Umbau

altstadt.raum: Planung zur Neugestaltung des Klosterplatzes schreitet voran

Der Klosterplatz soll im Zuge des Großprojekts altstadt.raum umgestaltet werden. Schon Ende 2027 soll der Umbau des Klosterplatzes abgeschlossen sein. Jetzt hat das altstadt.raum-Kernteam neue Details zur Umgestaltung empfohlen.

Das Kernteam des Großprojektes altstadt.raum hat bei einem Treffen am Dienstag, 21. April, die Gestaltung des Klosterplatzes diskutiert. Als Ergebnis wurde sich auf Farben und Verlegemuster für das Bodenpflaster, Baumarten und Beete sowie Möblierungen wie Sitzbänke geeinigt. Die Vorschläge werden nun der Bezirksvertretung Mitte zur Beschlussfassung empfohlen.

Hier entsteht ein Platz, der Tradition sichtbar macht, auf den Klimawandel reagiert und Raum für Begegnung schafft – ein neuer Lieblingsort in der Altstadt.Martin Adamski, Verkehrsdezernent der Stadt Bielefeld

Ein neuer Platz für die Altstadt – klimafreundlich, lebendig und ein Ort der Begegnung 

Die Altstadt bekommt einen Platz, der Geschichte bewahrt und gleichzeitig Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft gibt. Bei der Umgestaltung wird bewusst an das gewachsene Stadtbild angeknüpft: Das neue Pflaster greift die Gestaltung der Altstadt auf und sorgt mit einem einheitlichen Randbereich für ein harmonisches Gesamtbild.

Klimapflaster
Ein besonderes Highlight ist ein geplantes Wasserspiel in der Platzmitte. Je nach Tageszeit und Anlass könne es beleuchtet werden, unterschiedliche Farben erzeugen und gezielt gesteuert oder auch komplett ausgeschaltet werden. Das Wasserspiel soll den Platz beleben und ihn für alle Generationen erlebbar machen. Für dieses Element gibt es derzeit jedoch keine Fördermittel. Die Umsetzung steht daher unter Finanzierungsvorbehalt – Unterstützerinnen und Unterstützer, die dieses besondere Element möglich machen möchten, sind ausdrücklich willkommen.

Die Visualisierung zeigt die Vorplanung für den Klosterplatz. Grafik: Stadt Bielefeld

Geplantes Wasserspiel
Ein wichtiges gestalterisches Element der Planung ist eine Diagonale über den Platz, die die historische Straßenführung der Ritterstraße aufnimmt und zusätzliche Begrünung auf der Platzmitte schafft. Ergänzt wird der Platz durch ein bodengleiches, überfahrbares Wasserspiel, das zeitlich und farblich steuerbar ist.

Mehr Grün durch Bäume und Hochbeete
Für mehr Grün sorgen neue Bäume, die bewusst robust und klimaresistent ausgewählt wurden. Sie sind pflegeleicht und werden durch eine Unterpflanzung ergänzt. Hochbeete bringen zusätzliches Grün und übernehmen gleichzeitig eine wichtige Schutzfunktion.

Sitzbänke als Begegnungsorte
Ein besonderer Ort der Begegnung entsteht mit einer runden Baumbank, die auf Anregung der Arbeitsgemeinschaft „Queere Geschichte“ in die Planung aufgenommen wurde. Weitere Bänke sind so angeordnet, dass sie zum Verweilen einladen und gleichzeitig ausreichend Abstand zum Schulhof wahren. Ihre Form soll sich an dem aktuell in der Altstadt eingesetzten Design der Bänke orientieren.

Öffentliches WC
Abgerundet wird das neue Platzkonzept durch eine moderne Toilettenanlage mit Pissoir und räumlich getrennter Unisex-Toilette. Diese Anlage ist kein Bestandteil des Förderprojektes. In den Planungen zum Platzumbau werden die notwendigen Versorgungsleitungen für einen nachträglichen Aufbau berücksichtigt.

Hintergrund und aktueller Stand:

Der Klosterplatz wird im Zuge des Großprojekts „altstadt.raum“ umgestaltet. Nach europaweiter Ausschreibung der Planungsleistungen nahmen die Planungsbüros der Bietergemeinschaft pbh Planungsbüro Hahm GmbH (Osnabrück) und SWUP GmbH (Berlin) im November 2025 die Arbeit auf. Die Planung entwickelt das von Scape Landschaftsarchitekten entworfene Siegerkonzept eines Ideenwettbewerbs weiter. Im Februar 2026 einigte sich das Kernteam auf eine Vorzugsvariante der Gestaltung.

Der Zeitplan ist ambitioniert, da die beantragten Fördermittel vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen fristgerecht bis Ende 2027 verbaut werden müssen.Olaf Lewald, Leiter des Amtes für Verkehr der Stadt Bielefeld

Intensive Beteiligungsveranstaltungen mit Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Anwohnenden, Vertreterinnen und Vertretern der Klosterschule, der Kirchengemeinde St. Jodokus und den Gewerbetreibenden im Planungsverlauf definierten vorab die Anforderungen der verschiedenen Nutzergruppen.