Stimmen von Betroffenen
Über Einsamkeit zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer. Das haben wir auch bei der Suche nach Menschen erlebt, die ihre Erfahrungen für das Projekt „Dazwischen“ teilen möchten. In diesem Projekt berichten nun 14 Bielefelder*innen von ihren ganz persönlichen Momenten der Einsamkeit – davon, wann und wo sie sich einsam gefühlt haben.
- Konzept: Viola Shkembi
- Fotografie: Jülide Yesilgöz
- Videoschnitt: Alina Heuer
- Statist*innen: u.a. Statisterie am Landestheater Detmold
Kontakt
Jürgen (67)
Richtig einsam unter vielen Menschen habe ich mich in der Disco gefühlt.
Irgendwie ist die Disco ein Ort der Begegnung, an dem sich Menschen mit gleichem Interesse treffen. Sie wollen zu guter Musik tanzen und feiern. Und dennoch habe ich dort keine Kontakte knüpfen können. Viele der anderen Besucher*innen sind zu zweit oder in Gruppen dort und bleiben unter sich.
Die Disco ist ein Ort, an dem man viele Menschen mit gleichen Bedürfnissen nach Musik und Tanz findet. Dennoch bleiben Gruppen von Freund*innen eher unter sich. Paare öffnen sich auch nicht unbedingt für andere, auch wenn die Motivation in die Disco zu gehen die Gleiche ist, wie bei den anderen Besucher*nnen. Für mich ist die Disco beides: Ort der Begegnung und Ort der Einsamkeit.
Klaus (65)
Im Stadion bei einem Spiel von Arminia Bielefeld. Zwischen tausenden Stimmen fühlte sich die Einsamkeit besonders laut an. Der Jubel prallte an mir ab, als wäre ich nur ein Zuschauer im eigenen Leben. Für einen Moment fragte ich mich, warum man sich gerade in der Menge so allein fühlen kann.
Gerade im Stadion fühlt sich Einsamkeit besonders stark an, weil dort Gemeinschaft, Nähe und geteilte Emotionen erwartet werden – und der Kontrast zwischen der jubelnden Menge außen und der eigenen Leere innen besonders deutlich wird.
Das Stadion verkörpert Zusammenhalt, „Wir-Gefühl“, Zugehörigkeit. Wenn du dich dort einsam fühlst, spiegelt das oft ein Bedürfnis nach einer tieferen Verbindung wider.
Mürüvet (58)
In einer Straßenbahn, die mit Menschen vollbesetzt war.
Seit einigen Monaten bin ich gezwungen, mit der Straßenbahn zur Arbeit zu fahren, weil mein Fahrrad kaputt ist. Mir ist aufgefallen, dass sehr viele Mitfahrer: innen mit ihren Handys beschäftigt sind. Ich habe gemerkt, dass mich dies sehr traurig macht. Ich fühle mich allein in der Menschenmenge, dabei würde ich mich über ein Lächeln oder einen freundlichen Blick sehr freuen und es wäre für mich ein schöner Einstieg in den Tag.
Trotz der vielen Menschen um mich herum, fühle ich mich einsam. Es gibt keine Blickkontakte, kein Lächeln. Alles ist anonym.
Adam (23)
Beim Einkaufen in einer Einkaufsstraße.
Einkaufsläden oder Einkaufsstraßen sind immer voll mit Menschen. Menschen, die Ihre To-do Listen abklappern Stück für Stück, dort vielleicht auch arbeiten oder einfach Ihre Zeit da verbringen. Andere gehen auf ein Date, während wiederum andere sich die Sachen ansehen, die sie sich nicht leisten können. Kurz gesagt: Jeder ist mit sich selbst dort beschäftigt und legt nicht viel Wert auf die Menschen um sich herum. Das Gefühl, angeschaut aber nicht wirklich gesehen zu werden, ist da sehr stark und lässt mich sehr vereinsamen.
