Politisches Winterkino „Teilhabe. Punkt.“: Filmreihe macht Mut zur Selbstbestimmung
| Bielefeld (bi)
Wie viel Mut braucht es, um die eigenen Träume zu verwirklichen? Welche Hürden stehen Menschen mit Behinderungen im Alltag im Weg? Und wie können sie für ihre Rechte und politische Teilhabe eintreten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die neue Filmreihe „Teilhabe. Punkt.“, die insbesondere Menschen mit Behinderungen einlädt, gemeinsam Filme anzuschauen, Erfahrungen auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme ist kostenlos. Für 2027 ist zudem ein Bürgerdialog zum Thema Selbstbestimmung geplant, der die Gespräche und Impulse aus der Filmreihe aufgreifen soll.
Die Filmreihe wird von der Stadt Bielefeld, der LWL Sozialstiftung, dem Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben und dem Café 3B organisiert. Gebärdensprachdolmetscherinnen und -dolmetscher begleiten die Veranstaltungen. Fragen beantwortet das Café 3B unter Tel. 0521 60202 oder per E-Mail an cafe3B [ät] t-online.de (cafe3B[at]t-online[dot]de).
Dokumentarfilm „was uns bewegt“ am 3. November mit Regisseur-Gespräch
„‚was uns bewegt‘ zeigt, dass Selbstbestimmung innere Hürden überwinden heißt – und dass Menschen mit Behinderung dafür engagierte Unterstützer und Förderer brauchen,“ beschreibt Mesut Can vom Café 3B den ersten Film des politischen Winterkinos. Zum Auftakt wird am Dienstag, 3. November, von 17 bis 20 Uhr der Dokumentarfilm „was uns bewegt“ im Event Loft (Ritterstraße 8) gezeigt. Der Film begleitet Tobias, der im Rollstuhl sitzt und sich gemeinsam mit acht Freunden auf den Jakobsweg begibt. Im Anschluss an die Filmvorführung berichtet Regisseur Oliver Stritzke über die Entstehung des Films, die gemeinsame Reise und die Herausforderungen, denen die Gruppe begegnet ist. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen zu teilen.
„Im Film wird deutliche, dass es immer ein Wagnis ist, seine eigenen Träume zu verwirklichen, wenn die Umwelt nicht barrierefrei ist und noch keine passenden Lösungen und Wege bereitstehen. Und gleichzeitig zeigt der Film, dass es sich lohnt, sich auf den Weg zu machen und sich den Herausforderungen zu stellen, denn erst so wird das angeblich Unmögliche möglich“, sagt Malin Butschkau vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben.
Zweiter Filmabend mit „Der Sommer der Krüppelbewegung“ am 16. November
Am Mittwoch, 16. Dezember, wird das Winterkino mit dem Dokumentarfilm „Der Sommer der Krüppelbewegung“ fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen mit Behinderungen durch Protest, politische Aktionen und gemeinsames Engagement ihre Rechte einfordern, verteidigen und gesellschaftliche Veränderungen anstoßen können. Der Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben. Der zweite Filmabend findet in Kooperation mit dem AWO Jugendwerk OWL im Rahmen des Projekts „Partnerschaft für Demokratie“ statt.