„Heeper Herz – ganz sicher!“

Heeperinnen und Heeper entwickeln gemeinsam Lösungsansätze für den Ortskern

| Bielefeld (bi)

Das „Heeper Herz“ soll sich verändern und künftig den Ansprüchen einer sich verändernden Gesellschaft gerecht werden. Das Ziel: Die Attraktivität weiter verbessern und den Straßenraum für alle Verkehrsteilnehmer sicherer machen. Die Umgestaltung rund um die Salzufler Straße und die Hillegosser Straße funktioniert jedoch nicht ohne die Beteiligung der Heeperinnen und Heeper. Als Experten für ihren Ortskern sind sie jetzt gefragt, ihre Ideen und Sichtweisen in einem Beteiligungsworkshop Ende Juni einzubringen. 

Die Bezirksvertretung Heepen setzt gemeinsam mit dem Team Beteiligung & Dialog und den Verkehrsplanern der Stadtverwaltung auf den direkten Austausch. „Wir müssen eine Vielzahl von Interessen bei der neuen Verkehrsplanung berücksichtigen. In unserem Ortskern brauchen wir weiterhin Parkplätze für Kundschaft und Mitarbeitende, gleichzeitig sollen die Wege für Rad- und Fußverkehr sicherer werden und durch entsprechende Maßnahmen gefördert werden“, sagt Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher. „Unser gemeinsames Ziel ist ein attraktives Zentrum mit einer hohen Aufenthaltsqualität und gute Erreichbarkeit. Für mich ist die Planung der Anlass, die Heeperinnen und Heeper zu fragen, was dabei beachtet werden muss.“ 

Beteiligungsworkshop für Verkehrsplanung

Für den Planungsworkshop gibt es insgesamt 40 Plätze. Die Hälfte dieser Plätze ist für zufällig ausgewählte Heeperinnen und Heeper vorgesehen, die bis Ende Mai eine postalische Einladung erhalten. Mit dem Brief können sie ihr Interesse an einem der 20 freien Plätze melden. Die weiteren Plätze im Workshop werden an ausgewählte Akteurinnen und Akteure aus dem Ortskern vergeben. Ihre Erfahrungen und Meinungen bilden – gemeinsam mit der fachlichen Expertise der Planerinnen und Planer – die Basis für den Planungsprozess, um so Gestaltungsräume zu definieren und erste Vorschläge für den Verkehrsraum zu erarbeiten.
 
„Wir haben natürlich Rahmenbedingungen, die wir bei der gemeinsamen Planung berücksichtigen müssen. Dazu gehören die beschlossenen Konzepte für die Mobilitätswende und die Konzepte für den Rad- und den Fußverkehr aber auch die technischen Regelwerke im Hinblick auf erforderlichen Breiten und Barrierefreiheit“, sagt Projektleiterin Dr. Nora Niebel aus dem Amt für Verkehr. „Wir sind aber offen bei der konkreten Umsetzung. Uns ist es wichtig, im Ortskern Sicherheit und Erreichbarkeit für alle Verkehrseilnehmer zu gewährleisten.“ Mit ihrem Team wird sie die erarbeiteten Entwürfe anschließend ausarbeiten und auf Umsetzbarkeit prüfen. 

Die finalen Entwürfe stellt die Stadt nach den Sommerferien auf dem Online-Beteiligungsportal vor, damit auch weitere Interessierte ihre Hinweise dazu abgeben können. Im Anschluss findet eine Infoveranstaltung statt, um die Entwürfe und die Kommentierungen vorzustellen. „Die finalen Pläne gehen anschließend in die Bezirksvertretung und den Stadtentwicklungsausschuss zur Beschlussfassung“, so Dr. Nora Niebel. 

Das Beteiligungsverfahren für eine neue Verkehrsplanung wird wissenschaftlich durch die HSBI begleitet.