Eine Straße, die für die Befriedigung der grundlegenden menschlichen Bedürfnisse ist, AUßER für den sozialen, emotionalen Kontakt.
Nava (25)
Zuletzt habe ich mich im Wartezimmer beim Arzt einsam gefühlt.
Obwohl andere Menschen im Raum sind, entsteht dort kaum Nähe. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt, schaut aufs Handy oder vermeidet Blickkontakt. Gleichzeitig bringt ein Arztbesuch oft Unsicherheit mit sich: Man denkt über mögliche Diagnosen nach, macht sich Sorgen oder fühlt sich angespannt. Diese Mischung aus innerer Unruhe und äußerer Distanz verstärkt das Gefühl, mit den eigenen Gedanken allein zu sein. Außerdem habe ich wenig Einfluss auf die Situation und muss einfach warten, was das Gefühl noch intensiviert.
Das Wartezimmer steht für mich für ein Gefühl von Ausgeliefertsein und Distanz. Es ist ein Ort, an dem Zeit sich zieht, Austausch kaum stattfindet und man stark mit sich selbst konfrontiert ist.
Deniz (47)
Zuletzt habe ich mich einsam gefühlt 2019, als ich aus dem Rheinland nach Bielefeld gezogen bin. Die Mischung aus dem „OWL-Temperament“ der Menschen und meinem kurzzeitigen Gefühl zwischen allen Stühlen zu sitzen, erschwerte es mir in den ersten Monaten, in Bielefeld anzukommen. Dank sozialer Kontakte in einem Sportverein, meinem frühen ehrenamtlichen Engagement in Bielefeld und durch meine damalige Freundin/heutige Ehefrau konnte ich das Gefühl der Einsamkeit nach und nach abschütteln. Als Ort würde ich symbolisch an das Leineweber-Denkmal denken, wo ich mich gerade in der Anfangszeit oft besonders einsam gefühlt habe.
Der Umzug 2019 war für mich ein starker Umbruch. Auf dem Platz des Leineweber Denkmals ist es stets sehr lebhaft, viele Menschen überqueren diesen Platz. Als ich mich jedoch auf die Bank setzte, merkte ich, wie einsam ich eigentlich bin – ein Gefühl, das ich aus meiner Zeit im Rheinland nicht kannte. Während die Menschenmenge an mir vorbeiging, sich die Leute lebhaft unterhielten, starrte ich relativ apathisch das Denkmal an, während mich eine tiefe Trauer überfiel.
In der Masse von Menschen kann man sich sehr einsam fühlen. Alle Menschen sind sehr beschäftigt, keinen interessiert es wie es dem anderen geht. Ein Gefühl von Entwurzelung.
Christina (60)
Sennestadt. Es ist nicht der Ort, an dem ich mich zuletzt einsam gefühlt habe, aber ein Ort, an dem ich mich sehr einsam gefühlt habe - das ist schon einige Jahre her. Ich komme aus einer kleinen Stadt in OWL und habe meine Ausbildung bei Bertelsmann gemacht. Gegen Ende dieser Zeit musste ich aus familiären Gründen mein Elternhaus verlassen und in meine erste eigene Wohnung ziehen. Eine bezahlbare Wohnung fand ich rund 25 Kilometer entfernt, in Sennestadt. Dort kannte ich niemanden. Besuche bei Familie und Freund*innen in meinem Heimatort konnte ich mir als Auszubildende nur selten leisten, selbst ein Telefonanschluss verschlang beinahe ein Drittel meines Gehalts. Besonders sonntags, wenn ich nicht arbeitete, war das Gefühl der Einsamkeit stark. Manchmal bin ich einfach in den Park gegangen, nur um unter Menschen zu sein. Als ich mir nach einigen Monaten endlich einen Telefonanschluss leisten konnte, wurde es etwas leichter – doch nach gut einem Jahr bin ich zurück in meinen Heimatort gezogen.
