Mitarbeitende des Umweltbetriebs entwickeln einheitliche Sitzbank für Bielefelder Parkanlagen

| Bielefeld (bi)

Michael Bergmann und Jürgen Seipel, Mitarbeitende des Umweltbetriebs (UWB) der Stadt Bielefeld, haben ein Konzept erarbeitet, um die Herstellung und Instandhaltung von Sitzbänken in städtischen Parkanlagen deutlich zu vereinfachen. Auf Grundlage ihres Vorschlages wurde ein einheitliches Bankmodell entwickelt, das wirtschaftlicher ist und Reparaturen direkt vor Ort ermöglicht. Das neue Bankmodell wurde teilweise schon in den städtischen Pärken aufgebaut, nach und nach werden alle Bänke ausgetauscht.

Einheitliches Bankmodell spart Arbeitszeit und Kosten

Kern des Vorschlags ist die Entwicklung einer standardisierten Sitzbank mit vereinfachtem Aufbau. Einzelne Bauteile – insbesondere Bankbretter – können künftig von Mitarbeitenden der Grünunterhaltung direkt in den Parkanlagen ausgetauscht werden. Zusätzliche Arbeitsschritte wie der Abbau, der Transport in die Werkstatt und die Rücklieferung entfallen damit weitgehend. Zusätzlich verbessert der neue Banktyp die Wirtschaftlichkeit: Die Herstellungskosten reduzieren sich um mehr als 1.500 Euro pro Bank, auch die anfallenden Reparaturzeiten werden von durchschnittlich acht auf circa vier Stunden verringert. Im Durchschnitt werden jährlich 40 alte Bänke pro Jahr repariert oder ersetzt.

Michael Bergmann und Jürgen Seipel sind Mitarbeitende im Umweltbetrieb. Mit der Entwicklung eines neuen, einheitlichen Bankmodells sowie der Analyse der zugrunde liegenden Arbeitsprozesse optimieren sie ihren Arbeitsbereich deutlich. Stadtkämmerer Rainer Kaschel würdigte den Vorschlag ausdrücklich: „Das Betriebliche Vorschlagswesen der Stadt Bielefeld lebt von den Ideen und Erfahrungen der Beschäftigten. Mit ihrem Engagement haben Herr Bergmann und Herr Seipel einen wirksamen Beitrag zur effizienten Weiterentwicklung städtischer Arbeitsprozesse geleistet.“

Anerkennung im Rahmen des Betrieblichen Vorschlagswesens

Ihre Idee zur Verbesserung der Sitzbänke haben Bergmann und Seipel im Rahmen des Betrieblichen Vorschlagswesens eingebracht. Das Betriebliche Vorschlagswesen der Stadt Bielefeld zielt darauf ab, die Erfahrungen und Ideen der Beschäftigten systematisch zu nutzen und nachhaltige Verbesserungen in Wirtschaftlichkeit und Arbeitsorganisation zu fördern. Wird ein Vorschlag geprüft und anerkannt, erhält der oder die Mitarbeitende eine Geldprämie. Diese orientiert sich an den durchschnittlichen jährlichen Nettoeinsparungen, die durch die Umsetzung des Vorschlags erzielt werden können.

Mögliche Themenbereiche sind neben der Verbesserung von Verwaltungsabläufen beispielsweise die Kundenorientierung, der betrieblich beeinflussbare Umweltschutz, Gesundheits- und Arbeitsschutz oder auch Korruptions- und Manipulationsprävention. In der Vergangenheit wurde etwa der Vorschlag eines Mitarbeiters umgesetzt, der anregte, auf den städtischen Wertstoffhöfen Presscontainer zu nutzen. Dadurch müssen volle Container deutlich seltener transportiert und geleert werden. Auch die Verkehrssicherheit auf den Betriebshöfen wurde dadurch verbessert.

Organisieren neue Sitzbänke für die Stadt Bielefeld (v.l.): Isabella Salievska vom Betrieblichen Vorschlagswesens, Corinna Horstmeier, Geschäftsbereichsleiterin im städtischen Umweltbetrieb, Jürgen Seipel und Michael Bergmann vom UWB, die den Vorschlag gemacht haben, Ulrich Pohlmann, Abteilungsleiter beim UWB, und Personaldezernent Rainer Kaschel. Foto: Stadt Bielefeld
Günstiger und einfacher zu reparieren: Ab sofort gibt es standardisierte Sitzbänke mit vereinfachtem Aufbau. Foto: Stadt Bielefeld