Erste Sitzung des Beirates für Behindertenfragen - Oberbürgermeisterin Bauer: „Mein Ziel ist eine Stadtverwaltung, die Hürden abbaut“

| Bielefeld (bi)

Mit der konstituierenden Sitzung im Großen Ratssaal hat der Beirat für Behindertenfragen der Stadt Bielefeld offiziell seine Arbeit für die neue Wahlperiode aufgenommen. Das Gremium fungiert als wichtiges Bindeglied zwischen Menschen mit Behinderungen, der Politik und der Verwaltung. Bielefelds Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer begrüßte die Mitgliederinnen und Mitglieder persönlich und unterstrich in ihrem Grußwort die Bedeutung des Beirates. 

„Die Arbeit des Beirates für Behindertenfragen ist für unsere Stadt unverzichtbar. Sie sind die Experten in eigener Sache und sorgen dafür, dass Barrierefreiheit nicht nur ein Schlagwort bleibt, sondern gelebte Realität in Bielefeld wird“, so Bauer. „Mein Ziel ist eine Stadtverwaltung, die zuhört und Hürden abbaut. Dabei ist der kritische und konstruktive Blick dieses Beirates ein wertvoller Kompass für unsere Entscheidungen in Rat und Verwaltung.“ Inklusion sei kein abgeschlossener Prozess, sondern eine dauerhafte Aufgabe. „Demografische Entwicklungen, gesellschaftliche Veränderungen und neue Anforderungen – etwa durch Digitalisierung – stellen uns immer wieder vor neue Fragen. Umso wichtiger ist dabei ein starkes, engagiertes und gut vernetztes Gremium wie der Beirat für Behindertenfragen. Bringen Sie Ihre Erfahrungen ein, sprechen Sie Herausforderungen klar an und entwickeln Sie gemeinsam Lösungen“, sagte die Oberbürgermeisterin.  

Nach der offiziellen Verpflichtung der Mitglieder wählte das Gremium seine neue Spitze. Der erste Vorsitzende bleibt weiterhin Dr. Andreas Bruder, Saskia Vohns und Gabriele Beckmann übernehmen die erste und zweite Stellvertretung. Bruder skizzierte in seiner Antrittsrede die Schwerpunkte für die kommenden Monate.

„Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht. Wir müssen dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderung überall in Bielefeld selbstbestimmt und gleichberechtigt am Leben teilnehmen können“, erklärte der Vorsitzende.  Deshalb fordere der Beirat mehr bauliche Barrierefreiheit im öffentlichen Bereich, stärkere Inklusion von Kindern mit Förderbedarf im gemeinsamen Unterricht an Bielefelder Schulen sowie Toiletten für Menschen mit Behinderung im gesamten Stadtgebiet. „Wir wünschen uns Bielefeld als eine Stadt, in der Inklusion und Teilhabe keine leeren Versprechen sind, sondern täglich erlebte Realität“, sagte Bruder.

Hintergrund 
Der Beirat für Behindertenfragen vertritt die Interessen von rund 40.000 Menschen mit Behinderungen in Bielefeld. Er berät den Rat und die Ausschüsse in allen Angelegenheiten, die die Belange von Menschen mit Behinderungen berühren, und entsendet sachkundige Einwohner in verschiedene städtische Gremien wie den Sozial- und Gesundheitsausschuss sowie den Stadtentwicklungsausschuss.
 

Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer (von rechts nach links), Vorsitzender des Beirates für Behindertenfragen Dr. Andrea Bruder und Sozialausschussvorsitzende Angelika Beier. Foto: Stadt Bielefeld