Weil ich in Sennestadt schlicht keine sozialen Anknüpfungspunkte hatte. Außer meinen deutlich älteren Vermietern kannte ich niemanden. Ich arbeitete in Gütersloh, was es zusätzlich erschwerte, vor Ort neue Kontakte zu knüpfen. Und wenn es möglich war, fuhr ich in meinen Heimatort, um meinen Freundeskreis zu sehen – das stand dem Aufbau neuer Beziehungen natürlich ebenfalls im Weg. Hinzu kam, dass der öffentliche Nahverkehr damals nur unzureichend ausgebaut war. Die Fahrten mit dem eigenen Auto konnte ich mir als Auszubildende kaum leisten. So blieb ich oft für mich.
Sennestadt ist ein durchaus lebenswerter Stadtbezirk und ich verbinde ihn auch nicht nur mit Einsamkeit. Für mich steht dieser Ort ebenso für den Beginn meiner Selbstständigkeit und für Eigenverantwortung – dort hatte ich meine erste eigene Wohnung und wunderbare Vermieter. Und doch bleibt die Erinnerung an eine Zeit, in der ich lernen musste, mit Einsamkeit umzugehen. Das Sennestadthaus ist für mich dabei weniger ein konkreter Ort als ein Symbol für diesen ganzen Lebensabschnitt. In dieser Zeit habe ich jedoch auch gelernt, mit dem Gefühl der Einsamkeit umzugehen – und das Alleinsein nicht nur auszuhalten, sondern stellenweise sogar zu schätzen.
Yolo (19)
Im Gym. Beim Probetraining, als ich in die Umkleide für Frauen* gehen musste, obwohl ich mich als Mann* identifiziere. Nur weil auf meinem Ausweis noch „weiblich“ steht.
In diesem Moment habe ich mal wieder gemerkt, wie wenig Raum es für Menschen wie mich gibt. Ich stand zwischen Frauen*, in einem Raum, der nicht meiner ist. Es war nicht laut, niemand hat etwas gesagt, aber das System selbst hat mir gezeigt: Für dich ist hier kein selbstverständlicher Platz. Und dieses Gefühl macht einsam. Diese Regelungen orientieren sich an Körperteilen statt an Identität. Viele von uns ziehen sich dann zurück. Nicht, weil wir wollen, sondern weil wir uns nicht akzeptiert fühlen. Weil wir müde sind, uns ständig erklären oder rechtfertigen zu müssen.
Das Gym ist für mich eigentlich ein Ort der Möglichkeit. Hier kann ich an meinem Körper arbeiten, hier habe ich ein Stück Kontrolle zurück in einer Phase, in der vieles, wie Operationen oder rechtliche Schritte, Zeit braucht. Das Gym könnte ein Safe space sein. Und gleichzeitig wurde er in diesem Moment zu einem Ort, der mir gezeigt hat, wie allein Minderheiten noch immer gelassen werden. Einsamkeit entsteht nicht nur, wenn niemand da ist. Sie entsteht auch, wenn kein Raum für dich da ist.
Sonja (36)
Auf einem Spielplatz. Ich war allein mit meinem Kind da und habe mich – eher mäßig motiviert – zu ein paar Karusselrunden überreden lassen.
Früher war ich in Bielefeld viel unterwegs, hatte viele Freund*innen und war oft spontan verabredet. Inzwischen sind viele meiner engen Freund*innen weggezogen, und in meiner Altersgruppe haben die meisten deutlich weniger Zeit als früher. Ich bin zwar motiviert, Freundschaften zu pflegen, aber im Alltag ist es schwer, das regelmäßig hinzubekommen – oder neue Beziehungen aufzubauen. Und obwohl ich gefühlt 1000 Menschen kenne, fehlen mir oft genau die wenigen, wirklich nahen. Auf dem Spielplatz wird mir das besonders bewusst, weil ich dort schnell ins Nachdenken komme, während mein Kind herumtobt.
