Fachtag zur gynäkologischen Versorgung von Frauen mit Behinderung
| Bielefeld (bi)
Gesundheit ist ein Menschenrecht – auch für Frauen mit Behinderung. Doch in der gynäkologischen Versorgung klaffen Anspruch und Realität weiterhin deutlich auseinander. Vor diesem Hintergrund lädt der Frauennotruf, die Frauenbeauftragte von pro Werk und die Gleichstellungsstelle der Stadt Bielefeld in Kooperation mit dem Arbeitskreis „Sexualisierte Gewalt gegen Frauen mit Behinderung“ zu einem Fachtag zur gynäkologischen Versorgung von Frauen mit Behinderung ein. Dieser findet am Mittwoch, 14. Januar, von 14.30 bis 18 Uhr im Historischen Saal der Volkshochschule Bielefeld statt.
Bei diesem Fachtag setzen sich Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie Fachkräfte im psychosozialen Netzwerk der Stadt Bielefeld mit der Versorgungssituation in Bielefeld auseinander. Noch immer fehlt es vielerorts an barrierefreien gynäkologischen Praxen, geeigneten medizinischen Geräten und Behandlungsstühlen. Ebenso notwendig sind ausreichende Zeitkontingente für die Patientinnen, barrierefreie Kommunikation, flexible Praxisabläufe, Assistenzmöglichkeiten sowie Unterstützung bei der Wegebewältigung. Zudem benötigen Medizinerinnen und Mediziner, die Frauen mit Behinderung behandeln, angemessene Honorierungen und spezifische Fortbildungsangebote.
Ziel der Fachtagung ist es, Forderungen an entsprechende Verantwortliche zu formulieren, damit sich die Situation für Frauen mit Behinderung ebenso wie für motivierte Gynäkologinnen und Gynäkologen deutlich verbessert und der Rechtsanspruch, den die Patientinnen haben, umgesetzt werden kann. Grundlage der Diskussion bilden Forschungsergebnisse der Universitäten Bielefeld und Bremen sowie die Erfahrungen betroffener Frauen, die ihre Perspektiven in die Fachdebatte einbringen.
Die Teilnahme am Fachtag ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Anmeldungen werden per E-Mail an sandra.hufendiek [ät] bielefeld.de (sandra[dot]hufendiek[at]bielefeld[dot]de) entgegengenommen.