Essbare Stadt

Ein Begriff, der neugierig macht! Denn eine Stadt kann man bekanntlich nicht essen, auch wenn Bielefeld häufig nach Vanillepudding duftet.

Hier versteht man hingegen darunter das „Stadtgärtnern zum kostenlosen Selbstbedienen“. Das sind konkret alle fruchttragenden städtischen Bäume bzw. jene auf städtischen Grundstücken, kurz unter dem Begriff Stadtfrüchte zusammengefasst. Aber auch Urban Gardening, also gemeinschaftliches Gärtnern im öffentlichen Raum, wie zum Beispiel in Interkulturellen Gärten und Mietergärten, ist damit gemeint.

Stadtfrüchte

Wer hätte das gedacht: Bielefeld ist reich an Obstbäumen! Rund 3.100 städtische fruchttragende Bäume gibt es. Zu finden sind sie auf Streuobstwiesen, an Straßen und Wegen oder in Parks. Sogar ein Weinanger am Johannisberg ist dabei. Neben den Klassikern wie Äpfeln und Birnen wachsen auch Süß- und Vogelkirschen, Pflaumen, Walnüsse und Baumhasel. Auch seltene Obstsorten wie Quitten, Maulbeeren oder Esskastanien sind darunter.

Mundraub erwünscht!

Zur Freude aller darf kostenlos geerntet werden – Jede*r, was und wie viel er mag. Doch Achtung: Die Ernte erfolgt auf eigene Gefahr! Verletzen oder gefährden Sie weder sich selbst, noch andere, noch die Bäume, damit alle auch im nächsten Jahr noch Freude daran haben. Respektieren Sie bitte auch eingezäunte bzw. eingefriedete Bereiche.

Wo steht’s?

Wer wissen will, wo die Erntebäume zu finden sind, bedient sich am besten des onlineKARTENdienstes. Denn nur die Bäume, die in der Ansicht Stadtfrüchte verzeichnet sind, stehen der Allgemeinheit zur Verfügung. Alle übrigen haben andere Eigentümer*innen oder sind wirtschaftlich verpachtet und dürfen deshalb nicht einfach abgeerntet werden.

Gibt’s noch mehr?

Abgesehen vom städtischen Angebot findet man im Internet weitere Plattformen, worauf auch Privatpersonen saisonal ihre Erntefrüchte anbieten können. Eine Recherche lohnt sich. Denn eigenes Ernten schont den Geldbeutel und macht Spaß!