Mobilstation und Stadtteilzentrum Stieghorst
Das Stadtteilzentrum Stieghorst ist mit der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 4 und dem angrenzenden Bussteigbereich ein bedeutender Versorgungs-, Aufenthalts- und Verkehrsknotenpunkt. Gleichzeitig bestehen im Umfeld städtebauliche, freiraumplanerische und verkehrliche Defizite. Diese zeigen sich insbesondere in der derzeit brachliegenden Fläche an der Stieghorster Straße 32–34, einer geringen Aufenthaltsqualität sowie lückenhaften Fuß- und Radwegeverbindungen.
Die Stadt Bielefeld beabsichtigt daher, die brachliegende Fläche neu zu entwickeln und den Bereich zu einem attraktiven Mobilitätsknotenpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität aufzuwerten. Für die Entwicklung des Grundstücks sowie angrenzender Bereiche wird derzeit eine Rahmenplanung erarbeitet. Mit der Erstellung der Planung wurde das Büro Greenbox Landschaftsarchitekten aus Osnabrück beauftragt.
Ergebnisse der Beteiligung online
Die Auswertung der Informations- und Workshopveranstaltung am 02. Juli 2026 und der Online-Beteiligung zur Rahmenplanung wurden veröffentlicht. Die einzelnen Beiträge und dazugehörigen Rückmeldungen der Online-Beteiligung können hier eingesehen werden.
Ausblick
Die Ergebnisse der Beteiligung fließen in den Vorentwurf ein. Die Vorstellung der Ergebnisse der Vorplanung ist für die Sitzung der Bezirksvertretung Stieghorst am 5. November um 17:00 Uhr vorgesehen. Im Anschluss wird das Planungsbüro den Entwurf erarbeiten, der anschließend den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt wird.
Parallel dazu führt die Stadt Gespräche mit der Wohnungseigentümergemeinschaft des Ladenzentrums sowie weiteren Eigentümerinnen und Eigentümern. Im Mittelpunkt stehen dabei die zukünftigen Entwicklungsperspektiven des Stadtteilzentrums Stieghorst sowie die Führung des Fuß- und Radwegs in Richtung Hillegossen.
Vorgesehene Maßnahmen
Die brachliegende Fläche an der Stieghorster Straße 32–34 soll zu einem modernen Mobilitätsknotenpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität umgestaltet werden. Auf der derzeit ungenutzten Fläche zwischen Stieghorster Straße und Danziger Straße soll entsprechend dem städtischen Mobilstationskonzept eine Mobilstation der Größe L entstehen.
Vorgesehen sind unter anderem:
- eine Mobilstation mit verschiedenen Mobilitätsangeboten,
- eine zugangsgesicherte und wettergeschützte Fahrradabstellanlage (z. B. für E-Bikes und Lastenräder),
- Stellflächen für Sharing-Angebote (Fahrrad, E-Scooter und Auto),
- Informationsangebote (unter anderem Infostelen mit dynamischer Fahrgastinformation),
- Serviceangebote wie eine Fahrradreparatursäule,
- barrierefreie Zugänge,
- Sitz- und Aufenthaltsbereiche,
- Begrünungs- und Verschattungselemente,
- eine öffentliche Toilette,
- sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger.
Die bestehende Radroute durch Stieghorst soll attraktiver, direkter und sicherer gestaltet werden. Hierfür werden verschiedene Möglichkeiten geprüft, um die bislang umwegige Führung zu verbessern und den Grünzug besser mit dem Zentrum sowie dem Stadtteil Hillegossen zu verknüpfen.
In Abstimmung mit den Eigentümer*innen sollen Ideen für die Neugestaltung des bestehenden Quartiersplatzes und der Wegebeziehungen entwickelt werden. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, Treffpunkte für unterschiedliche Altersgruppen zu schaffen, Grünflächen auszubauen und die Verbindung zwischen Stadtbahnhaltestelle und Zentrum zu verbessern.
Ziele der Planung
- Verbesserung der Mobilität durch die Verknüpfung von Stadtbahn, Bus, Fahrrad, Sharing-Angeboten und Fußverkehr in einer Mobilstation.
- Steigerung der Aufenthaltsqualität durch attraktive, grüne und barrierefreie Plätze und Freiräume.
- Stärkung der Radhauptroute als durchgängige und sichere Verbindung in Richtung Grünzug.
- Aufwertung des Ladenzentrums als lebendiger Treffpunkt mit attraktiven Aufenthalts- und Nutzungsangeboten für alle Generationen.
Für eine zukunftsgerechte Umgestaltung der Fläche werden folgende Kriterien besonders berücksichtigt:
- Barrierefreiheit für alle Nutzergruppen
- Sichere Wege für den Fuß- und Radverkehr
- Erhalt bestehender Bäume und Grünflächen
- Klimaanpassung und Starkregenvorsorge
- Nachhaltige Materialien und energieeffiziente Beleuchtung
- Berücksichtigung der Belange von Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Besuchenden