrategie erarbeitet, damit die Bielefelder und Bielefelderinnen zukünftig sicher und bequem ihre Wege zu Fuß zurücklegen können. Aufbauend auf die Mobilitätsstrategie der Stadt hat sich Bielefeld das übergeordnete Ziel gesetzt, den Anteil des Umweltverbunds am Modal-Split auf 75 Prozent zu erhöhen. Die Förderung des Fußverkehrs ist eine der wichtigsten Stellschrauben zur Erreichung dieses Zieles.

Das Zufußgehen bildet die Basis der Mobilität und ist das Bindeglied zu anderen Verkehrsmitteln. Bei jedem Verkehrsweg wird ein Teil des Weges zu Fuß zurückgelegt.

Zufußgehen soll für alle Menschen, unabhängig von ihrer sozialen Schicht und ihres Lebensalters, zugänglich sein. Um eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen zu ermöglichen, spielt das Thema der Herstellung einer barrierefreien Infrastruktur eine besondere Bedeutung. Doch nicht nur Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, sondern auch andere Nutzergruppen (Kinder, Jugendliche, Senior*innen…) haben verschiedene Ansprüche und somit auch unterschiedliche Anforderungen an die Fußverkehrsinfrastruktur im öffentlichen Raum. 

Das Thema der Verkehrssicherheit wird bei der Fußverkehrsstrategie im Fokus stehen, da Fußgänger als vulnerabelste Verkehrsteilnehmende besondere Beachtung und Schutz bedürfen.

Die Bearbeitung der Fußverkehrsstrategie beinhaltet in einem ersten Schritt die Entwicklung einer Strategie, die ein Leitbild mit Zielen für den Fußverkehr sowie die erforderlichen strategischen Schritte für dessen Umsetzung enthält. Parallel dazu werden die heutigen Rahmenbedingungen für den Fußverkehr analysiert. Darauf aufbauend werden Handlungsempfehlungen und Qualitätsstandards für die Gesamtstadt erstellt und in zwei Modellgebieten vertieft.

In diesem Prozess wird die Öffentlichkeit im Rahmen einer Online-Beteiligung sowie mit Fußverkehrs-Checks und Workshops beteiligt, um gemeinsame Lösungen zu verschiedenen Problemstellungen zu finden.

Als Bewohner*in der Stadt Bielefeld haben Sie die Möglichkeit, sich zu informieren und Ihre Wünsche und Ideen einzubringen:

Auf dieser Seite wird fortlaufend über den Prozess zur Fußverkehrsstrategie für Bielefeld berichtet. Hier erfahren Sie auch, wann es welche Beteiligungsmöglichkeiten gibt. Darüber hinaus werden Zwischenstände und Ergebnisse des Arbeitsprozesses auf dieser Website veröffentlicht.

Jeder Weg beginnt zu Fuß! Unter diesem Motto haben sich im Frühjahr 2021 über 500 städtische Mitarbeiter*innen Gedanken zum Thema Fußverkehr gemacht. Das Amt für Verkehr hatte mit Unterstützung der Statistikstelle zu einer Online-Befragung aufgerufen und unterschiedliche Aspekte des Gehens beleuchtet. Die Auswertung ist durch den Gutachter LK Argus aus Kassel erfolgt und einen Auszug der Ergebnisse finden Sie unterstehend. Die Ergebnisse der Befragung fließen nun direkt in die Fußverkehrsstrategie mit ein.