Nicolaifriedhof

Herforder Str. 140
33609 Bielefeld

Obwohl die viel befahrene Herforder und Eckendorfer Straße diesen Friedhof einrahmen, ist der Nicolaifriedhof ein Ort der Stille und Besinnung. Prägend sind der alte Baumbestand, so z.B. einige Buchen, die noch aus der Gründungszeit des Friedhofs stammen, die weit reichenden Wiesenflächen sowie zahlreiche verwunschene Ecken, die zum Verweilen und Besinnen einladen.

Gerne wird der Friedhof von den Anlieger*innen sowie den angrenzenden Gewerbeansiedlungen für einen kleinen Spaziergang oder eine angenehme Ruhepause genutzt.

1874 wurde westlich der Innenstadt der Johannisfriedhof eröffnet, der die Verstorbenen der gesamten Stadtgemeinde aufnehmen sollte. Da dieser jedoch von den nördlichen und östlichen Stadtteilen sehr weit entfernt war, schlossen sich die zumeist ärmeren Bewohner*innen im Osten und Nordosten der Stadt zu einer Interessengemeinschaft zusammen, um einen eigenen Friedhof zu eröffnen. Sie befürchteten, dass die 1,5- bis 2-stündige Strecke zum Johannisfriedhof zu lang sei, um wie bisher kostenlose Träger zu finden, zumal ein Leichenwagen unfinanzierbar war.

Noch 1874 wurden Grundstücke für den Nicolaifriedhof angekauft. Die ursprüngliche Anlage wurde nach nur einjähriger Bauzeit fertiggestellt. Hauptmerkmal war die geradlinige Wegeführung mit Längs- und Querwegen. Entlang der Wege wurden Familiengrabstätten angelegt. Die Flächen in der Mitte wurden mit Reihengräbern belegt. Die Ausstattung der Anlage war eher schlicht. Die Flächen wurden dicht belegt, Bepflanzungen zwischen oder hinter den Grabstätten gab es nicht. Der Friedhof wurde bereits ein Jahr später in die städtische Verwaltung übernommen.

Um die Jahrhundertwende waren die Kapazitäten des Friedhofes erschöpft, sodass eine Erweiterung nötig wurde. Diese wurde jenseits des Verbindungsweges von der Herforder zur Eckendorfer Straße angelegt. Noch bis vor kurzer Zeit bestand der Friedhof optisch aus zwei Teilen, da der Friedhof rechts und links des Weges durch Zäune begrenzt wurde. Zwischenzeitlich wurden die Zäune entfernt und ein Eingangstor angebracht.

Mit der Einweihung des Sennefriedhofes am 15. August 1912 beschloss der Magistrat die Vergabe von Reihengräbern einzustellen. Lediglich Wahlgrabstätten dürfen bis heute genutzt werden.

Für den Bau der Stadtbahnlinie nach Milse im Jahr 1969 wurde die Herforder Straße verbreitert, wodurch der ehemalige Eingangsbereich mit Tor sowie der etwa zwei Meter breite Grünstreifen an der Herforder Straße entfielen. Neuer Haupteingang wurde der alte Seiteneingang am Verbindungsweg zwischen Herforder und Eckendorfer Straße. Ein Teil des Friedhofes wurde 1987 als öffentliche Grünfläche außer Dienst gestellt. 

Grabstättenvergabe, Bestattungsangelegenheiten, Vorausverkäufe
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Tel. +49 521 51-5770
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Nutzungsrechte, Rückgabe von Gräbern, allgemeine Grabstättenangelegenheiten
Birgit Kulle
Nutzungsrechte, Rückgabe von Gräbern, allgemeine Grabstättenangelegenheiten
Tel. +49 521 51-5752
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Grabmalanträge
Ulrich Bergander
Tel. +49 521 51-5552
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Bezirksmeister
Michael Köhler
Tel. +49 521 51-5574

Reviergärtner
Haiko Schröer
Tel. +49 521 51-5548

Erreichbarkeit mit öffentlichem Personennahverkehr

Der Nicolaifriedhof verfügt über keine eigene Haltestelle. Er ist jedoch mit der Stadtbahn Linie 2 (Sieker-Landgericht-Jahnplatz-Hauptbahnhof-Baumheide-Milse) einfach zu erreichen. Der Eingang befindet sich zwischen den Haltestellen Beckhausstraße und Stadtheider Straße.

Parkgelegenheiten

Besucher*innen, die den Friedhof mit dem PKW anfahren, können (aus Richtung Innenstadt kommend) rechtsseitig der Herforder Straße parken.