Naturdenkmale

In Bielefeld gibt es 324 ausgewiesene Naturdenkmale, zu denen besondere Bäume, Findlinge, Quellen, Dünen, Steinbrüche oder sonstige geologische Besonderheiten gehören. Naturdenkmale sind Einzelschöpfungen der Natur, deren besonderer Schutz 

  • aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder
  • wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit erforderlich ist.

Sie dürfen nicht entfernt, beschädigt oder beeinträchtigt werden.

Den größten Anteil bilden Bäume - die ältesten, dicksten, schönsten oder sonderbarsten, die die Stadt zu bieten hat. Je älter Bäume werden, desto wertvoller sind sie auch für die Natur, da viele Arten von ihren speziellen Lebensbedingungen abhängig sind. Insgesamt sind 536 Bäume, einzeln oder in Gruppen, unter diesen besonderen Schutz gestellt.
Mit zunehmendem Alter weisen manche Bäume auch größere Schäden, Pilzbefall oder Totholz in der Krone auf, weshalb sie mindestens einmal im Jahr auf ihren Zustand kontrolliert werden. Zur Erhaltung der Bäume und zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit werden bei Bedarf Pflegemaßnahmen durchgeführt. Für Pflege und Unterhaltung ist das Umweltamt zuständig.

Die Naturdenkmale sind nach ihrer Lage in zwei verschiedene Kategorien eingeteilt:

Eine Karte mit allen ausgewiesenen Naturdenkmalen der Stadt Bielefeld ist hier zu finden. Für einen Teil der Bäume sind Fotos und einige Baumdaten, wie Stammumfang, Höhe und Alter hinterlegt.

Die beiden mächtigsten Baumnaturdenkmale im Innenbereich sind die Platane am Niederwall/Ecke Am Bach mit einem Kronendurchmesser von 37 Metern sowie die sogenannte Friedenslinde mit einem Stammumfang von über sechs Metern neben der Neustädter Marienkirche. Sie wurde nach Überlieferungen im Jahr 1648 zum Ende des 30-jährigen Krieges gepflanzt.
Der wohl älteste Baum Bielefelds ist eine Eiche am Golfplatz Hoberge-Uerentrup mit einem Stammumfang von über sieben Metern.

Der größte Findling mit einer Höhe von über vier Metern und einem Gewicht von 117 Tonnen ist auf dem Grundstück Am Wellbach 8 zu finden. Als geologische Besonderheit sind außerdem die Keupergrube am Lipper Hellweg zu nennen, einen für das Bielefelder Stadtgebiet seltenen Gesteinsaufschluss mit einem Alter von circa 200 Millionen Jahren, sowie die ca. 144 Millionen Jahre alten Konglomeratblöcke auf dem Pella-Friedhof in Gadderbaum.