Ausstellung „Feldwege zum Coming-out“
Vom 19. Mai bis 14. Juni wird in der Volkshochschule (VHS) Bielefeld die Ausstellung „Feldwege zum Coming-out“ der Landesfachstelle blick* gezeigt. In der Ausstellung werden zwölf queere Personen aus dem ländlichen Raum porträtiert, die in Audiodateien ihre Coming-out-Geschichten erzählen. Wie ist es, als queere Person auf dem Land zu leben? Wie und wann wurde die eigene Identität entdeckt? Wie waren die Coming-outs? Wie hat das Umfeld reagiert?
Queeres Leben auf dem Land bleibt häufig unsichtbar. Themen der sexuellen und geschlechtliche Vielfalt werden meist mit großen Städten assoziiert. Dabei gibt es lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter*, asxuelle, aromantische und queere Menschen überall - so auch im ländlichen Raum. Queere Menschen stehen hier häufig vor spezifischen Herausforderungen. Es fehlt an Identifikationsfiguren und Vorbildern, aus Angst vor sozialen Ausschlüssen wird die eigene Identität teils lange zurückgehalten und es gibt wenig Anlaufstellen für queere Personen.
Die Ausstellung schafft Verständnis und sensibilisiert für queere Lebensrealitäten, kann dazu ermutigen zu sich selbst zu stehen und helfen, die passenden Worte für eigene Gefühle zu finden.
Die Gleichstellungsstelle der Stadt Bielefeld möchte mit dem Zeigen der Ausstellung auf die Herausforderungen aufmerksam machen, für LSBTIQ* Belange sensibilisieren, queeren Menschen Mut machen und in Zeiten zunehmender Queerfeindlichkeit und Gewalt gegen LSBTIQ* Personen ein deutliches Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz setzen.
Die Ausstellung ist kostenfrei zu besichtigen.
Ausstellungseröffnung
Dienstag, 19. Mai, um 19 Uhr durch Birgit Beckermann, Kulturdezernentin der Stadt Bielefeld. Eine dargestellte Person und die Landesfachstelle blick* wird u.a. Einblicke in die Ausstellungsidee und Entwicklung geben.