Hitzeschutz in Bielefeld: Kostenfreies Trinkwasser an immer mehr öffentlichen Orten
| Bielefeld (bi)
Europa ist zunehmend von Hitzeextremen betroffen und auch in Bielefeld nehmen Hitzewellen zu. So hat der Deutsche Wetterdienst im Sommer 2026 bereits sieben Warnungen der Hitzewarnstufe 2 ausgesprochen, die ab 38 Grad gefühlter Temperatur gilt. In der zweiten Juni-Hälfte erlebte unsere Stadt eine historische Hitzewelle, die verschiedene städtische Maßnahmen der Hitzeaktionsplanung aktivierte und gesundheitliche Risiken extremer Temperaturen in den Fokus rückte. Hohe Temperaturen stellen eine erhebliche Belastung für den menschlichen Körper dar und sind für viele Risikogruppen, insbesondere für ältere Menschen und Vorerkrankte, gefährlich. Aus diesem Grund gibt es seit 2024 eine kommunale Hitzeaktionsplanung in Bielefeld, die Bielefelder Bürgerinnen und Bürger auf Hitze, wie auch im Fall der aktuellen Hitzewarnung für Freitag, 14. August, vorbereitet.
Aus der Hitzeaktionsplanung gehen Maßnahmen wie die Hitzepatinnen und -paten, das Hitzetelefon und die Informationsmaterialien mit Tipps zum Verhalten bei Hitze hervor. Ein weiterer, zentraler Bestandteil der Strategie ist der Maßnahmensteckbrief „Trinkmotivation“: Bürgerinnen und Bürger sollen insbesondere an heißen Tagen daran erinnert werden, ausreichend und regelmäßig Wasser zu trinken, um Kreislaufproblemen, Dehydrierung und weiteren gesundheitlichen Belastungen vorzubeugen.
Kostenfreie Versorgung mit frischem Trinkwasser
Vor allem ältere Menschen, Kinder, Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie Personen, die im Freien arbeiten oder sich längere Zeit draußen aufhalten, sind bei großer Hitze besonders gefährdet. Die Stadt Bielefeld setzt deshalb auf niedrigschwellige und alltagstaugliche Angebote, um den Zugang zu Trinkwasser im öffentlichen Raum zu erleichtern. Einen wichtigen Beitrag leisten dabei die öffentlichen Trinkwasserspender, die in Kooperation mit den Stadtwerken Bielefeld geplant und gebaut werden. Sie ermöglichen eine kostenfreie Versorgung mit frischem Trinkwasser direkt in den Stadtteilen und an stark frequentierten Orten.
Bereits heute stehen Trinkwasserspender unter anderem an der Hedwig-Dornbusch-Schule in Schildesche, am Obersee, im Tierpark Olderdissen, an der Hauptstraße in Brackwede, Am Tie in Dornberg, auf dem Marktplatz Jöllenbeck, am Bezirksamt Heepen, im Neuen Rathaus, auf dem Kesselbrink, am Martin-Luther-Platz sowie an der Pyrmonter Straße 7 im Bereich der Bushaltestelle zur Verfügung.
Weitere Standorte befinden sich in Umsetzung oder Planung. Dazu zählen unter anderem das Bethel-Eck in Gadderbaum, die Greifswalder Straße in Stieghorst, der Reichowplatz in Sennestadt, der Senner Markt sowie ein Standort an der Sparrenburg.
Die Stadtwerke Bielefeld verstehen die Bereitstellung und den Betrieb der Trinkwasserspender als wichtigen Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Ziel ist es, öffentliche Räume auch bei hohen Temperaturen lebenswerter und sicherer zu gestalten. Gleichzeitig wird das Angebot in den kommenden Jahren weiter ausgebaut.
Einen Überblick über die bereits verfügbaren und geplanten Standorte der Trinkwasserspender stellen die Stadtwerke Bielefeld online bereit. Die Übersicht ist unter www.stadtwerke-bielefeld.de/trinkwasserspender abrufbar und wird fortlaufend aktualisiert.
„Mit der Hitzeaktionsplanung verfolgt die Stadt Bielefeld das Ziel, die Bevölkerung frühzeitig für die Gefahren extremer Hitze zu sensibilisieren und gleichzeitig konkrete Unterstützungsangebote sichtbar zu machen, um hitze- und hitzemitbedingte Erkrankungen oder Sterbefälle präventiv zu vermeiden“, erklärt Martin Adamski, Dezernent für Umwelt, Mobilität, Klimaschutz, Gesundheit und Vorsitzender der Kommunalen Gesundheitskonferenz. Die öffentlichen Trinkwasserspender leisten hierzu einen wichtigen Beitrag – insbesondere an Tagen, an denen hohe Temperaturen zur gesundheitlichen Belastung werden können. Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann sagt: „Die sichere Bereitstellung von Trinkwasser ist und bleibt eine unserer zentralen Aufgaben. Darauf können sich die Menschen in Bielefeld jederzeit verlassen. Das ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge.“
Weitere Informationen zur Hitze und zum Hitzeschutz gibt es unter www.bielefeld.de/hitzeportal