KlimaKonferenz 2026: Gemeinsam Zukunft gestalten in Bielefeld
| Bielefeld (bi)
Unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten in Bielefeld“ hat die Stadt Bielefeld am Donnerstag, 9. Juli, zur KlimaKonferenz 2026 in den Ratssaal des Neuen Rathauses eingeladen. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Initiativen, Vereinen, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nutzten die Gelegenheit, sich über Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in Bielefeld zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Herzstück der Veranstaltung war der „Markt der Möglichkeiten“. 31 Bielefelder Initiativen, Vereine und Institutionen präsentierten ihre Projekte und zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig Klimaschutz in Bielefeld bereits gelebt wird. Von nachhaltiger Mobilität und regenerativer Energieerzeugung über Umweltbildung bis hin zu urbanem Gärtnern und Ressourcenschutz reichte das Spektrum. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, mit den Ausstellenden ins Gespräch zu kommen, sich über Mitmachmöglichkeiten zu informieren und neue Netzwerke zu knüpfen.
Im anschließenden Konferenzprogramm informierten Experten der Stadtverwaltung aus Umweltamt, Amt für Verkehr, Immobilienservicebetrieb, Umweltbetrieb und von den Stadtwerken Bielefeld über aktuelle Projekte und den Stand im kommunalen Klimaschutz.
Erstmals ergänzte das Format „3-Minuten-Pitch“ das Programm. In kurzen Beiträgen stellten Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger neue Ideen und Projekte vor und gaben Impulse für weiteres Engagement.
Beim anschließenden KlimaTalk standen drei konkrete Projekte im Fokus: Das Historische Museum zeigte, wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Museumsarbeit und der Vermittlung von Stadtgeschichte aufgegriffen werden. Die REGE stellte ihr Projekt BIEgreen zur Qualifizierung und Sensibilisierung für Zukunftsthemen vor und verdeutlichte, wie wichtig gezielte Werbung für klimaschutzrelevante Berufe für die Fachkräftesicherung ist. Die Participolis gGmbH stellte wesentliche Inhalte des Leitfadens „Menschen verstehen - gemeinsam mehr erreichen“ vor, in dem Handlungsempfehlungen zu wirksamer Unterstützung von Verhaltensänderung und zur Aktivierung für Klima-, Umwelt-, Naturschutz und Gesundheitsförderung erläutert werden. Der Leitfaden kann unter www.bielefeld.de/nachhaltigkeit eingesehen werden.
Erstmals wurde die KlimaKonferenz fachlich um das Thema Klimafolgenanpassung erweitert. Mit den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels rücken Maßnahmen zum Umgang mit Hitze, Starkregen und anderen Wetterextremen immer stärker in den Fokus. An einem Informationsstand konnten sich Besucherinnen und Besucher darüber informieren, welche Maßnahmen sie bereits heute zum Schutz von Gebäuden und Gesundheit umsetzen können.
Auch der Blick aus dem Weltall auf Bielefeld wurde vorgestellt: Das Umweltamt ist Praxispartner des bundesweiten Projektes "UrbanGreenEye" (urbangreeneye.de), in dem europäische Copernicus-Satellitendaten für Fragen der Klimafolgenanpassung ausgewertet wurden. Die Daten werden zukünftig für Städte und Kommunen zur Verfügung gestellt, um Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels gezielter zu planen.