Der Spielplatz steht für mich für einen Ort der „Kinderbedürfnisse“. Er macht sichtbar, wie sehr sich mein Alltag verändert hat: weniger spontan, sehr viel weniger unbeschwerte Zeit mit Freund*innen. Und er steht speziell an einem typischen Heile-Familien-Ausflug-Sonntag für dieses Gefühl, mitten unter Menschen zu sein – aber so gar nicht in Verbindung.
Arthur
Zuletzt habe ich mich vor dem Theater Bielefeld einsam gefühlt. Der Anblick des Gebäudes hat mich schlagartig an meine Zeit vor gut 20 Jahren erinnert. Damals habe ich am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg im Bereich der Schneiderei gearbeitet und war als Ankleider – als sogenannter „Dresser“ – tätig. In dieser Rolle war ich ein unverzichtbarer Teil eines riesigen, pulsierenden Organismus‘. Als ich nun hier in Bielefeld vor dem Theater stand, spürte ich plötzlich eine unerwartete, tiefe Sehnsucht zu dieser vergangenen Lebensphase. Mir wurde bewusst, wie sehr ich diese ganz spezielle Art der Zugehörigkeit und Nähe von damals vermisse.
Ein Theater ist hinter den Kulissen ein Ort der extremen Verbundenheit. Als Ankleider war ich den Schauspielern enorm nah. Ich war verantwortlich für die Kostüme und musste dafür sorgen, dass besonders die schnellen Umzüge im Halbdunkel während der Vorstellung reibungslos klappen und auch bei den nervenaufreibenden Endproben vor der Premiere alles funktionierte. Das ist pures Adrenalin, und man muss sich blind aufeinander verlassen können. Das schweißt enorm zusammen. Als ich neulich vor dem Bielefelder Theater stand und sah, wie die Menschenströme ins Foyer gingen, merkte ich schmerzlich: Ich gehöre nicht mehr zu diesem inneren Kreis. Der starke Kontrast zwischen meiner damaligen Rolle – mitten im Geschehen hinter der Bühne – und meiner jetzigen Position als unbeteiligter Zuschauer draußen vor der Tür hat in diesem Moment eine tiefe Einsamkeit in mir ausgelöst.
Das Theater symbolisiert für mich eine Welt, in der man als Teil eines großen Ganzen funktioniert, gebraucht wird und tiefes Vertrauen teilt. Gleichzeitig steht das Gebäude heute für die schmerzhafte Erkenntnis, dass dieser Lebensabschnitt vergangen ist. Einsamkeit bedeutet für mich in diesem Zusammenhang nicht, dass keine Menschen um mich herum sind. Es bedeutet den Verlust einer ganz bestimmten Rolle: Früher war ich derjenige, der im Schatten der Kulissen dafür sorgte, dass im Scheinwerferlicht alles glänzte. Heute steht dieser Ort für das Gefühl, diese intensive, fast familiäre Vertrautheit und das Adrenalin der gemeinsamen Arbeit verloren zu haben
Veit (65)
Es klingt absurd, aber im Arbeitsbereich, im Büro, in Momenten, in denen ich auf mich selbst zurückgeworfen bin.
Weil ich allein arbeite und mit der Arbeit auf mich gestellt bin. Es ist eigentlich ein Glücksraum, aber zugleich der Ort, an dem man sich die großen Fragen stellt und ich mich am stärksten infrage stelle. Dabei entstehen Selbstzweifel an der eigenen Arbeit, und genau das kann Einsamkeit hervorrufen.
Eine schwierige Frage. Neben dem privaten Umfeld und dem Zuhause mit der Familie ist es der Ort, an dem ich mich am intensivsten mit mir und meiner Arbeit beschäftige. Fotografie bedeutet auch, außerhalb zu stehen. Fotografen sind oft Einzelkämpfer und Beobachter, sie stehen am Rand und schauen genau hin.
