Besuch bei Schlechtwetter
An sonnigen Tagen ist der Bielefelder Heimat-Tierpark ein beliebtes Ausflugsziel. Viele Stammgäste des Tierparks wissen aber, dass auch bei nicht optimalen Wetter ein Besuch im Tierpark lohnenswert ist.
Ein Tipp für Schlechtwettertage: die multimedial unterstützte Lebensraumausstellung. Bis 2025 befanden sich Ausstellung und Shop in einem Gebäude gleich hinter dem Meierhof. Da an dieser Stelle das neue Begegnungshaus steht, wurde ein anderer Standort gesucht. Dafür bot sich idealerweise die große Scheune gegenüber dem Meierhof an – dem zentralen Ort auf dem Gelände des Tierparks, an dem so ziemlich alle Besuchenden vorbeikommen. Hier finden man ab sofort, neben den beliebten Souvenirs, ansprechend aufbereite Informationen rund um den Tierpark und zu den heimischen Tieren.
Eingebettet in sogenannte Landschaftsvitrinen wurden die Lebensräume der heimischen Tierarten in vier Bereiche aufgeteilt: das Ravensberger Hügelland, die Senne-Landschaft, der Teutoburger Wald und der urbane Lebensraum in Bielefeld. Darüber hinaus sind die Bereiche Teutoburger Wald und die Stadtlandschaft im Vergleich von Tag zu Nacht unterteilt – um zu zeigen, wie unterschiedlich das tierische Leben zu den verschiedenen Tageszeiten pulsiert. Die Ausstellung zeigt dabei besonders viele kleine Tierarten, die nicht im Tierpark gehalten werden. Außerdem ermöglicht die Schau, alle Tiere in Ruhe und im Detail betrachten zu können.
Den Hintergrund bilden unterschiedliche Fototapeten, im Vordergrund wurden Originalelemente aufgebaut. Dazwischen liegen Pflanzen, die von echten kaum zu unterscheiden sind. Zusammen mit der optimierten Beleuchtung bieten die Landschaftsvitrinen eine ebenso moderne wie zeitgemäße Darstellung der hiesigen Lebensräume. Ergänzt wird sie durch die nagelneue Multimedia-Ausstellung, die noch viele weitere zusätzliche Infos zu den Tieren und Landschaften bietet.
Falls man im Park mal von einem Regenguss überrascht wird, so kann man einen der vielen Unterstellmöglichkeiten aufsuchen, die in den vergangenen Jahren geschaffen wurden. So gibt es zum Beispiel im Streichelzoo das Nagetierhaus mit Wild- und Hausmeerschweinchen sowie Zwergkaninchen. Übrigens: Strenggenommen gehören Kaninchen nicht zu den Nagetieren, sondern zu den Hasentieren. Ein weiteres Nagetierhaus gibt es nahe den Hühnervolieren. Hier sind Hausmäuse und Hausratten zu sehen. Hausratten sind trotz ihres Namens selten und bedroht, wesentlich verbreiteter in unseren Städten ist die Wanderratte.
Eine kleine Innenanlage mit Publikumseinsicht besitzt das Marderhund-Haus. Der Marderhund stammt ursprünglich aus Sibirien und ist in der Regel eher abends aktiv. Mit etwas Glück kann man ihn in seiner Anlage beobachten.
Große Sichtscheiben zum Außengehege bieten die beiden Unterstände bei den Europäischen Wölfen. Besonders ab Herbst bis ins Frühjahr sind von dort aus die Tiere besonders gut zu beobachten. Da Bäume und Sträucher zu dieser Zeit kein Laub tragen, kann man die Wölfe derzeit auch noch besser erspähen.
Beste Aussichten verspricht auch die 2025 eröffnete Bärenerlebnishütte – ein Ort der Begegnung für Menschen, der aber auch ein kleiner Spielbereich für Kinder bietet und natürlich auch der Bären-Beobachtung dient. Außerdem dient sie auch als Standort für die großartige Bärenskulptur.
Einen „Allwettergang“ gibt auch hier in Bielefeld. Zugegebenermaßen jedoch in kleinerem Ausmaß, als man ihn aus dem Münsteraner Zoo kennt. Trockenen Fußes hat man bei den Waschbären und Nutrias einen Einblick in die Anlage. Diese Anlage besitzt eine schöne Felsrückwand und ist ein Gehege mit Geschichte, denn es beherbergte früher Wölfe und Luchse.
Ein besonders schöner Regenunterstand gibt es außerdem beim Europäischen Biber, der sich mitten auf dem Stauweiher befindet. Die Besucher*innen können über einen Steg dorthin gelangen. Eine große Sichtscheibe gibt den Einblick ins Innere der Biberburg frei. Bei Frost muss dieser Steg nur leider gesperrt werden, da er dann viel zu glatt ist.
Im ganzen Park verteilt finden sich außerdem zahlreiche Schutzhütten, die auch optimal für ein windgeschütztes Picknick genutzt werden können. Die Standorte der Schutzhütten sind im Lageplan eingezeichnet.