94 Millionen Euro für bezahlbares Wohnen
| Bielefeld (bi)
Die Wohnungsbauförderung der Stadt Bielefeld hat 94 Millionen Euro im Jahr 2025 bewilligt. Das ist die höchste Fördersumme für bezahlbaren Wohnungsbau, die in Bielefeld je in einem Jahr erreicht wurde. Die Förderungen wurden im Rahmen der Wohnungsbauförderung des Landes NRW für Bielefeld bewilligt. Das dadurch ausgelöste Investitionsvolumen für die heimische Bauwirtschaft liegt zusammen mit frei finanzierten Projektanteilen bei über 120 Millionen Euro.
Insgesamt wurde im Jahr 2025 der Bau von 607 Wohneinheiten gefördert. Modernisierungs- und Bestandsmaßnahmen sowie Bindungsverlängerung für bestehende Mietwohnungen umfassen insgesamt 219 Wohneinheiten. Der Wohnungsbauförderung liegen für das Jahr 2026 bereits Förderanträge für mehr als 700 Wohneinheiten vor. „Das sind für Bielefeld sehr beeindruckende Zahlen, besonders in Zeiten, in denen es die Bauwirtschaft wirklich schwer hat, da die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau momentan schwierig sind“, sagt Baudezernentin Claudia Koch und bedankt sich bei allen Investorinnen und Investoren sowie bei ihren engagierten Mitarbeitenden der Wohnungsbauförderung.
„Ich bin sehr froh, dass das Land NRW die Wohnungsbauförderung für 2025 landesweit mit 2,3 Milliarden Euro und attraktiven Förderkonditionen ausgestattet hat. In Bielefeld ist es gelungen, mit den Mitteln der Wohnungsbauförderung den Bau von bezahlbaren Wohnungen effektiv zu unterstützen“, ergänzt Koch und freut sich über die für 2026 und 2027 vorgesehene Aufstockung der Wohnungsbauförderung des Landes auf 2,65 Milliarden Euro pro Jahr.
Mit 57,9 Millionen Euro floss im vergangenen Jahr der Großteil der Fördergelder in Bielefeld in den Neubau von 231 öffentlich geförderten Mietwohnungen. Damit wurden beispielsweise Projekte der BGW oder der Freien Scholle gefördert. Während die BGW 60 geförderte Wohnungen im Baugebiet „Wohnen zwischen den Straßen Blackenfeld und Heidbreede“ in Jöllenbeck realisiert, baut die Freie Scholle auf dem Marktplatz Schildesche 20 geförderte Wohnungen.
Neben dem Neubau gibt es auch die Möglichkeit der Bindungsverlängerung für bestehende öffentlich geförderte Mietwohnungen. 2025 konnte für 97 Wohnungen eine Verlängerung der Bindungszeiträume bewilligt werden. Damit gilt für diese Wohnungen eine Belegungs- und Mietpreisbindung je nach Antrag um weitere 10 oder 15 Jahre.
16 Millionen Euro flossen 2025 in den Neubau von 153 Wohnheimplätzen für Studierende. Für die umfassende Modernisierung von 103 Mietwohnungen und sechs Eigenheimen wurden insgesamt 15,6 Mio. Euro bewilligt. Mit rund 4,5 Mio. Euro wurde der Erwerb von 17 Einfamilienhäusern bzw. Eigentumswohnungen gefördert, darunter vier im Neubau.