Gute Nachrichten für Familien: Betreuung der Grundschulkinder sichergestellt
Die Stadt Bielefeld und die Träger sichern OGS-Betreuung für Erstklässler und schaffen Perspektiven für ältere Grundschulkinder
| Bielefeld (bi)
Für das Schuljahr 2026/2027 ist eine verlässliche Betreuung der Grundschulkinder sichergestellt: Alle Kinder, die zum 1. August 2026 eingeschult worden sind und von ihren Eltern für die Offene Ganztagsschule (OGS) angemeldet wurden, haben zum Schulbeginn einen Betreuungsplatz erhalten. Auch für Kinder der Klassen 2 bis 4 können Betreuungsangebote bereitgestellt werden.
Ab dem 1. August 2026 gilt bundesweit der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, zunächst für Kinder der ersten Klassen. In den folgenden Jahren wird dieser Anspruch schrittweise auf alle Grundschuljahrgänge ausgeweitet.
„Mit der Erfüllung des Rechtsanspruchs schaffen wir Verlässlichkeit für Familien. Dabei haben wir nicht nur die Erstklässlerinnen und Erstklässler im Blick: Auch für die Kinder der Klassen 2 bis 4 können wir ein gutes Betreuungsangebot bereitstellen. Das gibt Eltern Planungssicherheit und den Kindern Kontinuität in ihrem Schulalltag“, betont Birgit Beckermann, Beigeordnete für Schule, Bürger, Kultur und Sport.
Die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung ist für die Stadt als Schulträgerin und die Träger der Betreuungsangebote mit erheblichen organisatorischen, personellen und finanziellen Herausforderungen verbunden. Mit dem wachsenden Betreuungsbedarf von Jahr zu Jahr müssen zusätzliche Plätze geschaffen, geeignete Räumlichkeiten bereitgestellt und ausreichend qualifiziertes Personal gewonnen werden. Gleichzeitig gilt es, die pädagogische Qualität der Angebote zu sichern und weiterzuentwickeln.
Besonders gefordert sind dabei die Mitarbeitenden in den Offenen Ganztagsschulen. An einigen Standorten müssen mehr Kinder in den vorhandenen Räumlichkeiten betreut und pädagogisch begleitet werden. Ziel aller Beteiligten ist es, auch unter diesen herausfordernden Bedingungen einen verlässlichen und kindgerechten Ganztag zu gewährleisten.
„Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit der Stadt und den Schulen allen angemeldeten Kindern der ersten Klassen einen OGS-Platz anbieten konnten. Gleichzeitig bringt der Ausbau des Ganztags für unsere Mitarbeitenden große Herausforderungen mit sich, insbesondere dort, wo mehr Kinder in den vorhandenen Räumlichkeiten betreut werden müssen als bisher. Umso wichtiger ist es, bei der weiteren Entwicklung des Ganztags die pädagogische Qualität und die Bedürfnisse der Kinder, aber auch die Leistungsgrenzen unserer OGS-Teams im Blick zu behalten“, sagt Nadine Friedrichs vom AWO Kreisverband Bielefeld e.V., einem der größten OGS-Trägerinnen in Bielefeld.
Dass das Betreuungsangebot in diesem Umfang bereitgestellt werden kann, ist auch das Ergebnis einer engen und engagierten Zusammenarbeit zwischen Stadt, OGS-Trägern und Schulen. Die Stadt Bielefeld hebt insbesondere die große Einsatzbereitschaft, Flexibilität und das verantwortungsvolle Handeln der OGS-Träger und ihrer Mitarbeitenden hervor.
Zugleich ist allen Beteiligten bewusst, dass der weitere Ausbau des Ganztags auch in den kommenden Jahren gemeinsame Anstrengungen erfordern wird. Die Stadt Bielefeld kommt ihrer Verantwortung nach, die notwendigen baulichen Maßnahmen zeitnah voranzutreiben und damit gute räumliche Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit zu gewährleisten. Die OGS-Träger stellen sicher, dass ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht.
„Die Ausweitung der Ganztagsbetreuung ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur im engen Schulterschluss aller Beteiligten gelingen kann. Unser besonderer Dank gilt den OGS-Trägern, den Schulleitungen sowie allen Mitarbeitenden, die mit großem Engagement dazu beigetragen haben, dass jedem angemeldeten Kind ein Platz angeboten werden kann. Diese gemeinsame Leistung verdient große Anerkennung“, ergänzt Susanne Beckmann, Leiterin des Amtes für Schule.
Für viele Familien schafft das verlässliche Betreuungsangebot zugleich wichtige Planungssicherheit und erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Insbesondere berufstätige Eltern sind auf eine verlässliche Betreuung ihrer Kinder über den Unterricht hinaus angewiesen. Für die Kinder bedeutet das Angebot zugleich Kontinuität und Betreuung in ihrem vertrauten schulischen Umfeld.
Dabei berücksichtigt die Stadt Bielefeld auch die unterschiedlichen Bedarfe und Lebenssituationen der Familien. Nicht alle Eltern benötigen oder wünschen für ihr Kind einen Platz im Offenen Ganztag. Einige Familien entscheiden sich bewusst für eine Übermittagsbetreuung bis 13.30 Uhr, andere nehmen kein schulisches Betreuungsangebot in Anspruch, weil die Betreuung beispielsweise innerhalb der Familie sichergestellt werden kann.
Mit dem weiteren Ausbau der Ganztagsbetreuung stärkt die Stadt Bielefeld sowohl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als auch die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern. Gemeinsam mit den Schulen und den OGS-Trägern wird sie den in den kommenden Jahren schrittweise auf weitere Jahrgänge anwachsenden Rechtsanspruch verantwortungsvoll und vorausschauend umsetzen und dabei Verlässlichkeit und Qualität gleichermaßen im Blick behalten.
Im Schuljahr 2025/2026 besuchten 8.468 Kinder die OGS an städtischen Schulen. Für das Schuljahr 2026/2027 wurden 8.962 Kinder für einen OGS-Platz angemeldet. Damit ist die Zahl der betreuten Kinder innerhalb eines Jahres um 494 Kinder gestiegen. Auch für die kommenden Jahre geht die Stadt Bielefeld von einem weiter wachsenden Bedarf an OGS-Plätzen aus.
Weitere Informationen zum Wechsel in die Grundschule sind abrufbar unter www.bildung-in-bielefeld.de.