Rosengarten
Der Rosengarten befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Rudolf-Oetker-Halle, zum Bürgerpark und zum Fachbereich Gestaltung der Hochschule Bielefeld. Mit finanziellen Mitteln aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ wurde die einst repräsentative Anlage in 2024 und 2025 zu einem Vorzeigeprojekt für einen klimaresilienten und zukunftsweisenden Stadtpark umgebaut. Ziel der Neugestaltung war es auch, den Pflegeaufwand für die Grünunterhaltung zu reduzieren und den Rosengarten stärker auf die Bedürfnisse der Bürger*innen auszurichten.
Besonderheiten des Rosengartens
Ein Highlight der Anlage ist der Rosenerlebnisbereich. Er rückt die namensgebende Pflanze wieder in den Mittelpunkt der Parkanlage. Gepflanzt wurden hier insektenfreundliche, möglichst schädlingsresistente Rosen mit langer Blütezeit und hohen Pollenmengen. In den Hochbeeten finden sich Duftrosen und duftspendende Kräuter direkt auf Nasenhöhe. Die Sitzgelegenheiten sind teilweise durch Pergolen beschattet, sodass auch an heißen Sommertagen der Rosenerlebnisbereich zum Verweilen einlädt.
Im übrigen Park finden sich zahlreiche Stellen mit weiteren Staudenmischungen. Gepflanzt wurden Sorten wie beispielsweise Schafgarbe, Kugeldistel, Wollziest, Sonnenhut oder Wald-Windröschen. Sie sollen die biologische Vielfalt im Garten steigern und im Idealfall widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels sein
Ausbleibende Regenfälle sowie Extremwetter machen das Regenwassermanagement für Parkanlagen immer mehr zu einer Herausforderung. Daher hat der UWB im Rosengarten an verschiedenen Stellen Retentionsräume geschaffen, die Regenwasser speichern bzw. bei Starkregenereignissen Wassermassen auffangen können.
Ein weiteres Highlight ist der große Blütenhain, für den rund 50 Bäume neu angepflanzt wurden. Hierfür wurden unter anderem Zierkirschen ausgewählt, die im Frühjahr den Rosengarten auch schon von der Straße aus zu einem Blickfang machen. Prägnante Gehölze wie Magnolien und Blütenhartriegel, die bereits vor der Umgestaltung in der Anlage prachtvoll wuchsen, wurden freigestellt. Dabei wurde auch der bestehende Wall zur Stapenhorststraße abgetragen – mit dem Ergebnis, dass die in der Grünanlage entstehende Kaltluft in die Siedlung hinein abfließen kann und nun ein direkter Blick in den Park hinein möglich ist.
In einem eigenen Fitnessbereich laden ein Bodentrampolin, ein Balancierbalken und ein Reck zur aktiven Bewegung ein. Der farbenfrohe Kunststoffbelag in dem Bereich ist so gestaltet, dass er auch für Bodenübungen genutzt werden kann.
Von der Stadtbahnhaltestelle Rudolf-Oetker-Halle aus ist es problemlos möglich mit Kinderwagen und Rollstuhl in den Park zu gelangen. Ein neues Entree mit Sitzmauer und Hochbeet bildet einen der zahlreichen barrierefreien Eingänge in die Parkanlage. Außerdem finden sich im gesamten Park verteilt gut 20 Fahrradbügel zum Anschließen von Fahrrädern.
Auch der Pflegeaufwand für die Grünunterhaltung ist durch die (Standort-)Auswahl der Pflanzen verringert. Außerdem lassen die Gärtnerinnen und Gärtner des UWB bewusst Rasenflächen ungemäht: Auch das reduziert den Arbeitsaufwand und dient der Insektenwelt.
Um herauszufinden, was sich die Bielefelderinnen und Bielefelder für ihren Rosengarten wünschen, hat der Umweltbetrieb im Sommer 2022 eine Bürgerbeteiligung durchgeführt. Dazu zählten ein Parkspaziergang, ein Workshop, eine Online-Beteiligung sowie ein Briefkasten vor Ort, in den die eigenen Ideen und Wünsche eingeworfen werden konnten. Insgesamt 593 Anregungen und Online-Bewertungen von Bürgerinnen und Bürger haben die Mitarbeitenden der Abteilung Freianlagenplanung im UWB dafür ausgewertet.