Mietspiegel

Altbau

Der Mietspiegel ist ein anerkanntes und objektives Instrument für die Beurteilung von Mietpreisen. Er bietet eine Übersicht über die ortsüblichen Vergleichsmieten im freifinanzierten Wohnungsbau. Damit dient der Mietspiegel beiden Mietvertragsparteien: Er schützt Mieter*innen vor ungerechtfertigt hohen Mieten und Vermieter*innen vor unwirtschaftlich niedrigen Mieten.


Der Mietspiegel ist definiert als eine Übersicht über die ortsüblichen Vergleichsmieten, die für nicht preisgebundenen Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage sowie energetische Ausstattung und Beschaffenheit in den letzten vier Jahren (künftig in den letzten sechs Jahren) vereinbart oder geändert wurden. Nicht berücksichtigt werden hierbei Erhöhungen der Betriebskosten.


Aus dem Mietspiegel ist die durchschnittliche ortsübliche Vergleichsmiete ablesbar wie auch die Mietwerte, die im Bereich von Mietspannen um diesen Median zwischen oberem und unterem Wert ebenfalls als ortsüblich gelten. Bei Neuvermietungen ist der Mietspiegel eine Orientierungshilfe für die eigenverantwortliche Festlegung der Miete unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften. Beim Mieterhöhungsverlangen dient der Mietspiegel als ein Begründungsmittel für die ortsübliche Vergleichsmiete.

Mietspiegel 2022

Am 9. September 2021 beginnt die Umfrage zum neuen Bielefelder Mietspiegel 2022. Gemeinsam mit der Bielefelder Wohnungswirtschaft, Haus & Grund Bielefeld e.V. sowie dem Mieterbund OWL e.V. und dem Immobilienverband Deutschland ruft die Stadt Bielefeld die angeschriebenen Bürger*innen zur Teilnahme an dieser Umfrage auf. 

Die ermittelten Daten dienen als umfassende Grundlage zur Erstellung eines neuen qualifizierten Mietspiegels, der Anfang 2022 veröffentlicht werden soll. 
Aus den anonymisierten Ergebnissen erarbeitet das Hamburger Institut „F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH“ in einem anerkannten wissenschaftlichen Verfahren die Datengrundlage zum Bielefelder Mietspiegel 2022. 

7.500 Haus- und Wohnungseigentümer*innen erhalten die Mietspiegelfragebögen, die kostenlos an die Stadt per Post zurückgesendet oder online beantwortet werden können. Das Bauamt hat eine Mietspiegel-Hotline unter 0521 51-66600 eingerichtet, um Vermieter*innen beim Ausfüllen der Fragebögen zu unterstützen. Auch per Mail an mietspiegel@bielefeld.de können Fragen zur Umfrage gestellt werden.

Mietspiegel 2020

Der Bielefelder Mietspiegel 2020 gilt ab dem 1. Februar 2020. Er ist ein qualifizierter Mietspiegel im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches. Das bedeutet: Wenn Vermieter*innen eine Mieterhöhung auf andere Begründungsmittel als den Mietspiegel stützen, müssen sie in ihrem Mieterhöhungsverlangen die ortsübliche Vergleichsmiete aus dem qualifizierten Mietspiegel mitteilen. Voraussetzung ist, dass der Mietspiegel Angaben zu dem betreffenden Wohnraum enthält.
Rechtsgrundlagen sind die Regelungen zum Mietrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch, insbesondere die §§ 557 ff. BGB.

Hinweis: Seit dem 01.07.2020 gilt in Nordrhein-Westfalen eine neue Mieterschutzverordnung. Danach ist die Mietpreisbremse in Bielefeld, anders als im Mietspiegel-Flyer angegeben, nicht mehr anwendbar. Die Kappungsgrenze bei Mieterhöhungen liegt jetzt bei 20 Prozent.