UPDATE: Rothirsch „Mike“ noch nicht in den Tierpark zurückgekehrt

| Bielefeld (bi)

UPDATE, 17. April 2026, 9 Uhr:

Der entlaufene Rothirsch „Mike“ hält sich weiterhin in der nahen Umgebung zum Tierpark und seiner Anlage auf, bislang ist er aber noch nicht in sein Gehege zurückgekehrt.

Am gestrigen Donnerstag wollten die Mitarbeitenden des Tierparks einen erneuten Narkoseversuch unternehmen, als der Rothirsch etwa 40 Meter entfernt von seinem Gehege lag. Während sich Cheftierpfleger Markus Hinker mit dem Narkosegewehr anpirschen wollte, stand der Hirsch jedoch auf und bewegte sich oberhalb des Tierparks auf dem „Teppichweg“ Richtung Walhalla-Kreuzung. Er verharrte dort und lief in spitzem Winkel wieder auf den Kahlen Berg hinauf, wo er in der Vegetation verschwand.

„Der Hirsch ist zwar beim Anpirschen aufgescheucht worden, hat aber keine Narkosespritze durch das Betäubungsgewehr erhalten“, erklärt Tierparkleiter Dr. Benjamin Ibler. „Er nimmt den Bereich am Tierpark nach wie vor als sicheren Bereich wahr. Wenn hier ein Schuss mit dem Narkosepfeil erfolgt, müssen wir uns sicher sein, dass er erfolgreich ist.“

Neu ist jetzt, dass nicht mehr das Tor zum bisherigen Teil der Rothirsch-Anlage offensteht. Das Weibchenrudel hat jetzt in diesen Teil Nahe des Wolfgeheges gewechselt. Stattdessen soll „Mike“ nun der Zugang zum mittleren Gehege angrenzend an die Mufflons ermöglicht werden. „Der Eingang in dieses Gehege ist weniger exponiert als der neben den Wölfen. Zudem riecht es dort frischer nach Weibchen“, erläutert Ibler die Entscheidung.

„Wir beobachten weiterhin, dass sich der Hirsch in der Nähe seiner geschützten Heimstatt aufhält. Obwohl in der Natur zu dieser Jahreszeit der Rudelzusammenhalt weniger ausgeprägt ist, sucht ‚Mike‘ trotzdem offensichtlich die Nähe. Erst letzte Nacht von Donnerstag auf Freitag haben wir seine Spuren nahe den Weibchen gefunden“, so der Tierparkchef. „Das stimmt uns weiterhin optimistisch, dass er in sein Gehege und zu seinem gewohnten Rudel zurückkehrt.“

Der Tierpark bittet weiterhin um folgende Punkte:

  • Bitte beteiligen Sie sich nicht aktiv an der Suche nach dem Rothirsch.
  • Wenn Sie sich im Wald aufhalten: Vermeiden Sie Lärm, halten Sie unbedingt Ihren Hund an der Leine und verlassen Sie bitte nicht die Wege. Das Gebiet oberhalb des Tierparks ist ein Landschaftsschutzgebiet.
  • Bitte informieren Sie den Tierpark, wenn Sie den Rothirsch „Mike“ sehen sollten, im Idealfall unmittelbar nach der Sichtung. 

UPDATE, 16. April 2026, 10 Uhr:

Bislang ist die Situation rundum Hirsch „Mike“ unverändert, das heißt, er ist noch nicht in seine Anlage zurückgekehrt. Am frühen Donnerstagmorgen hatten die Mitarbeitenden des Tierparks eine Suchfahrt unternommen.

„Hirsche sind bekannt dafür, sich auch sehr heimlich verhalten zu können. Besonders in der so genannten Feistzeit, die aber erst in ca. zwei bis zweieinhalb Monaten einsetzt. In der Feistzeit futtern sie sich Energie für die Brunft an“, erläutert Tierparkleiter Dr. Benjamin Ibler.

„Wir setzen weiterhin darauf, rundum den Tierpark und insbesondere das Rotwildgehege für Ruhe zu sorgen, damit sich das positiv auf die Bereitschaft zur Heimkehr auswirkt“, so Ibler. „Bitte unterstützen Sie uns dabei, indem Sie sich im Wald ruhig verhalten und uns bei Sichtung des Tieres informieren.“ 

Meldung vom 15. April 2026, 10 Uhr:

Der entlaufene Rothirsch aus dem Tierpark Olderdissen ist bislang noch nicht nach Olderdissen zurückgekehrt. „Am gestrigen Dienstagmorgen und über den Tag hinweg war von ihm nichts zu sehen. Am späten Nachmittag wurde der Hirsch jedoch von einer aufmerksamen Wanderin unmittelbar an der Tierparkgrenze bei den Hochlandrindern entdeckt“, berichtet Tierparkleiter Dr. Benjamin Ibler.

Nach der Sichtung oberhalb des Tierparks sind Tierparkmitarbeitende ihm über eine längere Strecke durch den Wald gefolgt und haben versucht, sich ihm vorsichtig zu nähern. „Leider war der Versuch, ihn zu narkotisieren, nicht erfolgreich“, erklärt der Tierparkleiter und ergänzt: „Wir wissen nun jedoch, dass sich der Hirsch in den vergangenen zwei Tagen grundsätzlich nicht weit vom Tierparkgelände entfernt hat und sich offensichtlich im Umfeld seiner Heimstatt aufhält.“

Der Tierpark bittet die Bielefelder Bürgerinnen und Bürger weiterhin darum, den Hirsch bei einer Sichtung nicht zu beunruhigen und die Mitarbeitenden zu informieren – am besten unmittelbar telefonisch unter der Rufnummer 0521 51-2956 oder alternativ per E-Mail an forsten.tierpark [ät] bielefeld.de (forsten[dot]tierpark[at]bielefeld[dot]de).

„Bitte starten Sie keine aktive Suche nach dem Hirsch“, appelliert Ibler. „Wenn Sie an diesen schönen Frühlingstagen einen Spaziergang durch den Wald machen, gelten die gleichen Verhaltensregeln wie sonst auch im Wald: Vermeiden Sie Lärm und halten Sie Ihre Hunde an der Leine, um den Hirsch nicht zu verschrecken.“