Bombenfund im Bielefelder Stadtgebiet
Donnerstag, 19. September
Update: 17.14 Uhr - Alle Bomben entschärft und verladen
Um 17.09 Uhr kam die erlösende Nachricht: Das Entschärfungsteam hat seine Arbeit erfolgreich beendet, die fünf Blindgänger sind entschärft und ordnungsgemäß verladen. Alle Bielefelder*innen, die ihre Wohnungen und Häuser verlassen mussten, können nun wieder zurück. Alle Straßensperrungen sind aufgehoben, auch der Bahnverkehr rollt wieder.
In der Betreuungsstelle waren 12 Personen untergekommen und wurden dort mit Getränken und Snacks versorgt. Im Einsatz waren heute knapp 170 Einsatzkräfte von Freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehr, Polizei, Bundespolizei, Hilfsorganisationen, Deutsche Bahn und Stadt, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.
Update: 14.40 Uhr - Alle Menschen evakuiert
Um 14.25 Uhr konnte die Feuerwehr grünes Licht geben: Alle Menschen sind aus dem betroffenen Gebiet evakuiert und die drei Entschärfer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes beginnen nun mit ihrer Arbeit. Die Hauptstrecke Bielefeld-Hannover der Bahn ist während dieser Zeit voll gesperrt.
Update: 11.55 Uhr - Fünfte Bombe gefunden
Aktuell laufen die Vorbereitungsarbeiten für die Entschärfung der vier in Schildesche gefundenen Blindgänger. Dabei ist nun noch eine fünfte, mit 250 Kilogramm etwas kleinere Fliegerbombe gefunden worden. Diese soll ab 14 Uhr dann heute auch mit entschärft werden. Am Radius und den betroffenen Straßen verändert sich nichts.
Evakuierungsmaßnahme
Bei den Sondierungsarbeiten auf den Ackerflächen südlich des Viadukts in Schildesche sind erneut Blindgänger gefunden worden. Dieses Mal sind gleich vier jeweils 500 Kilogramm schwere Fliegerbomben entdeckt worden. Alle sollen nun am gleichen Tag, nämlich am Donnerstag, 19. September, ab 14 Uhr entschärft werden.
Dafür müssen alle Bewohner*innen, die in einem Umkreis von 500 Metern um den Fundort herum wohnen, ab 12 Uhr ihre Wohnungen und Häuser verlassen und Beschäftigte eine angrenzende Firma räumen. Weil die Blindgänger noch ein Stück weiter auf dem Acker liegen, als bei den letzten Entschärfungen, sind dieses Mal auch nur etwa 620 Menschen betroffen.
Von der Evakuierung ab 12 Uhr sind folgende Straßen und Hausnummern betroffen:
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Straße/Platz |
gerade |
ungerade |
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Am Balgenstück |
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15, 17, 19, 19a, 21, 21a, 23, 23a, 23b, 23c, 25, 25a, 25b, 25c, 25d, 25e, 25f |
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Liethstück |
38, 38a, 38b, 40, 42, 44, 46, 48, 48a, 48b |
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Meyer-zu-Eissen-Weg |
10, 10a, 10b, 12, 14, 16, 18, 20, 20a, 20b |
9, 9a, 9b, 9c, 9d, 11 |
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Sattelmeyerweg |
1 | |
| Talbrückenstraße | 140, 142 | |
| Wallbrede | 1 |
Für alle diejenigen, die nicht bei Freunden oder Verwandten Unterschlupf finden können, richtet die Stadt am Donnerstag ab 12 Uhr eine Betreuungsstelle in der Plaßschule, Eingang am Meyer-zu-Eissen-Weg 4, ein.
Während der Entschärfung wird der Bahnverkehr auf der Hauptstrecke Bielefeld - Hannover ruhen.
Fragen und Antworten zu Evakuierungen
Sobald eine Kampfmittelentschärfung oder -sprengung erforderlich ist, werden alle wichtigen Informationen (wie Evakuierungsradius, Zeitpunkt der Entschärfung, Anlaufstellen und Aufhebung der Evakuierung) über die folgenden Kanäle veröffentlicht und laufend aktuell gehalten:
- Offizielle Social-Media-Kanäle der Stadt Bielefeld
- Regionale Radiosender
- Lokale Medien
- Tageszeitungen: Neue Westfälische und Westfalen-Blatt
- Warn-App NINA
- Hotline: 51-8000 (wird im Falle eines Kampfmittelfundes freigeschaltet)
Informationen zu betroffenen Straßen: Ob Ihre Straße von der Evakuierung betroffen ist, erfahren Sie durch die Veröffentlichung der Straßenlisten auf den oben genannten Kanälen.
Kontrollen im Evakuierungsradius: Um sicherzustellen, dass der Evakuierungsbereich vollständig geräumt ist, überprüfen Feuerwehr und Polizei den gesamten Radius und klingeln systematisch an jeder Haustür.
- Ausweis und wichtige Dokumente
- Notwendige Medikamente
- Schlüssel, Geld (& ggf. Babynahrung)
Fenster und Türen schließen
- Homepage und Social Media Kanäle der Stadt Bielefeld
- Regionale Radiosender
- Über die NINA-App
- Hotline: 51-8000 (wird beim Kampfmittelfund freigeschaltet)
- Es wird eine Betreuungsstelle eingerichtet – auch Haustiere sind hier willkommen!
- Grundsätzlich wird es extra Busse geben, die euch auch zur Betreuungsstelle hinfahren und auch wieder zurück.
- Sollte die Mobilität eingeschränkt sein und Sie benötigen spezielle Hilfe, wird dies berücksichtigt und ein auf Sie ausgerichteter Transport organisiert.
- Je nach Lage und Dauer der Evakuierung variiert das Verpflegungsangebot an der Betreuungsstelle. Detaillierte Informationen erhalten Sie im Ereignisfall.
Die Dauer der Evakuierung hängt tatsächlich vom Evakuierungsradius und von der Anzahl der dort lebenden Personen ab. Mit Hilfe der Feuerwehr und der Polizei wird der Radius mehrmals abklingelt und abgesucht, bis wirklich sicherzustellen ist, dass sich niemand mehr im Radius befindet. Danach kann die Freigabe zur Entschärfung erteilt werden. Je nach Art des Kampfmittels kann die Entschärfung unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Auf unseren Social Media Kanälen informieren wir euch jedoch sofort.
Hinweis für alle im Stadtgebiet: Bevor gegraben und gebuddelt wird, muss ein Antrag auf Kampfmittelüberprüfung gestellt werden!