Bielefeld im Dialog

Der ehemalige Oberbürgermeister Pit Clausen hat eingeladen, Klartext zu reden. Über Bielefeld, über aktuelle und künftige Herausforderungen – über das, was die Bielefelderinnen und Bielefelder bewegt. Insgesamt haben 2024 und 2025 sieben „Bielefeld im Dialog“-Veranstaltungen stattgefunden.

Auf dieser Seite finden Sie

  • einen Überblick über die Themen und Hintergründe zur Themenauswahl,
  • Infos zur wissenschaftliche Evaluation,
  • Impressionen aus den Veranstaltungen
  • sowie die Fragen und Antworten der einzelnen Veranstaltungen.

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Aktive Teilnahme

Persönliche Einladung mittels Zufallsauswahl
Nur mit persönlicher Einladung konnte aktiv mitdiskutiert werden. Die Einladungen gehen per Zufallsauswahl aus dem Einwohnermelderegister heraus – damit auch Menschen erreicht werden, die sich sonst eher zurückhalten. 

Die Gruppengröße von 40 Personen ist bewusst gewählt: Sie ist klein genug, damit alle ihre Fragen einbringen können, und groß genug für einen lebhaften Austausch. Wer keinen Platz erhalten hat, konnte als Zuhörerin oder Zuhörer teilnehmen oder einen Platz in einer der kommenden Veranstaltungen bekommen.

Offenheit & Transparenz 

Zuhören für alle 
Der Dialog ist öffentlich: Alle interessierten Bielefelderinnen und Bielefelder konnten als Zuhörerin bzw. Zuhörer teilnehmen und das Gespräch von der Galerie im 1. OG der Wissenswerkstadt verfolgen. 

Das Angebot stand damit bewusst nicht nur den geladenen Gästen offen, sondern der ganzen Stadt. Die Nachfrage hat das bestätigt: Die Zuhörer-Plätze waren bei jeder Veranstaltung gut belegt.

Themen für die Dialogveranstaltungen

Die Bielefelderinnen und Bielefelder hatten im Sommer 2024 über mehrere Wochen die Möglichkeit, anonym jene Themen zu nennen, die ihnen am Herzen liegen und die öffentlich diskutiert werden sollen. Hierbei kamen rund 200 Rückmeldungen zusammen.

Alle Fragen und Themenanregungen wurden kategorisiert, den jeweiligen Dezernaten zugeordnet und ausgewertet:

Hieraus wurden folgende Themen für die Veranstaltungen entwickelt:

Herbst/Winter 2024: 5 Dezernate, 5 Themen

Der ehemalige Oberbürgermeister Pit Clausen hat gemeinsam mit den fünf Dezernenten zum Gespräch eingeladen:

  • Dienstag, 24.09.2024: Verkehrswende & Mobilitätsstrategie der Stadt Bielefeld (mit Verkehrsdezernent Martin Adamski)
  • Dienstag, 05.11.2024: Von Jung bis Alt: (Zusammen)Leben in Bielefeld (mit dem Ersten Beigeordneten Ingo Nürnberger)
  • Donnerstag, 21.11.2024: Stadtentwicklung & Wohnen in Bielefeld (mit Baudezernent Gregor Moss)
  • Mittwoch, 04.12.2024: Haushalt der Stadt Bielefeld – Steuern und Investitionen (mit Stadtkämmerer Rainer Kaschel)
  • Dienstag, 10.12.2024: Bildung & Sport in Bielefeld (mit Schuldezernent Dr. Udo Witthaus)

Frühjahr 2025: Sicherheit (mit der Bielefelder Polizeipräsidentin)

Am Dienstag, 4. März 2025, fand zum Thema Sicherheit eine weitere Veranstaltung statt. Dieses Thema wurden von zahlreichen Bielefelderinnen und Bielefeldern in der Abfrage genannt, ist jedoch keinem Dezernat klar zuzuordnen. In dieser Veranstaltung stellten sich Polizeipräsidentin Dr. Sandra Müller-Steinhauer und Pit Clausen den Fragen.

Sommer 2025: „Startschuss für Morgen – Bielefeld formt die Zukunft“ (mit Dezernentin Claudia Koch)

Am Donnerstag, 3. Juli 2025, gingen Pit Clausen und Claudia Koch, seit Januar 2025 Dezernentin für Wirtschaft und Stadtentwicklung, in den Austausch mit den Gästen. Sie beantworteten diverse Fragen rund um das Thema Stadtentwicklung. 

Wissenschaftliche Begleitung der Veranstaltungen

Die Veranstaltungsreihe „Bielefeld im Dialog" wurde von der Universität Bielefeld wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse sind im März 2026 in der internationalen Fachzeitschrift Frontiers in Political Science veröffentlicht worden.

Dr. Yann Rees, Leon Walter und Dr. Jonas Rees vom Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (RISC) sowie dem Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld haben untersucht, welchen Einfluss eine Teilnahme an den Dialogveranstaltungen auf das politische Wirksamkeitsgefühl der Bielefelderinnen und Bielefelder hat. Politische Wirksamkeit meint die Überzeugung, politische Vorgänge verstehen und durch individuelles politisches Engagement beeinflussen zu können – kurz zusammengefasst: das Gefühl, dass die eigene Stimme in der Politik gehört wird und etwas bewirken kann.

Dabei waren sowohl die persönlichen Meinungen der (aktiven) Teilnehmenden sowie der (passiven) Zuhörenden zu „Bielefeld im Dialog" und anderen Dialogveranstaltung von Interesse. Um etwaige Effekte messen zu können, wurde eine Vorher-Nachher-Befragung durchgeführt. Die Teilnahme an den Befragungen war freiwillig; die Rückmeldequoten für eine aussagekräftige Evaluation ausreichend.

Die Ergebnisse sind erfreulich: Wer aktiv an den Gesprächen teilnahm, vertraute danach stärker darauf, dass Politikerinnen und Politiker auf die Anliegen der Menschen eingehen. Bei denjenigen, die als Zuhörende dabei waren, zeigte sich dieser Effekt nicht in gleicher Weise. Das Gefühl, Politik grundsätzlich verstehen und einschätzen zu können, blieb bei allen Teilnehmenden stabil.

Die Studie zeigt, dass Formate wie „Bielefeld im Dialog", bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt das Wort ergreifen können, einen messbaren Beitrag zum Vertrauen in demokratische Institutionen leisten können.

Zur Publikation (Englisch)

Hinweis

Die Funktionsbezeichnungen der beteiligten Personen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der jeweiligen Veranstaltung.