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Rochdale Kasernen

Bielefeld war ab 2013 das Hauptquartier der britischen Truppen in Deutschland. Nach der Ankündigung über den geplanten Abzug bis Ende 2019 hat die Verwaltung eine Arbeits-, Prozess- und Beteiligungsstruktur erarbeitet und durch den Rat beschließen lassen. Ziel war die zügige Klärung der zivilen Nachnutzung der militärischen Flächen (Catterick und Rochdale Barracks) sowie der dazugehörigen Wohnstandorte. 
Die militärische Nutzung der „Catterick Barracks“ an der Detmolder Straße 440 (33 Hektar) und der „Rochdale Barracks“ an der Oldentruper Straße 65 (9 Hektar) ist im Frühjahr 2020 offiziell aufgegeben worden. Die Kasernenflächen wurden von der britischen Armee an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zurückgegeben. Diese prüft nun, ob ein übergeordneter bundeseigener Bedarf an Flächen oder Gebäuden besteht.
Zeitgleich erarbeitet die Stadt Bielefeld eigene Nachnutzungskonzepte. Dafür wurden sogenannte „Vorbereitende Untersuchungen“ (VU) nach § 165 BauGB eingeleitet. Sie sind nach dem Baugesetzbuch die notwendige Grundlage für die Durchführung von städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen. In den vorbereitenden Untersuchungen werden die städtebaulichen, verkehrlichen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen analysiert und in einem Strukturkonzept zusammengeführt. Ein städtebaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb wird die weiteren Perspektiven der ehemalige Kasernenstandorte nachfolgend klären. Für die Wohnstandorte werden städtebauliche Konzepte erarbeitet.