Brigitte (77)
Zuhause an der Tür. Eine Bekannte von mir und ich haben Rummikub gespielt, gemeinsam gegessen. Als sie nach Hause ging, beschlich mich ein düsteres Gefühl. Dann habe ich mich in den Sessel gesetzt und Heimweh bekommen, nach Schwiegertochter, Sohn und Enkel.
Weil dort die Verabschiedung war und mir in dem Moment bewusst wurde, dass ich jetzt allein bin. Es kommen Ängste in mir hoch, es nicht allein zu schaffen, diffuse Ängste und Trauer. Manchmal fange ich bei Verabschiedungen einfach an zu lachen, weil ich das Gefühl habe, andere schonen zu müssen. Jeder soll im Glauben nach Hause gehen, es gehe mir gut.
Begegnung und Abschied gleichermaßen. Entweder kommt jemand oder geht. Es tut sich etwas, entweder positiv oder negativ.
Heidi (76)
Bei der Arbeit, als ich Essen zu einem Bewohner in einer Anlage für Senior*innen gebracht habe. Ich gehe immer durch ein Treppenhaus in die erste Etage und da überkommt mich ein Gefühl von Kälte. Zwischen diesen grauen Wänden und den Türen, hinter denen Leben stattfindet. Ich höre Stimmen, manchmal Lachen, Schritte, Musik. Trotzdem fühlt es sich so an, als wäre ich kilometerweit entfernt. Ich ging diese Treppe in diesem Treppenhaus wieder runter, hielt meinen Schlüssel in der Hand und ein leeres Tablett und plötzlich habe ich gemerkt, wie still es in mir ist. Und da wusste ich, ich bin einsam.
Weil hier auch viele durchgehen, aber niemand bleibt. Vielleicht auch die Atmosphäre, die ein bestimmtes Gefühl in mir hochkommen lässt. Man begegnet sich für Sekunden, nickt sich vielleicht kurz zu und verschwindet wieder. Ich bin Teil des Hauses, aber nicht Teil der Menschen darin. Und in diesem ständigen Kommen und Gehen habe ich mich plötzlich unsichtbar gefühlt.
Dieses Treppenhaus ist wie mein Gefühl. Ein Ort dazwischen. Nicht wirklich draußen, aber auch nicht angekommen. Die Stufen gehen nach oben und nach unten, alles ist möglich, aber das Gefühl bleibt.
Bärbel (76)
Komischerweise bei mir zu Hause auf dem Sofa. Das Handy in der Hand. Nachrichten, Bilder, Videos, schaue ich mir alles an. Ich habe gescrollt, als würde ich nach irgendetwas suchen und irgendwann habe ich gemerkt, dass ich aufgehört habe richtig hinzusehen. Ich habe so viel auf diesem Handy gesehen, aber es hat mich nichts wirklich erreicht. Es hat sich auch angefühlt wie warten. Aber worauf? Und genau in diesem Moment habe ich mich unglaublich einsam gefühlt. Ich war erschrocken, weil ich mich sonst zu Hause wohl fühle, aber an diesem Abend war es anders und es folgten noch mehr solche Abende.
Zuhause ist doch der Ort, an dem man sich gut fühlen sollte, mein Zuhause halt. Aber stattdessen schaue ich auf mein Handy, schaue anderen zu, warte… und ich bin irgendwie nur Zuschauerin. Ich könnte jemandem schreiben oder jemand anrufen, aber denke darüber nach, ob mich gerade jemand hören will. Und dieses Gefühl, dass die Verbindung nur einen Fingertipp entfernt ist, macht mich einsam.
Mein Wohnzimmer wirkt voll, ich habe meine Möbel, die mich fast mein ganzes Leben begleiten, Bücher, Erinnerungen und alles hat seinen Platz. Und trotzdem fühlt es sich oft so leer an. Aber vielleicht entsteht Einsamkeit auch genau da, wo man sich am wohlsten fühlen sollte. Und mir wird klar: Nähe bedeutet nicht, dass jemand für dich sichtbar ist, sondern dass dich jemand wirklich erreicht, also dein Herz erreicht.