Auszeichnung für gelebte Vielfalt: Stadt Bielefeld erhält den Max-Spohr-Preis 2026
| Bielefeld (bi)
Die Stadt Bielefeld ist am Freitag, 17. April, in Frankfurt am Main mit dem renommierten Max-Spohr-Preis ausgezeichnet worden. Der Diversity-Preis des Völklinger Kreises (VK) würdigt die Stadtverwaltung als vorbildliche Arbeitgeberin im öffentlichen Sektor, insbesondere für Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von lesbischen, schwulen, bi-, trans*- und inter* Menschen (LSBTIQ*).
Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer betont: „Der Max-Spohr-Preis bestärkt uns darin, die Vielfalt von LSBTIQ*-Personen sichtbar zu machen und uns weiterhin für eine offene, respektvolle und gleichberechtigte Gesellschaft einzusetzen.“ Die Würdigung durch den Max-Spohr-Preis ist ein Ansporn weiter deutlich Haltung zu zeigen und sich kontinuierlich für ein vorurteilsfreies und wertschätzendes Arbeitsumfeld einzusetzen. Der Preis wurde stellvertretend durch den Sozialdezernenten Ingo Nürnberger und Friederike Vogt, Koordinatorin für LSBTIQ* der städtischen Gleichstellungsstelle, entgegengenommen.
Der Max-Spohr-Preis gilt als die bedeutendste Auszeichnung für Diversity Management in Deutschland. Seit 2001 wird er alle zwei Jahre an Organisationen verliehen, die Vielfalt nicht nur als Schlagwort verstehen, sondern aktiv in ihre Unternehmenskultur integrieren. In der Kategorie „Öffentlicher Sektor kommunal“ konnte Bielefeld die unabhängige Jury überzeugen. Sophie Koch, Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt der Bundesrepublik Deutschland, betonte in ihrer Laudatio die umfangreiche und vielschichtige Arbeit zur Gleichstellung von queeren Menschen in der Stadt und der städtischen Verwaltung, die insbesondere durch die Gleichstellungsstelle geleistet wird und die weit über die Stadtgrenzen wirkt.
Hintergrund: Der Max-Spohr-Preis
Im Jahr 2026 wurde der Preis bereits zum 14. Mal überreicht. Neben der öffentlichen Hand wurde auch ein großes Wirtschaftsunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für ihre Diversity-Strategien geehrt. Ein besonderer Fokus der Jury lag erneut auf der praktischen Umsetzung von Chancengleichheit im Berufsalltag.
Auf der feierlichen Gala in der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main wurde neben der Stadt Bielefeld im öffentlichen Sektor auf Bundesebene das Bundeskriminalamt ausgezeichnet, außerdem u.a. die Initiative #out in Church sowie drei Oberbürgermeister. Michel Friedmann hielt eine Rede zur Gleichheit der Menschen, ihm wurde anschließend der Sonderpreis für „Haltung“ verliehen.
Der Max-Spohr-Preis wird vom Völklinger Kreis e.V. (VK), Deutschlands größter Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger, verliehen. Er agiert als wichtiger Partner für berufliche Förderung, Wertschätzung und Chancengleichheit. Mit dem Max-Spohr-Preis setzt der Verband seit über 25 Jahren Impulse für eine inklusive Arbeitswelt in Deutschland.