KlimaCampus 2026 – Bielefelder Schulen zeigen, wie Klimaschutz und Bildung zusammenwirken

| Bielefeld (bi)

Der KlimaCampus bringt seit inzwischen drei Jahren Schulen, außerschulische Bildungspartner, Verwaltung und Stiftungen zusammen und hat sich zu einem wichtigen Netzwerk für Klimabildung in der Bildungsregion Bielefeld entwickelt. Das vielfältige Programm des KlimaCampus 2026 mit Exkursionen, Projektpräsentationen, Vernetzung und Auszeichnungen haben in diesem Jahr über 300 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen aus rund 30 Bielefelder Schulen – von der Grundschule bis zum Berufskolleg – wahrgenommen.

Am vergangenen Montag und Dienstag, 6. und 7. Juli, erlebten die Schülerinnen und Schüler an außerschulischen Lernorten praxisnahe Einblicke in die Themen BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung), Klimaschutz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. So konnten Tiere auf dem Sentana-Hof gestreichelt und erlebt werden, Schülerinnen und Schüler erkundeten das Holzkraftwerk der Stadtwerke Bielefeld, das Ökosystem Bach und es wurde nachhaltig gekocht.

Schuldezernentin Birgit Beckermann und Umweltdezernent Martin Adamski eröffneten den zweiten Tag des Klimacampus. Die Kinder und Jugendlichen lernten im Freizeitzentrum Baumheide in Workshops mehr über die Themen Biodiversität, Lebensmittelverschwendung und Solartechnik.

„Energiesparen macht Schule“: Schulischer Energieverbrauch um 3 Prozent zurückgegangen 

Ein besonderer Programmpunkt der Veranstaltung war das 30jährige Jubiläum und die Auszeichnung der Schulen im Programm „Energiesparen macht Schule“. Rund 60 kommunale Schulen aller Schulformen engagieren sich hier kontinuierlich für Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Schulalltag – einige bereits seit Beginn des Programms im Jahr 1996. Im vergangenen Schuljahr konnten die teilnehmenden Schulen ihren Energieverbrauch durchschnittlich um rund drei Prozent senken. Diese Einsparung entspricht dem jährlichen Energieverbrauch von zwei Grundschulen. Für ihr Engagement erhalten die Schulen in diesem Jahr Prämien in Höhe von insgesamt 27.000 Euro.

Oberbürgermeisterin Bauer lobt Einsatz der Schulen für die Nachhaltigkeit

Präsentiert wurden neben den Workshops die Projekte von elf Schulen, die eine Förderung aus dem Bildungsfonds KlimaSchule erhalten haben. Der von der Hüttemann-Stiftung mit jährlich 15.000 Euro geförderte Fonds ermöglicht Bielefelder Schulen Zuschüsse von bis zu 1.000 Euro für partizipativ entwickelte Projekte rund um Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die Bandbreite der geförderten Vorhaben reicht von Schulgärten und Biodiversitätsprojekten über kreative Bildungsformate bis hin zu datenbasierten Projekten zur Klimafolgenanpassung.

Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer bedankte sich in ihrer Rede bei allen Lehr- und Fachkräften und den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement: „Ich bin beeindruckt, mit welcher Kreativität und Begeisterung sich unsere Schulen für Nachhaltigkeit einsetzen. Denn es geht längst nicht mehr nur um das Einsparen von Energie. Es geht um Bildung für nachhaltige Entwicklung, darum, ökologische, soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und Zukunft aktiv mitzugestalten."

Zum Abschluss des KlimaCampus wurde der von der Andreas-Mohn-Stiftung finanzierte Publikumspreis vergeben. Zusammen mit der Oberbürgermeisterin übergaben Dr. Ulrich Hüttemann (Hüttemann-Stiftung), Martin Uekmann (Stiftung der Stadtwerke Bielefeld) und Eva-Maria Mohn (Andreas-Mohn-Stiftung) Preisgelder in Höhe von 200 Euro an die Buschkampschule für ihr Wildbienenprojekt, 300 Euro an die Grundschule Ubbedissen, die auf ihrer Streuobstwiese einen Garten angelegt haben und 500 Euro an das Max-Planck-Gymnasium für die Erarbeitung einer klimafreundlichen Rezeptsammlung.

Hintergrund: Der KlimaCampus

Der KlimaCampus wird gemeinschaftlich vom Bildungsbüro der Stadt Bielefeld, dem Projektteam „Energiesparen macht Schule“, dem Umweltamt, dem ISB sowie zahlreichen Bildungsakteurinnen und Bildungsakteuren gestaltet. Ermöglicht wird die Veranstaltung durch die Förderung der Andreas-Mohn-Stiftung sowie der Stiftung der Stadtwerke Bielefeld. Die Veranstaltung verdeutlichte erneut, wie erfolgreich langfristige Programme wie „Energiesparen macht Schule“ und projektbezogene Förderungen wie der Bildungsfonds KlimaSchule zusammenwirken. Gemeinsam stärken sie Klimabildung, Partizipation und nachhaltige Schulentwicklung in der Bildungsregion Bielefeld und machen Schulen zu wichtigen Orten einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung.

Weitere Informationen zum KlimaCampus gibt es unter www.bildung-in-bielefeld.de.
 

Martin Uekmann (Stiftung der Stadtwerke Bielefeld) übergibt mit Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer und Dr. Ulrich Hüttemann (Hüttemann-Stiftung) einen der von der Andreas-Mohn-Stiftung finanzierten Publikumspreise. Foto: Stadt Bielefeld
Rund 300 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen lernen am KlimaCampus 2026, wie Klimaschutz und Bildung zusammenwirken. Foto: Stadt Bielefeld
Rund 300 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen lernen am KlimaCampus 2026, wie Klimaschutz und Bildung zusammenwirken. Foto: Stadt Bielefeld
Die diesjährigen Preisträgerinnern und Preisträger der von der Andreas-Mohn-Stiftung finanzierten Publikumspreise. Foto: Stadt Bielefeld