Straßen.NRW stellt Osningstraße provisorisch wieder her
| Bielefeld (bi)
Im Zeitraum von Dienstag, 7. April, bis voraussichtlich Freitag, 10. April, lässt die Regionalniederlassung OWL der Straßen.NRW Böschung und Straße im Zuge der Osningstraße (L788) provisorisch wiederherstellen. Die Baustellenampel ist danach nicht mehr erforderlich und der Verkehr kann regulär fließen.
Nachdem die Böschung an der Osningstraße im September 2023 zum wiederholten Male abgerutscht war, wurde der betroffene Bereich großräumig abgesperrt. Die Verkehrsteilnehmenden werden seither mit einer Baustellenampel im Wechselverkehr an der Stelle vorbeigeführt. Nach eingehender Untersuchung der hydrogeologischen Gegebenheiten gibt es nun grünes Licht für eine provisorische Wiederherstellung der Böschung, die in den verkehrsberuhigten Osterferien durchgeführt wird.
Während der Maßnahme muss die Osningstraße im herzustellenden Bereich in Höhe der Hausnummern 304 bis 332 vollgesperrt werden. Die ausgeschilderte Umleitung führt über die Paderborner Straße (L756), die Lämershagener Straße bzw. Oerlinghauser Straße (L787) und die Selhausenstraße (K10). Zufahrten bis zur Hausnummer 332 werden über die Bielefelder Straße/Paderborner Straße (L756), Zufahrten bis zur Hausnummer 304 über die Selhausenstraße (K10) erreicht.
Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden und Entlastung der Fahrbahn
Im Februar 2021 war die Böschung an der Osningstraße zum ersten Mal abgerutscht. Die Fahrbahn war unterhöhlt und teilweise weggebrochen. Ein größerer Schaden war zunächst nicht ersichtlich, sodass die Schadstelle beseitigt und an der Böschung Schotter aufgefüllt wurde. Im September 2023 kam es dann erneut zu spontanen Rutschungen. Das wiederholte Auftreten des Hangabrutsches und die auch nach September noch neu entstandenen Risse in der Fahrbahn verdeutlichten eine grundlegende Problematik. Ein erneutes Absacken war folglich nicht auszuschließen, weshalb die Fahrbahn in diesem Bereich mit sofortiger Wirkung halbseitig gesperrt wurde. Aufgrund der undefinierten Situation, insbesondere der unbekannten Ursache für die Hangabrutsche, konnte auch ein kurzfristiges Auffüllen der Böschung im Sinne der Verkehrssicherheit nicht verantwortet werden. Für eine detaillierte Untersuchung der lokalen Begebenheiten zur langfristigen und sicheren Behebung der Problematik wurde ein Ingenieurbüro für ein geohydrologisches Gutachten beauftragt.
Geohydrologische Untersuchungen und Sofortmaßnahmen
Seither wurden diverse geologische und hydrologische Messungen, unter anderem wiederholt Wasserpegelmessungen, durchgeführt. Entscheidend für die Aussagekraft solcher Messungen ist der lange Messzeitraum, der verschiedene Temperatur- und Witterungsbedingungen berücksichtigt. Im Laufe der Untersuchungen wurde unter anderem festgestellt, dass ein erhöhter Wasserstand im bergseitigen Graben vorlag. Dieser war mitunter für den Hangrutsch verantwortlich und wurde durch Sofortmaßnahmen reduziert. Die Straßenmeisterei Halle hatte beispielsweise den Durchlass an der Stelle erneuert.
Herstellung des Provisoriums und langfristige Perspektive
Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro hat Straßen.NRW nun abgestimmt, dass auf Basis der bisherigen Erkenntnisse und durchgeführten Sofortmaßnahmen eine provisorische Wiederherstellung der Böschung und Straße verantwortet werden kann. In enger Zusammenarbeit wurde eine Maßnahme geplant, um den Verkehr wieder freigeben zu können: So soll bei dieser Wiederherstellung nicht nur die Straße unterfüllt, sondern auch die Böschung in Teilen verstärkt werden. Längerfristige Maßnahmen, die eine umfangreiche Überplanung der Böschung beinhalten, werden weiterhin untersucht.