Zukunftsfähiges Konzept

Aus Bielefelds Karstadt-Areal wird ein hochmodernes Mixed-Use-Quartier

Das neue Karstadt-Areal in Bielefeld überführt das monolithische Warenhaus in ein modernes, urbanes Gebäudeensemble. Copyright: Architekturbüro caspar.
Das neue Karstadt-Areal in Bielefeld überführt das monolithische Warenhaus in ein modernes, urbanes Gebäudeensemble. Copyright: Architekturbüro caspar.

Pressemitteilung von Sahle Wohnen, 28.04.2026

Hochmoderne und flexible Gewerbeflächen in bester Innenstadtlage, ein Hotel mit 160 Zimmern und „Skybar“, 40 Seniorenwohnungen, ein Lebensmittel-Nahversorger und 100 Service-Apartments – das sind die Eckdaten für das neue „Karstadt-Areal“ in der Bielefelder Innenstadt.

Nach dem Kauf der Immobilie mit einer Gesamtfläche von 9.100 Quadratmetern durch die Unternehmensgruppe Sahle Wohnen hatten sich vier renommierte Architekturbüros an einem Werkstattverfahren beteiligt, das jetzt mit einer Empfehlung des Auswahlgremiums endete. Danach soll der Entwurf des Kölner Architekturbüros caspar. umgesetzt werden – sobald die nötigen rechtlichen Voraussetzungen für Abriss und Neubau gegeben sind.

Ziel des städtebaulichen Entwurfs ist es, die Bielefelder Innenstadt neu zu beleben und eine zukunftsfähige Infrastruktur aus Handel, Wohnen, Hotellerie und weiterer gewerblicher Nutzung zu ermöglichen. Architekt Caspar Schmitz-Morkramer spricht in diesem Kontext von „Stadtreparatur“ – das heißt, das monolithische Karstadt-Gebäude wird in ein vielfältiges, urbanes Gebäudeensemble überführt. An der Stelle des ehemaligen Warenhauses entsteht ein Stück Innenstadt, das offen, durchlässig, vielfältig und sozial aktivierend wirkt.

Als zentraler Ankunfts- und Aufenthaltsort ist ein Quartierplatz an der Ecke Bahnhofstraße/Arndtstraße geplant. Der Architektenentwurf unterscheidet klar zwischen dem öffentlichen Raum und den geschützten Innenbereichen des Areals. Hier entstehen ruhige, begrünte Rückzugsorte für Wohnen und Hotelnutzung. Bei der Fassadengestaltung setzt das Konzept auf den Einsatz von Klinker für die Wohngebäude entlang der Friedensstraße, zur Bahnhofstraße/Arndtstraße ist eine Fassade aus sandfarbenem Naturstein bzw. Muschelkalk geplant.

Das Energiekonzept des neuen Quartiers umfasst eine nachhaltige Wärme- und Kälteversorgung mit Hilfe von Wärmepumpen sowie den Anschluss an das städtische Fernwärmenetz. Auf den Dachflächen ist eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung geplant.

Dr. Christiana Bauer, Oberbürgermeisterin der Stadt Bielefeld: „Es ist ein tolles Signal für Bielefeld, dass es uns in dem Architektenwettbewerb gelungen ist, für das ehemalige Karstadt-Gelände eine großartige, zukunftsfähige Nachnutzung zu entwickeln. Das Areal ist ein Schlüsselgrundstück in unserer Innenstadt. Durch die Umgestaltung erhoffe ich mir wertvolle Impulse für die gesamte Einkaufsstadt Bielefeld. Einzelhandel und Gastronomie werden von dieser Aufwertung profitieren. Wie sicher viele andere Bielefelderinnen und Bielefelder auch, freue ich mich schon darauf, wenn die Bahnhofsstraße ein neues Bild bekommt.“

Claudia Koch, Bau- und Wirtschaftsdezernentin: „Die Umgestaltung des ehemaligen Karstadt-Areals ist ein anspruchsvolles und zugleich wegweisendes Projekt für die innovative Weiterentwicklung unserer Innenstadt. Hier entsteht ein moderner Erlebnisort, der künftig als starker Anziehungspunkt für die gesamte City wirken wird. Besonders erfreulich ist, dass der Siegerentwurf architektonisch überzeugt: Er nimmt das bestehende Stadtbild ernst, fügt sich harmonisch ein und setzt gleichzeitig zeitgemäße Akzente. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit der Unternehmensgruppe Sahle Wohnen und darauf, gemeinsam einen lebendigen und attraktiven Ort zu schaffen, der unsere Innenstadt nachhaltig stärkt.“

Uwe Sahle, geschäftsführender Gesellschafter Sahle Wohnen: „Zufrieden Wohnen entsteht, wenn Menschen sich in lebendiger Nachbarschaft zusammenfinden – ein Anspruch, den wir mit dem Konzept von Caspar Schmitz-Morkramer auch in Bielefeld umsetzen wollen. Unser Ziel ist eine lebendige Innenstadt, in der es sich gut leben, arbeiten und einkaufen lässt. Die ausgewogene Mischung der verschiedenen Nutzungsformen und eine langfristige Perspektive sind dabei die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Deshalb freue ich mich über diesen Entwurf und auf die gemeinsame Umsetzungsarbeit zusammen mit der Stadt Bielefeld in den kommenden Jahren.“