Energieeffiziente Gebäude & Quartiere

Kfw-Fördermittel

Bielefelder Ziele

  • Deutlicher Ausbau der energetischen Bestandssanierung
  • Nahezu Klimaneutralität für städtische Gebäude bis 2040
  • Ausschöpfung von Förderangeboten zur nachhaltigen Quartiersentwicklung im Bestand und im Neubau

Gebäude verursachen in etwa 30 Prozent der CO2-Emissionen. In privaten Haushalten werden rund 85 Prozent des gesamten Energiebedarfs für Raumerwärmung und Warmwasser eingesetzt. Den Energiebedarf von Gebäuden zu verringern, ist nicht nur ein Schwerpunkt der Klimaschutzpolitik, sondern liegt ebenso im Interesse aller Bürger*innen, die von geringeren Betriebskosten profitieren.

Energetische Sanierungen wie Wärmedämmung von Fassaden, Dach und Keller bergen ein großes Potenzial zum Energiesparen. Derzeit liegt die Sanierungstätigkeit an der Gebäudehülle bei jährlich ca. 1 Prozent. Diese müsste deutlich erhöht werden, um die Klimaschutzziele zu erreichen. 

Die Sanierung des eigenen Hauses ist für viele Hausbesitzer*innen eine große Herausforderung. Investitionsentscheidungen für eine verbesserte Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien sind durch das Klimapaket der Bunderegierung im Jahre 2020 erheblich erleichtert worden. Die staatliche Förderung wurden deutlich aufgestockt. Um die Bürger*innen in diesem Bereich informell und fachlich zu unterstützen, beteiligt sich die Stadt Bielefeld am landesweiten Netz von ALTBAUNEU, das durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert und vom NRW-Wirtschaftsministerium unterstützt wird.

Die Stadt Bielefeld hat mit ihren eigenen Liegenschaften eine Vorbildfunktion zu erfüllen. Aus diesem Grund hat der Rat 2020 seine Absicht bekundet, die im Handlungsprogramm beschriebenen Ziele für die Bereiche Gebäude und Quartiere so schnell wie möglich zu erreichen und beschlossen, ein Konzept ausarbeiten zu lassen. Aus diesem Konzept geht hervor, wie die beschriebenen Ziele, insbesondere die Klimaneutralität für städtische Gebäude, unter Nutzung möglicher Förderprogramme bereits bis 2030 erreicht werden können.

Darüber hinaus werden in so genannten integrierten Quartierskonzepten, die technischen und wirtschaftlichen Einsparpotentiale identifiziert, um über das einzelne Gebäude hinaus weitergehende Energieeinsparungen und zusätzliche CO2-Minderungen zu erreichen. Erstes Beispiel war hierfür die Sennestadt. Aktuell wird für Baumheide ein solches Konzept in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung und verschiedenen lokalen Akteur*innen erstellt.