Klimaanpassungskonzept

Den Klimawandelfolgen Hitze und Starkregen will die Stadt durch Strategien und Maßnahmen begegnen, um mögliche Gesundheitsrisiken und -gefahren für Personen und Objekte zu vermeiden bzw. gering zu halten. Damit stellen die Aktivitäten zur sog. Klimaanpassung eine Säule neben den Aufgaben zum Klimaschutz dar, vor allem in den Handlungsfeldern Städtebau, Gebäude, Grüngestaltung/Straßenraum und Siedlungswasserwirtschaft. Bezüglich Hitze sind die sensiblen Haupt-Risikogruppen Menschen über 65 und Kleinkinder unter 3 Jahre besonders schutzbedürftig. Bei Starkregen steht besonders der Schutz empfindlicher Einrichtungen wie Schulen, KITAs, Krankenhäuser, Stationen der Stadtwerke usw. im Fokus. 

Das Klimaanpassungskonzept wurde von der Stadt beauftragt und von Gutachter*innen erarbeitet. Parallel gab es eine verwaltungsinterne Akteursbeteiligung.

Infomobil des Hochwasserkompetenzzentrums Köln, Quelle: Hochwasserkompetenzcentrum Köln

Aktionstage Klimaschutz –
Tipps für Hausbesitzer*innen zur Anpassung an den Klimawandel

Bürger*innen können sich auf dem Kesselbrink am Donnerstag, 23. Juni, zwischen 9 und 19 Uhr darüber informieren, welche Maßnahmen zur Klimaanpassung auf ihrem Grundstück und an ihrem Gebäude geeignet sind. So erhalten sie Informationen, ob ihr Grundstück und ihr Gebäude durch Starkregen gefährdet sind sowie Tipps wie sie sich künftig vor Gefahren schützen können.

Von 14 bis 18 Uhr steht hierzu auch das Info-Mobil des Hochwasserkompetenzcentrums Köln bereit. Es informiert über den Klimawandel und die verschiedenen Arten von Überflutungen und Chancen der Klimaanpassung, beispielsweise durch Maßnahmen wie Entsiegelung und Versickerung.

Zudem gibt es handfeste Tipps zum Hochwasserschutz an Gebäuden. Mit verschiedenen Anschauungsmaterialien zu Rückstausicherungen, Hebeanlagen, Balkensystemen zum Hochwasserschutz, Entwässerungspumpen, Sandsack-Ersatzsystemen werden

konkrete Möglichkeiten für den Gebäudebesitzer aufgezeigt.

Fassadenbegrünung, Quelle: Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG)
Dachbegrünung, Quelle: Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG)

 

 

 

 

 

 

Auch wird über das Förderprogramm „Bielefeld begrünt Häuser“ informiert. Es dient auch der Klimaanpassung, denn Gebäudebegrünungen kühlen ab und halten Regenwasser zurück. Mit dem Förderprogramm werden Bürger*innen und ansässige Unternehmen in den besonders Hitze belasteten Stadtgebieten Mitte und Brackwede unterstützt, Dächer und Fassaden ihrer Gebäude zu begrünen. Ideen zur Gebäudebegrünung werden aufgezeigt. Weitere Informationen zum Förderprogramm stehen auf den Internetseiten der Stadt Bielefeld unter  Förderprogramm - Bielefeld begrünt Häuser - Serviceportal Stadt Bielefeld

 

 

Das Konzept beinhaltet eine Analyse, mit der die Wirkungen von Hitze und Starkregen untersucht werden, und die Planungshinweiskarten (PHK) „Stadtklima" und „Starkregenvorsorge und wassersensible Stadtentwicklung“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die PHK Stadtklima zeigt, wo sich heute und künftig Wärmeinseln im Stadtgebiet befinden, welche Grün- und Freiflächen einen klimatischen Erholungsraum tagsüber bieten und welche Flächen nachts ein gesundes Schlafraumklima fördern. Die PHK „Starkregenvorsorge und wassersensible Stadtentwicklung“ zeigt diejenigen Gebiete, wo u.a. Objektschutz, Oberflächenabfluss, Retention und Versickerung günstig sind. Insgesamt ist der Fokus auch auf die Entwicklung multifunktionaler Lösungen gelegt. Die Stadt hat Ideen erarbeitet, wie sichergestellt werden kann, dass die Konzeptergebnisse in künftigen Planungen wie z. B. Bebauungsplänen beachtet werden.

Maßnahmen zur Klimaanpassung sind in Steckbriefen in einem Maßnahmenkatalog dargestellt. Mit Hilfe eines Controlling- und Kommunikationskonzeptes wird die Umsetzung gesteuert. Darüber hinaus bieten die PHK einen Anhalt für die Bürger*innen auf ihren Grundstücken Vorsorge gegenüber Hitze und Starkregen umzusetzen. 

Seit Mitte 2021 befindet sich das Klimaanpassungskonzept in der Umsetzung. Konkret ist eine neue Stelle als Klimaanpassungsmanagement geschaffen worden. Dort werden die Aufgaben in den verschiedenen Handlungsfeldern der Klimaanpassung koordiniert. Die Stelle ist gefördert vom Bundesumweltministerium, aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative (Förderkennzeichen: 67K15449).

Zu den Aktivitäten im Klimaanpassungsmanagement gehören Anpassungsmaßnahmen gegenüber Starkregen sowie unter anderem die Gebäudebegrünung.

Logo vom Klimaanpassungskonzept
Online-Beteiligung