Deponie AA 42 Galgenheide
Die Deponie „Galgenheide“ entstand in den 1950er-Jahren durch die Wiederverfüllung einer ehemaligen Sandabgrabung. Zwischen 1955 und 1971 wurde dort Hausmüll abgelagert. Der Müllkörper erreicht an einigen Stellen eine Tiefe von über 20 Metern und umfasst eine Fläche von rund 100.000 Quadratmetern.
In den Jahren 1996 bis 1999 wurde die Deponie umfangreich gesichert. Sie erhielt eine mineralische Abdichtung, Entwässerungseinrichtungen sowie eine passive Gasfassung. Zusätzlich wurde die Fläche rekultiviert und bepflanzt. Heute ist das Gelände landschaftlich eingebunden und von außen kaum noch als ehemalige Deponie erkennbar.
Aktuell erfolgt eine sogenannte passive Entgasung über 46 Gasfenster. Das im Inneren entstehende Deponiegas – darunter Methan – entweicht über die Gasfenster kontrolliert durch eine Rindenmulchschicht, die als biologischer Filter wirkt.
Aktuelle Messungen haben gezeigt, dass weiterhin Methan im Deponiekörper gebildet und damit freigesetzt wird. Methan ist ein besonders wirksames Treibhausgas. Vor dem Hintergrund der Klimaschutzziele wird daher geprüft, ob auch bei älteren, bereits gesicherten Deponien - wie der Deponie Galgenheide - zusätzliche Emissionsminderungen möglich sind.
Ziel ist es, das verbleibende Gasbildungspotenzial der Deponie genauer zu untersuchen und zu bewerten. Im ersten Schritt wird dazu im Rahmen einer Potenzialuntersuchung ermittelt, wie viel Deponiegas noch vorhanden ist. Dazu sind unter anderem zeitlich begrenzte Absaugversuche an bestehenden Messstellen durchgeführt worden. So kann geprüft werden, wie hoch die Methankonzentrationen im Deponiekörper tatsächlich sind und wie sich diese über einen längeren Zeitraum entwickeln. Die Ergebnisse schaffen eine fundierte Grundlage, um über mögliche weitere Maßnahmen zur Emissionsminderung zu entscheiden.