Trockenheit

Erhöhte Waldbrandgefahr: Rücksicht und Vorsicht im Wald gefragt

Am Waldrettungspunkt oberhalb der Ochsenheide (v.l.): Maximilian Rempe (Feuerwehramt), Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer und Henrik Jazwinski (Umweltbetrieb). 
Am Waldrettungspunkt oberhalb der Ochsenheide (v.l.): Maximilian Rempe (Feuerwehramt), Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer und Henrik Jazwinski (Umweltbetrieb).

Aufgrund der zunehmenden Trockenheit klettert der Waldbrandgefahrenindex für Bielefeld in diesen Tagen erneut auf die zweithöchste Gefahrenstufe 4 (von 5). Eine Konsequenz daraus wurde bereits gezogen: Seit Montag, 10. August, sind erneut die öffentlichen Grillplätze der Stadt Bielefeld gesperrt

Waldbrände sind nicht mehr nur ein südeuropäisches Phänomen, sondern längst in Mitteleuropa wie auch in Deutschland ein reales Szenario. Die heißen, trockenen Sommer erhöhen maßgeblich die Waldbrandgefahr.

Unser Wald ist Erholungsraum, Lebensraum und wichtiger Bestandteil des Stadtklimas. Waldbrände gefährden nicht nur Natur und Tiere, sondern bringen auch Menschen und Einsatzkräfte in Gefahr. Daher appelliere ich an alle, die sich derzeit im Wald aufhalten, seien Sie bitte vorsichtig. Viele Brände können durch umsichtiges Verhalten vermieden werden.Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer

Was vielen nicht bewusst ist: Im Wald darf in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober generell nicht geraucht werden. Unabhängig von der Waldbrandgefahr gilt ein Verbot offenen Feuers im Wald und im Abstand von 100 Metern vom Wald.

Waldbrandprävention durch die Stadt Bielefeld

Das forstliche Personal des Umweltbetriebes der Stadt Bielefeld – unterstützt durch Rangerkollegen von Wald und Holz NRW – achtet auf die strikte Umsetzung von Feuer- und Rauchverbot im Wald, sensibilisiert und klärt auf. Ein weiterer Teil der Waldbrandprävention ist die Waldbewirtschaftung.

„Durch unsere konsequente Überführung der Nadelholzbestände in Mischwaldbestände mit hohem Laubbaumanteil werden nicht nur die Biodiversität, der Wasserhaushalt und die Klimaresilienz erhöht, sondern auch das Risiko von Waldbrandentstehung gemindert“, erklärt Henrik Jazwinski, Revierleiter in der Abteilung Forsten/Tierpark im Umweltbetrieb.

Sollte ein Waldbrand entstehen, spielt die Zeit eine entscheidende Rolle. Ein gut ausgebautes Waldwegenetz und Rettungspunktenetz sind hilfreich für die exakte Ortsangabe und ermöglichen der Feuerwehr, den Brandort ohne unnötige Zeitverzögerung zu erreichen und das Feuer im Anfangsstadium zu löschen.  

Einsatz der Bielefelder Feuerwehr im Brandfall

Maximilian Rempe, 2. stellvertretender Leiter des Feuerwehramtes, erläutert: „Bei einem gemeldeten Wald- oder Vegetationsbrand alarmieren wir die nach Alarm- und Ausrückordnung vorgeplanten Fahrzeuge der zuständigen Berufsfeuerwehrwache und der Freiwilligen Feuerwehr. Bei größeren Einsätzen arbeiten wir außerdem mit einer Drohne mit Wärmebildkamera sowie spezieller Ausrüstung, dem Waldbrandmodul Phönix.“ Für Wald- oder Vegetationsbrände im Gelände setzt die Feuerwehr in Bielefeld vorwiegend geländefähige bzw. geländegängige Tanklöschfahrzeuge ein.

In diesem Jahr musste die Feuerwehr in Bielefeld bislang zu 12 Vegetationsbränden sowie einigen Baum-, Hecken- und unsachgemäßen Lagerfeuerbränden ausrücken.