Deponie AA 115 Belzen
Die Deponie Belzen wurde 1973 Jahre in einer ehemaligen Tongrube errichtet und im Laufe der Abfalleinlagerung zweimal erweitert. Nach Einstellung des Betriebes 1980 wurde die Deponie abgedeckt und rekultiviert. Die Deponie ist nach 45 Jahren kaum noch als solche zu erkennen, da auf den Böschungen Gehölze gepflanzt wurden, welche das Plateau der Deponie vollständig umgeben.
Das entstehende Deponiegas - darunter Methan - wird aktuelle über Gasdrainagen zur horizontalen Deponiegasfassung in eine Sammelleitung geleitet und anschließend einer kompakten Hochtemperaturfackel zur Verbrennung zugeführt.
Mit der Potentialanalyse konnte gezeigt werden, dass weiterhin Methan im Deponiekörper gebildet wird und ein deutliches Einsparpotential an Treibhausgasemissionen von 82 % vorhanden ist. Aufgrund des naturgemäßen Rückgangs der Deponiegasbildung im Laufe der Zeit ist die vorhandene Anlagentechnik für das mittlerweile anfallende Deponiegaspotenzial deutlich überdimensioniert und hat die untere Leistungsgrenze erreicht.
Daher soll als neues Verfahren zur Deponiegasbehandlung eine Schwachgasbehandlungsanlage errichtet werden. Das vorhandene Gasfassungssystems ist für den kontrollierten Übersaugungsbetrieb generell geeignet und wird im Rahmen der Gesamtmaßnahme in geringem Umfang ertüchtigt, um einen sicheren, optimalen und störungsfreien Betrieb zu gewährleisten.