Deponie AA 051 Senne

Die Deponie Senne wurde ursprünglich durch den Zweckverband Müllbeseitigung Raum Bielefeld als Verfüllung einer ehemaligen Sandgrube betrieben und in der Folgezeit von der Stadt Bielefeld als Betreiberin übernommen. Die ca. 14 ha große Fläche wurde von 1972 bis 1981 mit Hausmüll und nach Inbetriebnahme der Müllverbrennungsanlage im Jahre 1982 bis zur Stilllegung im Jahre 1998 nur noch mit Reststoffen (überwiegend Bauschutt) verfüllt. In den Jahren 1995 bis 2002 erfolgte die Oberflächenabdichtung und Rekultivierung der Deponie mit Aufforstung der gesamten Deponiefläche als Niederwald. 

Die Entgasungsanlage bestehend aus Gasverdichterstation samt Hochtemperaturfackel ist inzwischen technisch stark veraltet, zudem ist die Anlagentechnik nicht mehr ausreichend verfügbar. Momentan sind einige der Gasbrunnen nicht in die Entgasung eingebunden, da diese entweder über Wassereinstauungen bzw. Wassersäcke oder lufteintragende Defekte eingeschränkt werde. Messungen haben gezeigt, dass im Deponiekörper jedoch weiterhin relevante Methanmengen vorhanden sind. 

Aus Gründen des Klimaschutzes sowie zur Sicherstellung einer kontinuierlichen Entgasung ist daher die Errichtung einer neuen Gasbehandlungsanlage unerlässlich.

Die Deponie erhält eine neue Gasbehandlungsanlage mit einer möglichen Behandlung von Schwachgas. Dazu müssen unter anderem

  • eine geeignete Deponiegasentsorgungsanlage zur Behandlung von Schwachgas installiert,
  • die Gasverdichterstation umgerüstet,
  • defekte Gasbrunnen / Gasbrunnenköpfe ertüchtigt und 
  • Gasbrunnen zu Lufteintragsbauwerken umgerüstet werden.

Bei der aeroben In-situ-Stabilisierung wird gezielt Luft in die Deponie eingebracht. Dadurch entsteht deutlich weniger des stark klimaschädlichen Methans; stattdessen werden die verbliebenen organischen Stoffe schrittweise abgebaut und die Deponie langfristig stabilisiert. 

Das bedeutet:

  • weniger klimaschädliche Emissionen
  • eine bessere Kontrolle des Gasaufkommens
  • langfristig eine verkürzte Nachsorgezeit