Rothirsch aus Tierpark Olderdissen entlaufen
| Bielefeld (bi)
Am frühen Montagnachmittag ist der männliche Rothirsch aus seiner Anlage im Tierpark Olderdissen entlaufen und konnte den Tierpark Richtung Wald oberhalb des Hochlandrind-Geheges verlassen. Derzeit ist unklar, wo sich das Tier befindet. Er wurde am Montagnachmittag und Abend unter anderem auf dem Johannisfriedhof und in der Nähe des Botanischen Gartens gesichtet. Von dem Hirsch geht keine Gefahr aus, dennoch wurde die Polizei zur Sicherheit durch die Tierparkmitarbeitenden informiert. „Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger dringend darum, nun keine aktive Suche nach dem Tier aufzunehmen. Unsere Hoffnung ist, dass der Hirsch eigenständig in das Tierparkgelände und seine Anlage zurückläuft. Dafür ist es wichtig, dass wir jetzt keine Unruhe rund um die Anlage schaffen“, betont Tierparkleiter Dr. Benjamin Ibler. „Sollte das Tier von Spaziergängerinnen und Spaziergängern gesichtet werden, gehen Sie bitte nicht auf das Tier zu, da dies den Fluchtreflex auslösen könnte. Im schlimmsten Falle verletzt der Hirsch sich oder wird weiter vom Tierpark weggetrieben“, so Ibler. Mittels Anfütterung versucht das Tierpflegepersonal, den Rothirsch zurück in sein Gehege zu locken. „Falls nötig, sind wir ansonsten auch in der Lage, das Tier mit einem Narkosegewehr zu betäuben.“
Falls Bürgerinnen und Bürger das Tier sichten, bittet der Tierpark darum, sich unmittelbar unter der Rufnummer 0521 51-2956 oder beim Tierpark zu melden. Alternativ ist es auch möglich, eine E-Mail an forsten.tierpark [ät] bielefeld.de (forsten[dot]tierpark[at]bielefeld[dot]de) zu schreiben. Auch hier ist es wichtig, dass die Meldung zeitnah zur Sichtung erfolgt.
Der Rothirsch „Mike“ konnte am Montag sein Gehege verlassen, während ein Tierpfleger mit dem Traktor zur Fütterung in die Anlage einfuhr. Der Hirsch konnte sich in diesem Moment vorbeidrücken und die Anlage verlassen. Der Hirsch ist im Bast, das heißt, er hat im März sein Geweih abgeworfen, das nun nachwächst. „Dadurch ist er eher schüchtern zu dieser Jahreszeit“, erklärt Ibler.