Queerfeindlichkeit melden

Queerfeindlichkeit melden, direkt hier! Unkompliziert, schnell, sicher!

MIQ – Die Melde- und Informationsstelle für Queerfeindlichkeit in NRW: miq.nrw/de

Diskriminierung und Gewalt gegen queere oder queer wahrgenommene Menschen ist Queerfeindlichkeit. Jede Queerfeindlichkeit kann bei der Meldestelle (www.miq.nrw) online und sehr einfach gemeldet werden – als Betroffene oder Zeug*in! Hierdurch sehen wir, wann und wo Diskriminierung und Gewalt gegen Schwule, Lesben, bisexuelle, trans*, inter* und queer-lebende Menschen stattfinden. Dies ist wichtig, auch wenn ich nicht weiß, ob der*die Täter*in ermittelt werden kann und auch, wenn vielleicht niemand bestraft wird. Denn nur so können wir aktiv dagegen etwas tun! 

Eine Meldung ist also in jedem Fall sinnvoll, denn ohne meine Initiative wird gar nichts passieren!  

Aber: Nur mit einer Anzeige kann eine konsequente Strafverfolgung erfolgen.

Das Melden ist auch wichtig, um das Dunkelfeld im Bereich homo- und trans*feindlich motivierter Diskriminierungen und Straftaten insgesamt zu erhellen. Aktuelle Statistiken zeigen, dass es eine hohe Steigerung der Anzeigen aufgrund von Queerfeindlichkeit gibt. Es wird vermutet, dass viele queere Menschen queerfeindliche Gewalttaten nicht anzeigen. Die Dunkelziffer ist vermutlich überdurchschnittlich hoch. Durch eine Anzeige und durch eine Meldung kann ich Diskriminierung und Gewalt aufgrund sexueller und geschlechtlicher Identität sichtbar machen. 

Jede Meldung zählt. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen gegen LSBTIQ*-feindliche Gewalt!

Die Zahlen zeigen die wachsende Bedrohung für LSBTIQ*-Menschen und die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen und Aufklärung.

Offizielle Fallzahlen zu politisch motivierten Hasskriminalität gegen LSBTIQ * vom Bundeskriminalamt (Berichtsjahr 2025, veröffentlicht Juni 2026)

registrierte Straftaten:

  • Sexuellen Orientierung: 2.070 Straftaten (2024: 1.765)
  • Geschlechtsbezogene Diversität: 1.294 Fälle (2024: 1.152)

Unter die Delikte fallen beispielsweise Beleidigungen, Körperverletzungen, Volksverhetzungen und Sachbeschädigungen. Im Langzeitvergleich ist die Zahl der gemeldeten Straftaten gegen LSBTIQ*-Personen ist seit 2010 um das Zehnfache gestiegen.

Der Anstieg resultiert einerseits aus einer höheren Sensibilität und gestiegenen Bereitschaft von Betroffenen, Vorfälle anzuzeigen. Deutlich ist jedoch auch die gestiegene Queerfeindlichkeit im Alltag, sowie ein hohes Dunkelfeld, da viele Übergriffe (laut Schätzungen rund 90 Prozent) aller Angriffe nicht angezeigt oder gemeldet werden.

Mehr Informationen gibt es auf folgenden Internetseiten:

https://www.lsvd.de

https://www.bka.de/DE

2026 sind die ersten Meldezahlen der „Meldestelle gegen Queerfeindlichkeit in NRW“ (MIQ.NRW) veröffentlicht worden. Diese treten flächendeckend in ganz NRW auf und sind sowohl in größeren Städten als auch im ländlichen Gebieten gleich. Unterschiede werden aber in der Unterstützungsstruktur betont. Der Bericht ist auf folgender Webseite abrufbar: https://nbg1