Standesamt zieht Bilanz: Trauungen, Geburten und beliebte Vornamen in Bielefeld
| Bielefeld (bi)
Das Bielefelder Standesamt hat im Jahr 2025 insgesamt 1.253 Trauungen beurkundet, außerdem 4.219 Geburten und 4.213 Sterbefälle.
Trauungen: August wieder beliebtester Monat zum Heiraten
In Bielefeld haben sich im vergangenen Jahr 1.253 Paare durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standesamtes trauen lassen. Das sind 24 Eheschließungen weniger als noch 2024. Unter den Frischvermählten sind 31 gleichgeschlechtliche Paare (bei 15 Trauungen waren beide Ehegatten männlich, bei 16 waren beide Eheleute weiblich). Zusätzlich wurden vier bestehende Lebenspartnerschaften in eine Ehe umgewandelt. Auch 57 im Ausland geschlossene Ehen wurden im Bielefelder Eheregister nachbeurkundet.
974 Ehegatten haben einen gemeinsamen Familiennamen bestimmt, wobei 85 Prozent der Paare den Namen des Ehemannes und 11 Prozent der Paare den Namen der Ehefrau gewählt haben. Bei 279 Eheschließungen wurde kein Ehename angegeben, so dass die Eheleute ihre bisherigen Namen behalten.
Der beliebteste Monat zum Heiraten war (wie in den drei Vorjahren) der August mit 153 Eheschließungen. Es folgten die Monate Mai (147), Juni (141), Juli (140) und September (133).
In Bielefeld gibt es verschiedene Trauorte: Am beliebtesten waren dabei (wie schon in den zwei Vorjahren) das Standesamt im Neuen Rathaus mit 418 Eheschließungen, gefolgt vom Alten Rathaus (325). Auch an den externen Trauorten gingen viele Paare den Bund der Ehe ein; an der Sparrenburg (210 Trauungen), dem Museum Huelsmann (69) und dem Museumshof Senne (60). Aufgrund von Sanierungsarbeiten stand die Sparrenburg nicht das ganze Jahr für Eheschließungen zur Verfügung.
Informationen zu den Eheschließungen bei der der Stadt Bielefeld gibt es hier: www.bielefeld.de/eheschliessungen
Geburten und Sterbefälle: Mehr Jungen als Mädchen geboren
2025 wurden 4.219 Geburten durch das Standesamt Bielefeld beurkundet, das sind 102 Geburten weniger als im Vorjahr. 2024 wurde 4.321 Geburten verzeichnet, 2023 waren es 4.201 Geburten.
52 Prozent der Neugeborenen waren männlich, 48 Prozent waren Mädchen. Zusätzlich wurden 38 Auslandsgeburten im Bielefelder Geburtenregister nachbeurkundet, im Vorjahr waren es noch 60 Auslandsgeburten.
Seit 2014 gibt es in Deutschland die Möglichkeit, ein Kind im Rahmen einer vertraulichen Geburt auf die Welt zu bringen. Dadurch wird eine geschützte und medizinisch betreute Geburt ermöglicht. Bei einer vertraulichen Geburt erfolgt die Beurkundung ohne Angabe zur Mutter und zum Vater. 2025 wurde keine vertraulichen Geburten in Bielefeld beurkundet. Seit Einführung der vertraulichen Geburt wurden sechs solcher Geburten in der Stadt durchgeführt.
Das Standesamt Bielefeld hat im vergangenen Jahr 4.213 Sterbefälle beurkundet, das sind 96 weniger als 2024. Davon wurden zwei Sterbefälle von Personen nachbeurkundet, die im Ausland verstorben sind.
Vornamen: Noah und Lina lösen Ben und Emilia als Spitzenreiter ab
Die beliebtesten Vornamen in Bielefeld haben sich seit dem Vorjahr verändert: Noah führt mit 39 Nennungen die Top Fünf der Jungennamen an (so auch schon 2022). Beliebt waren außerdem die Namen Leon (22), Theo (22), Felix (20) und Miran (20). Ben, der beliebteste Vorname von 2024, landete auf Platz sieben.
Auch bei den Mädchen gab es einen Wechsel des beliebtesten Vornamens. War 2024 noch Emilia der häufigste Mädchenname für Neugeborene, wurde 2025 Lina 26 Mal als erster Vorname gewählt – wie schon 2023. In der Top Fünf der Mädchennamen folgen Lia (22) auf Platz zwei, anschließend Ella (20), Ida (20) und Mila (17).
1.115 Babys erhielten zwei Vornamen, 78 Kinder tragen drei Vornamen und sechs erhielten zur Geburt mehr als drei Vornamen. Bei Jungen war Friedrich mit 10 Nennungen der beliebteste zweite Vorname, gefolgt von Gabriel (9), Elias (8), Maximilian (8) und Valentin (7). Der beliebteste zweite Vorname bei Mädchen war, wie schon in den drei Vorjahren, Sophie (33), gefolgt von Marie (30), Maria (16), Luise (8) und Mia (8).
Hinweis zur Datengrundlage
Es handelt sich bei den oben genannten Zahlen um die in 2025 durch das Standesamt Bielefeld beurkundeten Fälle. Diese Zahlen können bei Geburten und Sterbefällen von den tatsächlichen erfolgten Geburten und Sterbefällen abweichen. Das liegt unter anderem auch daran, dass Fälle zum Jahresende erst im Folgejahr beurkundet werden können.
Seit 2023 veröffentlicht auch die IT.NRW vorläufige Geburtsstatistiken für Nordrhein-Westfalen. Für 2024 schätzt IT.NRW die Zahl der Geburten von Bielefelderinnen auf 3.000. Damit verzeichnet Bielefeld weniger Neugeborene als 2024, mit einem Rückgang von 3,5 Prozent. In ganz NRW gingen die Geburten um 2,6 Prozent zurück.
Das Standesamt Bielefeld gibt 4.219 beurkundete Geburten für Bielefeld an. Die unterschiedlichen Zahlen lassen sich durch eine andere Datengrundlage erklären: Das Standesamt Bielefeld erfasst die beurkundeten Geburten in Bielefeld (unabhängig vom Hauptwohnsitz der Mütter), die IT.NRW erfasst alle Geburten der Mütter mit Hauptwohnsitz in Bielefeld (unabhängig vom Geburtsort).
Die IT.NRW erhält ihre Daten aus einer Schätzung des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen. Das Schätzverfahren basiert auf vorläufigen Ergebnissen für 2025 sowie auf der Auswertung von Vorjahreswerten.