Deponie AA 69 Schrapperkuhle

Nach der Stilllegung der Deponien Schrapperkuhle wurden Sicherungsmaßnahmen in Form von aktiven Entgasungsanlagen durchgeführt. Hierbei wird das migrierende Gas mithilfe von in den Deponiekörper installierten Brunnen abgesaugt und über Sammelleitungen in der sich anschließenden Anlage behandelt. Durch die jahrzehntelange Nutzung der Anlage und des Gasfassungssystems entspricht diese im Hinblick klimaschutzorientierter Technologien nicht mehr den heutigen Umweltanforderungen. Die Aufrüstung im Rahmen der Bundesförderung Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) sieht eine Optimierung der Gasfassung und der klimafreundlichen Behandlung abgeleiteter Prozessluft vor. Die Förderung setzt die Ausarbeitung einer Potenzialstudie voraus, die durch tiefergehende Recherche der Deponiehistorie, vor-Ort-Erkundungsmaßnahmen und umfangreiche Messungen detaillierte Kenntnisse über das verbleibende Emissionspotenzial der Deponien liefert.

Auf dieser Grundlage wird der Einsatz der für die Deponie geeigneten Klimaschutztechnologie konzipiert. Neben der optimierten Gasfassung und einer klimafreundlichen Verwertung des Methans wird auch eine Durchlüftung des Inventars angestrebt, die durch eine gezielte und kontinuierliche Übersaugung des Deponiekörpers entsteht. Durch den daraus resultierenden vermehrten Luftsauerstoff im Inneren der Deponie werden Abbauprozesse beschleunigt, die den Deponiekörper langfristig stabilisieren. Die beschleunigte Mineralisierung führt zudem dazu, dass sich die Gesamtzeit der aktiven Deponiegasfassung und damit die Nachsorgezeit verkürzt.