Projekte für die Region

Neben der interkommunalen Abstimmung sind die Planung und Umsetzung von Projekten die zentrale Aufgabe der Regiopolregion. Um die verabredeten Ziele zu erreichen, werden kontinuierlich Projekte in verschiedenen Aufgabenfelder aufgelegt.

Die Bürgermeister der Städte Gütersloh, Herford und Rheda-Wiedenbrück sowie der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld haben die Vereinbarung getroffen, die Radschnellwegachse in Ostwestfalen-Lippe durch die Weiterführung des in Planung befindlichen Radschnellweges von Minden nach Herford (RS 3) bis nach Rheda-Wiedenbrück zu verlängern. 

Der sogenannte „Radschnellweg OWL 2.0“ ist für die REGIONALE 2022 angemeldet und das Potenzial der Verbindung Herford – Bielefeld – Gütersloh – Rheda-Wiedenbrück für einen Radschnellweg konnte durch eine Potenzialanalyse bereits nachgewiesen werden. Ziel der für das Jahr 2021 vorgesehenen Nutzen-Kosten-Analyse ist neben einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Projekts die Trassenfindung. 

Projektziel ist die Attraktivierung des Radverkehrs zwischen den Städten Borgholzhausen, Halle (Westf.), der Gemeinde Steinhagen und der Stadt Bielefeld durch Schaffung einer mit dem Umweltverbund vernetzten Veloroute zur Förderung nachhaltiger Mobilität in der Regiopolregion.

Mit Inbetriebnahme der A 33 werden Kapazitäten im Straßenraum der heutigen B68 frei, die zur Land-, Kreis- und Gemeindestraße umgewidmet wird. Vor diesem Hintergrund soll die Veloroute B68 ein bundesweites Beispiel dafür werden, wie der Straßenraum zugunsten des Radverkehrs nach der Herabstufung einer klassifizierten Straße oder durch (nach heutigen Maßstäben) überdimensionierte Planungen, umstrukturiert werden kann. Der Fokus liegt dabei auf der Umgestaltung und Umverteilung des Straßenraums zugunsten einer attraktiven und lückenlosen Radverkehrsverbindung. Das Projekt ist als eines von deutschlandweit 30 Projekten Teil des BMVI Programms „Förderung innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland“.

Das Projekt Regiopol-/E-Ticket wurde von der Regiopolregion Bielefeld mit dem Ziel initiiert, das Tarifsystem des ÖPNVs innerhalb der Regiopolregion nutzerfreundlicher und kostengünstiger zu gestalten. Mittlerweile liegt die Federführung für das Projekt bei der OWL-Verkehr GmbH, die es unter dem Namen Modellversuch „Attraktive Bus & Bahn-Tarife über kommunale Grenzen hinweg“ weiterverfolgt und in die REGIONALE 2022 einbringen möchte. Geplant ist eine Testphase für eine digitale Fahrkarte, bei welcher sich die Abrechnung an den tatsächlich gefahrenen Kilometern orientiert. Als Untersuchungsraum für den Modellversuch wurden die Tarifgebiete Bielefeld, Enger, Spenge und Werther ausgewählt.

Die regiopolen Hermannshöhen-Anrainer (Bielefeld, Halle (Westfalen), Oerlinghausen, Steinhagen und Werther) haben zur weiteren Aufwertung des Premium-Wanderwegs gemeinsam Hörstationen und Mobiliar angeschafft. 

An den einzelnen Hörstationen, die seit einiger Zeit aufgestellt sind, berichten die zwei Figuren Anna und Hermann von den Besonderheiten des jeweiligen Standorts und der Kommune. Ergänzt werden die Hörstationen durch ein Mobiliar zur Aufwertung der Aufenthaltsqualität.

Die Kulturdezernenten aus Bielefeld und Gütersloh sowie der Geschäftsführer der Kultur Herford GmbH setzen dieses regiopole Thema gemeinsamen um. Eine Kunsthistorikerin ist dabei in den drei Städten die jeweils vorhandenen Unterlagen und Vorarbeiten zum Bestand an Kunst im öffentlichen Raum zu sichten, die innerstädtischen Strukturen und Zuständigkeiten zu analysieren sowie erste Bestände in einer gemeinsamen Datenbank zu erfassen. Unter Bezugnahme auf die Handreichung des Deutschen Städtetages zur „Kunst im öffentlichen Raum“ wird sie Vorschläge zur Implementierung von Konzepten für die drei Städte unterbreiten.

Die in der Regiopolregion entstandene Idee einer Kultur-Plattform ist inzwischen als „OWL.Kultur-Plattform“ zu einem der ersten großen REGIONALE 2022-Projekten geworden. Die Idee hinter dem Projekt ist die leichtere Zugänglichkeit und Vernetzung der Kulturangebote der Region. Mithilfe von Cloud-Technologien bietet die Plattform Kulturinteressierten nach ihren individuellen Interessen ausgerichtete Angebote an. Das Ergebnis ist weit mehr als ein digitaler Veranstaltungskalender. Die für die OWL.Kultur-Plattform entwickelte Künstliche Intelligenz (KI) ist ein europaweites Beispiel im Sinne von Next Practice.

Mehr als 130 Betriebe aus der Region wurden bisher mit dem Projekt ÖKOPROFIT in der Regiopolregion Bielefeld geschult. Die aktuelle Runde ist Mitte Februar 2020 gestartet. ÖKOPROFIT hat die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele mit in das Arbeitsprogramm aufgenommen und mit dem CheckN die Umsetzung in den einzelnen Unternehmen konkretisiert.

Aufgrund der äußerst angespannten Lagerungssituation sämtlicher Museen in der Regiopolregion, wird gemeinsam mit dem LWL die Entwicklung eines Sammlungs- und Dienstleistungszentrums für Museen angebahnt. Hierzu finden derzeit Abstimmungsgespräche unter der Federführung des Dezernats 2 (Schule, Bürger, Kultur) der Stadt Bielefeld statt.